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Smartphone im Kaufprozess fest etabliert: 70 Prozent der Konsumenten suchen mobil nach Angeboten

Die von Apple angekündigte Content-Blocking-Schnittstelle im Betriebssystem iOS 9 nennt der OVK eine „inakzeptable Ausnutzung der Marktstellung zum Nachteil des offenen und freien Internets.“ © Fotolia

Dieses Jahr werden 14 Milliarden Euro mobil umgesetzt – doch nur jede vierte deutsche Händler-Webseite ist bisher mobil-optimiert. Mit der technischen Entwicklung geht auch eine Veränderung des Einkaufsverhaltens einher. Zwar ist das Smartphone primär noch kein Shopping-Kanal – nur 13 Prozent schließen darüber ihre Online-Bestellung ab – aber es hat sich längst als integraler Bestandteil des Kaufprozesses etabliert

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Dieses Jahr wird der M-Commerce-Umsatz in Deutschland 14,4 Milliarden Euro betragen und sich damit im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln (2014: 7,2 Milliarden Euro). Dabei wird mehr als jeder vierte E-Commerce-Euro über ein mobiles Endgerät eingenommen: Der mobile Anteil am Online-Handelsumsatz steigt auf 27,7 Prozent. Das ergab eine internationale Untersuchung im Auftrag von deals.com, der Suchmaschine für digitales Sparen und Unternehmen von RetailMeNot.

Vier von fünf Verbraucher nutzen es zum Preisvergleich und dem Lesen von Rezensionen (je 79 Prozent), sieben von zehn suchen mobil nach Angeboten und Gutscheincodes (70 Prozent).

Viele Händler für Kundenwünsche nicht gerüstet – nur jeder vierte Shop ist mobil-optimiert

Die Bedeutung von Mobile beim Shopping steigt und die Ansprüche der Kunden an die Händler wachsen. Zu lange Ladezeiten von Händler-Webseiten (66 Prozent) und eine nicht für mobile Endgeräte optimierte Darstellung (45 Prozent) schrecken die deutschen Verbraucher ab – sogar noch mehr als Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes (45 Prozent). Doch auf Händlerseite herrscht Nachholbedarf: Derzeit ist nur jede vierte Händler-Webseite in Deutschland (27 Prozent) mobil-optimiert. Dieser Herausforderung muss auch der stationäre Handel mit einer strategischen Neuausrichtung entlang der veränderten Kundenwünsche begegnen. Die deutschen Shopper wünschen sich von Smartphone-freundlichen Offline-Händlern vor allem mobile oder App-basierte Treue- und Bonusprogramme (45 Prozent), eine Verfügbarkeitsüberprüfung und Reservierungsfunktion (43 Prozent), mobile Bezahlmöglichkeiten (40 Prozent) sowie mobile Gutscheine (38 Prozent). Jeder Vierte (27 Prozent) erwartet einen freien WLAN-Zugang im Ladengeschäft.

Mobile Aufrüstung könnte deutschem Einzelhandel 2015 sieben Milliarden Euro bringen

Händler, die diese Bedürfnisse nicht berücksichtigen, lassen sich bares Geld entgehen: 28 Prozent der hiesigen Konsumenten würden pro Einkauf durchschnittlich rund acht Euro mehr ausgeben, wenn ein Shop ihnen ein besseres mobiles Erlebnis bieten würden, das die gewünschten Angebote umfasst. Allein in diesem Jahr wären das hochgerechnet sieben Milliarden Euro zusätzlicher Umsatz für den deutschen Einzelhandel.

„Wenn die unbefriedigende Mobile-Performance der Shops bisher die größte Einkaufshürde für die Kunden darstellt, so ist dies eine ausgezeichnete Gelegenheit für Händler, Mobile in ihre Strategie zu integrieren und von der rasant wachsenden Nachfrage zu profitieren. Egal ob online oder offline: Wer den Einstieg ins Mobile-Geschäft verschläft, droht den Anschluss endgültig zu verlieren. Allgemein sollten Händler zukünftig mit den Verbrauchern Schritt halten statt ihnen hinterherzulaufen“, sagt Karina Spronk, Leiterin Partner Management bei deals.

Zur Studie: Die internationale Studie wurde von deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research in sechs Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Niederlande und USA) im Juni 2015 realisiert. Hierfür wurden Telefoninterviews mit 1.300 führenden Händlern (davon 250 aus Deutschland) sowie eine repräsentative Befragung unter insgesamt 5.400 Befragten (darunter 1.000 deutsche Verbraucher) durchgeführt. Ausführliche Ergebnisse der Umfrage sind unter folgendem Link einzusehen: http://www.deals.com/umfragen/mobile-retailing-2015

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