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Shutdown geht weiter, Friedensnobelpreis für OPCW, teure Bischofsbauten und Riesen-Tablets

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Mitarbeiter der Chemiewaffen-Kontrollbehörde OPCW. In den USA streitet sich ein anderer Friedensnobelpreisträger weiter über den Haushalt und der Shutdown der US-Regierung geht in die zweite Woche. Die Amerikaner sind wütend, denn der Kongress wird weiter bezahlt. Gut, dass wenigstens die US-Medien funktionieren. Beim US-Sender Fox-News setzt man jetzt sogar auf Riesen-Tablets. Und in Limburg wird ein Bischofssitz zum Streitpunkt zwischen Gemeinde und Oberhaupt.

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Von Johannes Steger

Die Ehrung der Woche: Friedensnobelpreis für Chemiewaffen-Kontrolleure

Es waren rund 259 Vorschläge, aus denen das Komitee in diesem Jahr auswählen musste – so viele wie noch nie in der über 100-jährigen Geschichte des Friedensnobelpreises. Sie haben sich entschieden: Um 11 Uhr verkündete das Komitee den Preisträger: Es sind die Mitarbeiter von OPCW. Das sind die Männer und Frauen, die dafür Sorge tragen, dass das internationale Verbot von Chemiewaffen umgesetzt wird. Aktuell sind diese Experten auch in Syrien unterwegs. Der Vorsitzende des Nobelkomitees begründete die Entscheidung auch damit, dass die OPCW ein Mittel sei, um die Krise in Syrien zu lösen. Es ist somit nicht nur eine Ehrung der Leistungen der Organisation. Vielmehr lenkt dieser Friedensnobelpreis auch wieder den Blick der Öffentlichkeit auf den Bürgerkrieg in Syrien und die Dringlichkeit, diesen zu lösen.

Die Fortsetzung der Woche: US-Shutdown

„Die Weltmacht im Standby-Modus“ war hier in der vergangenen Woche zu lesen. Und da bleibt sie auch weiterhin. Republikaner und Demokraten finden den Einschaltknopf nicht und streiten weiter über den US-Haushalt. Unterdessen wächst bei der Bevölkerung der Ärger über die Blockade. Nicht nur im Netz machen die Menschen ihrem Ärger Luft, auch vor dem Kapitol und überall im Land fordern sie die beiden Parteien auf, sich endlich zu einigen. Viele ärgern sich zudem, dass der Kongress weiter bezahlt wird. Der Shutdown betrifft nicht nur die knapp 800.000 Staatsangestellten: Die Online-Ausgabe des US-Magazins Mother Jones verweist auf 30 Dinge, die den Menschen während des Shutdowns bisher zu schaffen machen. Das reicht von der Zwangspause für Golfer in Kalifornien über ein ausfallendes Oldtimer-Festival bis hin zu so dramatischen Dingen wie die nun erschwerte Vermisstensuche in einem Nationalpark. Es könnte aber noch schlimmer kommen, denn in der kommenden Woche erreichen die Vereinigten Staaten die Schuldenobergrenze. Wird diese nicht hinaufgesetzt, droht die Zahlungsunfähigkeit. Dann geht es von Standby auf den Ausschalter. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Präsident Barack Obama und Oppositionsführer John Boehner sprechen wieder miteinander.

Der Start der Woche: Die Huffington Post in Deutschland

In den USA gehört sie längst zu den etablierten Medien, ist größer als die New York Times und gewann im vergangenen Jahr einen Pulitzer-Preis – am Donnerstag war es dann endlich so weit: Die deutsche Ausgabe der Online-Nachrichten ging an den Start. Mit dabei waren Gründerin Arianna Huffington und Cherno Jobatey. Seine Berufung als Anchor fanden nicht alle passend. Und so spottet das Netz. Ob Spott oder nicht, man darf gespannt sein, ob sich die Huffington´sche Erfolgsgeschichte auch auf Deutsch wiederholt.

Das Millionengrab der Woche: Limburger Bischofsitz

Der katholischen Kirche verdankt die Menschheit einige bedeutende Gebäude: die Sixtinische Kapelle, den Kölner Dom oder die Sagrada Familia in Barcelona. Doch die Zeiten, in denen Bischöfe und Päpste einfach so Millionen für in Stein gehauene Glaubensbekenntnisse ausgeben können, sind eindeutig vorbei. Das zeigt sich gerade im Bistum Limburg. Der dortige Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst lässt bauen und der neue Bischofssitz soll nun statt den ursprünglich zehn Millionen Euro rund 31 Millionen kosten. Das ärgert nicht nur viele Katholiken. Und der imposante Limburger Dom könnte doch eigentlich reichen. Aber vielleicht ist das ja wie in Berlin, da entsprachen die Flughäfen ja auch irgendwie nicht mehr dem eigenen Anspruch.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Internationale Künstler interpretieren Big Data

>>>EU-Parlament beschließt Schockbilder auf Zigarettenverpackungen

>>>Vier von zehn Verbrauchern kaufen elektronische Bücher


Der Umbau der Woche: In der Zwergenfabrik

Wer Fox-News hört, mag damit nicht unbedingt Innovation verbinden, gehört der Sender doch zu den konservativen Medien der USA. Doch bei der Ausstattung lässt der Sender viele Konkurrenten alt aussehen. Denn Fox hat sich einen besonders fortschrittlichen Newsroom geleistet. An riesigen Touch-Bildschirmen sitzen da die Redakteure, während der Nachrichtensprecher durchs Bild läuft. Was aussieht wie eine Mischung aus Kinderbuch-Zwergenfabrik und Star-Trek, ist jedoch mehr als technische Augenwischerei, wie Meedia berichtet.

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