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Shitstorm gegen Schwarzer, Post für Lego und Rassisten gegen Coca-Cola

Alice Schwarzer hatte ein Konto in der Schweiz und hat dafür keine Steuern gezahlt. Erst 2013 kam die Selbstanzeige. Veröffentlicht vom „Spiegel“ sorgte das für reichlich Empörung – auch im Netz. Verärgert war auch die kleine Charlotte. Ihr Unmut richtet sich gegen die Mädchenfiguren bei Lego. Und Coca-Cola muss rassistische Kommentare aushalten.

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Von Johannes Steger

Der Aufreger der Woche: Alice Schwarzer als Steuerbetrügerin

Lief in Deutschland etwas schief, war sie stets zu Stelle: Alice Schwarzer. Sie mahnte und kämpfte – nicht nur für die Rechte der Frauen. Als moralische Instanz könnte man sie bezeichnen. Diese Aura bekommt jetzt allerdings Risse, denn wie Anfang der Woche bekannt wurde, hat sie seit den Achtziger Jahren ein Schweizer Konto unterhalten. Und das bis zum vergangenen Jahr dem Finanzamt verschwiegen. 2013 kam dann die Selbstanzeige und eine Nachzahlung. Vergeben und vergessen? Mitnichten: Der „Spiegel“ veröffentlichte die Geschichte und prompt ging ein Aufschrei durch Deutschland. Keine Talkshow oder Kommentarspalte kam ohne die Schwarzer-Debatte aus. Auch viele Menschen im Netz reagierten empört. Schwarzer verliert als Steuersünderin mehr als nur ihre Glaubwürdigkeit, war im Netz häufig zu lesen. Bei der Empörung durfte natürlich auch einer nicht fehlen: Jörg Kachelmann. Der hat seit seinem Gerichtsprozess 2011 offenbar noch eine Rechnung mit Schwarzer offen, die das Verfahren damals für „Bild“ kommentierte.

Auf Twitter lässt er seiner Antipathie freien Lauf. Dass Kritik auch vernünftig und ohne persönliche Beleidigung funktioniert, bewies aber Talkmaster Jürgen Domian auf Facebook. Drunken Masters meint dazu auf Twitter: Alice Schwarzer – der Uli Hoeneß der Gleichberechtigung.


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Die Beschwerde der Woche: Charlotte vs. Lego

Jungen spielen mit Autos, Mädchen lieber mit Puppen – soweit, so stereotyp. Rollenverteilung beginnt schon im Kinderzimmer, mahnen immer wieder Erziehungsexperten und Soziologen an. Als Ferrero zum Beispiel das rosa Mädchen-Ei auf den Markt brachte, waren viele Feministinnen entsetzt. Von Kinderseite gab es in puncto Stereotypisierung nicht so viel Empörung. Zumindest bislang. Die kleine Charlotte aus den USA könnte das jetzt ändern. Bei einem Besuch in einem Spielzeugwarenladen machte sie folgende Beobachtung: In der Welt von Lego wären es eigentlich nur die Jungs, die Spaß hätten. Die Mädchen trügen rosa, säßen nur zuhause rum und arbeiten gingen sie auch nicht. Charlotte griff zum Stift und schrieb diese Beobachtungen dem dänischen Hersteller. Charlottes Vater stellte den Brief ins Netz und prompt machte das Anschreiben die Runde. Bei Lego scheint die Post zwar angekommen, was sie Charlotte antworteten, bleibt allerdings ein Geheimnis. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Das Video der Woche: Coca-Cola und der Superbowl

„America, the beautiful“ ist so etwas wie die inoffizielle Hymne der Vereinigten Staaten und gilt als eines der beliebtesten patriotischen Lieder des Landes. Passend, dass sich die ur-amerikanischste Marke Coca-Cola dieses Lied für ihren Super Bowl-Spot aussuchte. Untermalt mit dem musikalischen Nationalheiligtum sind typische Impressionen aus dem Land zu sehen: Bowling, Zelten im Nationalpark und Ausritte. Dass sich das Land auch als Schmelztiegel der Nationen versteht, nahm der Brausehersteller beim Wort und ließ „America, the beautiful“ in verschiedenen Sprachen singen. Das gefiel nicht allen US-Amerikanern und so hagelte es rassistische Kommentare. Man wäre ja schließlich in Amerika und da spräche man Englisch, war die noch mildere Kritik. „Amerika! Amerika! Gott schenke dir seine Gnade, Und kröne deine Güte mit Brüderlichkeit, vom Meer zum strahlenden Meer“, heißt es in dem Lied. Das mit der Brüderlichkeit sollte sich da manch einer mal zu Herzen nehmen!

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