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Selbstfahrende Autos scheitern bei Deutschen wegen Sicherheitsbedenken

72 Prozent der Deutschen haben das Gefühl, dass die Sicherheit im autonomen Modus noch nicht ausreichend gegeben ist

Autonomes Fahren, alternative Antriebe und voll vernetzte Fahrzeuge gelten als Schlüsselelemente des künftigen Individualverkehrs. Jedoch scheint die Straße zur schönen neuen mobilen Welt nicht ganz geradlinig zu verlaufen. Wie die Global-Automotive-Consumer-Studie von Deloitte zeigt, stößt vor allem das Prinzip des autonom fahrenden Autos bei den Deutschen auf wachsende Skepsis.

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Die Mehrheit (72 Prozent) hat noch Sicherheitsbedenken, 47 Prozent ließen sich aber durch positive Erfahrungswerte und Nachweise überzeugen. Höhere Kosten für sicherheitsrelevante neue Technologien würden in Deutschland aber nur knapp über ein Viertel tragen. In allen Ländern zeigt sich ein „Generation Gap“: Je jünger die Befragten, desto größer ist die Erfolgschance neuer Mobilitätskonzepte. Von deutschen Millennials haben 32 Prozent Interesse an selbstfahrenden Autos, in China sind es sogar 64 Prozent.

Deutsche bei Zukunftsvisionen distanziert

„Die Deutschen gelten einerseits als technikgläubig, andererseits aber auch als eher distanziert, wenn es um Zukunftsvisionen geht. Das selbstfahrende Auto scheitert bei deutschen Verbrauchern vor allem an Sicherheitsbedenken. Hier sollten Hersteller Tests und Nachweise erbringen, die auch hierzulande ein breiteres Vertrauen in die Technologie und die traditionellen Marken stärken“, erklärt Dr. Thomas Schiller, Leiter/Partner Automotive bei Deloitte.

Sicherheitsbedenken überwiegen

72 Prozent der Deutschen haben das Gefühl, dass die Sicherheit im autonomen Modus noch nicht ausreichend gegeben ist (Südkorea: 81 Prozent, China: 62 Prozent). Hierzulande räumt die Mehrheit der Verbraucher (51 Prozent) den etablierten Fahrzeugherstellern aber einen generellen Vertrauenszuschuss bei den neuen Technologien ein – anders als Chinesen und Inder, die auf neue Anbieter setzen. Im Gegensatz zu den US-Amerikanern (+3 Prozent) und Chinesen (+4,2 Prozent) zeigen die deutschen Verbraucher heute ein geringeres Interesse an selbstfahrenden Autos als noch vor drei Jahren (-2,8 Prozent).

Prüfsiegel überzeugen die Hälfte der Verbraucher

Sicherheitsrelevante Features stehen ganz oben auf der Präferenzliste, während Entertainment- und Convenience-Technologien auf deutlich geringere Begeisterung stoßen. Wenn sie einen Sicherheitsnachweis schriftlich bekämen, etwa in Gestalt präziser Dokumentationen und Belege, würde knapp die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) die autonome Option wählen. Im internationalen Vergleich wären die Vertrauenswerte dann deutlich höher, allen voran in China mit 81 Prozent.

* Prozentzahl der Verbraucher, die durch mehr Erfahrungswerte zur Sicherheit autonom fahrende Fahrzeuge nutzen würden

Je jünger, desto aufgeschlossener

Insgesamt 1.750 Verbraucher aus Deutschland, darunter Vertreter der Generationen X und Y sowie auch ältere Semester, nahmen an der Studie teil. Dabei zeigte sich vor allem die etwas reifere Gruppe zurückhaltend: Nur 20 Prozent können sich mit einem autonomen Fahrzeug anfreunden – bei der Generation X sind es schon 28, bei der Generation Y sogar 32 Prozent.

Zahlungsbereitschaft für neue Technologien gering

Die schöne neue Welt hat ihren Preis. Für innovative Technologien würde jedoch nur eine Minderheit tiefer in die Tasche greifen. Obwohl die Sicherheit deutschen Konsumenten beim autonomen Fahren wichtig wäre, sind nur 28 Prozent bereit, für entsprechende Technologien einen höheren Preis zu zahlen. Ganz am Ende steht die Convenience – anders als etwa bei US-Amerikanern, Indern und Chinesen. Für selbstfahrende Autos würde nur ein Viertel der Deutschen einen Mehrpreis in Betracht ziehen. „Was Mobilität betrifft, sind die Deutschen konservativ. Wie der internationale Vergleich zeigt, müssen Anbieter innovativer Technologien, Lösungen und Services einige Überzeugungsarbeit leisten, wenn sie erfolgreich sein wollen. Das könnte vor allem mit der Weiterentwicklung sicherheitsrelevanter Sensoren gelingen, die Objekte automatisch erkennen und so eine Kollision verhindern“, resümiert Schiller.

Die komplette Studie finden Sie hier zum Download.

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