Suche

Anzeige

Politiker können als Marke wirken

Politiker lassen sich sehr gut mit Marken vergleichen, doch fehlt ein professionelles Markenmanagement für die Partei und für den Politiker. Das geht aus einem von der Strategieberatung 2hm & Associates GmbH entwickelten Markenbildungsmodell hervor, mit dem drei Einflussgrößen identifiziert wurden, die Einstellungen gegenüber Politikern bestimmen.

Anzeige

Am stärksten wirke sich mit einem Wert von fast 60 Prozent das Vertrauen aus, das einem Politiker entgegen gebracht wird. Der elementarste Indikator für das Vertrauen sei Glaubwürdigkeit, gefolgt von Integrität und Kompetenz. Der zweitwichtigste Einflussfaktor sei mit knapp einem Drittel die persönliche Beziehung zum Politiker, die sich aus der Differenzierung zu seinen Wettbewerbern ergibt. Eine geringere Rolle spiele mit fast 10 Prozent die Selbstkongruenz beziehungsweise das Streben von Konsumenten nach Übereinstimmung mit anderen Personen, Objekten, wie zum Beispiel Markenprodukten oder Ereignissen.

Während die Partei keinen Einfluss auf die Politiker-Marke habe, strahle der Markenwert des Politikers sehr wohl auf die Partei ab. Ein prominentes Beispiel sei die „Marke Merkel“, die aufgrund ihrer überragenden Medienpräsenz als Bundeskanzlerin ein hohes Maß an Integrität verkörpert. Jedoch könne sie sich hinsichtlich der Markenpräferenz nicht von Außenminister Frank-Walter Steinmeier abheben. Ebenso liege der Identifikationsgrad des Kanzlerkandidaten der SPD über dem seiner Konkurrentin.

Bei der Reihe der bevorstehenden Wahlen des Jahres 2009 sei davon auszugehen, dass der Erfolg oder Misserfolg entscheidend von dem Anteil der Wechselwähler abhängt. Gerade die Volksparteien CDU und SPD hätten es immer weniger verstanden, einen eigenen Markenkern aufzubauen, damit sie sich zu ihren Wettbewerbern glaubhaft unterscheiden können. Es sei deshalb höchste Zeit, sich als Partei bereits jetzt mit den Werteeinstellungen seiner Wähler zu beschäftigen und mit dem Aufbau einer Markenpräferenz zu beginnen.

www.2hm.com

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

60 Prozent der Bewerber wollen Gehaltsangaben in Stellenangeboten

Der Januar ist Hauptsaison für die Jobsuche, doch wie können sich Unternehmen in…

Roboter in der Arbeitswelt: Warum die Mehrheit der Deutschen die High-Tech-Kollegen ablehnt

Groß, orange und hinter einem Schutzzaun - die Vorstellung der Deutschen von Robotern…

Nielsen-Report zum Werbejahr 2018: TV-Werbemarkt erstmals seit 2009 im Minus

Wie sieht die Bilanz des deutschen Werbemarkts im Jahr 2018 aus? Er stagniert…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige