PC-Absatz schrumpft um sechs Prozent – Dell verliert, Lenovo gewinnt

Strategie Der Verkauf von PCs schwächelt. Eine Analyse des Marktforschungsinstituts IDC kommt zu dem Ergebnis, dass der Rückgang inzwischen sechs Prozent beträgt. Auch Windows 8 konnte am Verkaufsschwund nichts ändern. Am stärksten ist der Hersteller Dell betroffen.

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2012 sind laut IDC weltweit 3,2 Prozent weniger Desktop-PCs und Laptops verkauft worden als im Vorjahr. Das klingt zunächst nicht dramatisch, markiert aber dennoch für einen Markt, der bisher nur Wachstum kannte, eine Zäsur.

Die Branche hatte die Hoffnung, dass das Ende Oktober erschienene Windows 8 den Absatzrückgang stoppen könnte. Diese Hoffnung wurde allerdings vom Markt nicht erfüllt.

Besonders schlimm hat es im vergangenen Jahr Dell getroffen. 38,7 Millionen verkaufte Rechner bedeuten für das Unternehmen einen Absatzeinbruch von 12,6 Prozent. Ähnlich schlecht ist das Jahr 2012 für Acer gelaufen. Das taiwanesische Unternehmen setzte gegenüber dem Vorjahr 9,7 Prozent weniger PCs ab. Mit HP musste auch die Nummer eins der Branche deutliche Einbußen hinnehmen. Die Absätze des PC-Dinos gingen um 6,7 Prozent zurück.

Dass ein schrumpfender Markt auch Chancen bietet, hat dagegen Lenovo in den vergangenen zwölf Monaten bewiesen. Die Chinesen verkauften über 52 Millionen Rechner, 19,2 Prozent mehr als 2011. Und auch Asus wuchs mit 17 Prozent zweistellig.

Die Experten von IDC glauben übrigens nicht, dass 2012 das Ende des klassischen PCs markiert. Laut einer Prognose aus dem Dezember 2012 wird der Markt schon in diesem Jahr wieder wachsen.

Statista hat die Entwicklung grafisch aufbereitet:

Abbildung: Rückgang PC-Absatz

Die fünf weltweit größten PC-Hersteller 2012:

HP: 58,1 Millionen verkaufte Rechner
Lenovo: 52,4 Millionen
Dell: 38,7 Millionen
Acer Group: 33,5 Millionen
Asus: 24,1 Millionen

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