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Neue Berufe in Marketing und Vertrieb

In einer ersten bundesweiten und branchenübergreifenden Studie eruierte die "absatzwirtschaft" in Kooperation mit Prof. Dr. Peter Schütz von der Fachhochschule Hildesheim-Holzminden neue Karrierechancen in Marketing und Vertrieb.

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Wanted

Wer sich aufgrund aktueller Veränderungen in seinem Berufs-/Tätigkeitsfeld an der Studie beteiligen möchte, schreibe bitte eine kurze Darstellung seiner neuen Aufgabe direkt an Prof. Schütz. Gesucht werden auch Personen, die sich zu sterbenden Berufen in Marketing und Vertrieb äußern können.

e-mail: peter.schuetz@fh-hildesheim.de

Snail-Mail: Prof. Dr. Peter Schütz
FH Hildesheim/Holzminden
FB Wirtschaft
Tappenstr. 55
31134 Hildesheim

Die Entstehung neuer Berufe
Systematik der neuen Berufe in Marketing und Vertrieb
Highlights aus der Untersuchung
Beispiel: Der European Price Manager
Mehr Berufsbilder

Die Entstehung neuer Berufe

Um die neuen Berufe möglichst vollständig zu erfassen, wurde ein breiter Kontakt- und Recherchefokus gewählt: Mailing mit Fragebogen an Industrie, Handel, Dienstleistungswirtschaft sowie Anbieter von Marketing-Services; entsprechende Veröffentlichung in Handelsblatt-Karriere und „absatzwirtschaft“; Auswertung von Jobbörsen per Telefon.
Insgesamt beteiligten sich in dieser Phase der Erhebung 168 Inhaber innovativer Positionen. In einer zweiten Erhebungswelle wurden 45 persönliche Interviews mit den Stelleninhabern geführt, die sich im Fragebogen dazu bereit erklärten und eine überzeugende Antwort auf die Filterfrage lieferten: „Was ist konkret neu an Ihrer Aufgabe?“ Resultate dieser Erhebungsrunde waren die Beschreibung beispielhafter Karrieren und die Dokumentation einer Systematik der neuen Berufe. Demnach lassen sich innovative Stellen in Marketing und Vertrieb fünf Jobfamilien zuordnen: Relationship-Management, Informations-, ECR-, New Media- Management sowie Marketing-Tools-Spezialisten.
Als die wichtigsten Parameter zur Entstehung neuer Berufe in Marketing und Vertrieb kristallisierten sich heraus:

  • die Notwendigkeit einer stärkeren Kundenorientierung,
  • der wachsende Wettbewerbsdruck und
  • die Expansion neuer Vertriebswege.

Weitere Einflußgrößen, aufgelistet nach ihrer Bedeutung, sind:

  • Entwicklung der Kommunikationstechnologien
  • Liberalisierung
  • Konzernbildung
  • Kooperation mit dem Handel
  • Verlagerung von der Funktions- zur Prozeßorientierung
  • Globlalisierung und Entwicklung der Technik generell.

<!–a href="/pdf/*Dateiname.pdf">Grafik: Systematik der neuen Berufe in Marketing und Vertrieb<br–>
Highlights aus der Untersuchung


Einige Highlights aus dem Umfrage-Feedback, die die Inhaber der neuen Berufe und ihre Positionen kennzeichnen:
Qualifikationen: 52 Prozent der Stelleninhaber besitzen einen Universitäts-, 25 Prozent einen Fachhochschulabschluß. Knapp 80 Prozent bringen Berufserfahrung in ihre aktuelle Position ein. Im Zentrum der geforderten Hard Skills stehen Zahlenaffinität, analytisches Denken und die Fähigkeit, „die Daten zum Sprechen zu bringen“. Darüber hinaus ist Projektmanagement-Erfahrung wesentliche Schlüsselqualifikation.
Alter: 80 Prozent der Befragten sind bis 40 Jahre alt. Den Schwerpunkt bildet – mit 32 Prozent – das Segment der 31- bis 35jährigen. 76 Prozent der Inhaber innovativer Positionen sind männlich. Knapp zwei Drittel der Auskunftspersonen haben bereits Personalverantwortung, zumeist auf Gruppenleiterebene.
Innovationsgrad: 15 Prozent der Stelleninhaber bewerten ihre Aufgabe als „neu, ohne Vorbild in anderen Branchen“, 19 Prozent als „neuartige Stelle, die in der Branche einzigartig ist“, 22 Prozent als „neu für das Unternehmen“. Etwa jeder vierte sieht in seiner Position eine Spezialisierung einer klassischen Marketing-/Vertriebsstelle“, jeder fünfte die „Erweiterung einer klassischen Stelle“ in diesen Bereichen.
Gehalt: 43 Prozent der Befragten erreichen ein monatliches Bruttoeinkommen über 10 000 DM, lediglich 10 Prozent verdienen unter 5 000 DM. Erwartungsgemäß korreliert das jeweilige Gehaltsniveau mit Alter und Personalverantwortung.
Karrierechancen: Mehr als die Hälfte der Untersuchungsteilnehmer stuft ihre Position als „das ideale Karrieresprungbrett“ ein.

Beispiel: Der European Price Manager

Seit September 1997 schmückt der Titel eines European Price Managers die Visitenkarte von Michel-Guy Macquet, der fließend vier Sprachen heherrscht. Auf den Punkt gebracht lautet seine Job-Description beim Reifenkonzern Continental AG: Sie sind zuständig für die Steuerung des Preisniveaus zwischen den europäischen Tochtergesellschaften über alle Konzernmarken, Vertriebsschienen und Kundengruppen hinweg. Diese Schnittstellenaufgabe konzentriert sich derzeit naturgemäß auf die Vorbereitung der Euro-Einführung. In der letzten Stufe soll die konzernweite Harmonisierung das folgende konkrete Profil aufweisen:

  • festgelegte Produkt- und Markenpositionierung für alle
  • Ländermärkte im Euro-Raum
  • identische Preislistenstrukturen
  • vereinheitlichte Preislistenniveaus und zwischen den Ländern
  • abgestimmte Koordinationsstrukturen

Grafik: Der European Price Management im Continental Organigramm

Mehr Berufsbilder

Die „absatzwirtschaft“ stellt regelmäßig neue Berufsbilder vor. Eine Liste der bisher erschienenen Berufsbilder finden Sie zum Download im Check-up.

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