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Modeeinkauf online oder stationär: Verbraucher wollen beides

Mit Damenoberbekleidung wird online mehr Umsatz erwirtschaftet als mit Männermode. © Zalando

Es sind vor allem die Frauen, die die Onlineumsätze von Modehändlern und -herstellern nach oben treiben: Schon zwanzig Prozent aller Textilien werden in Deutschland heutzutage über das Internet gekauft. Fünf Prozent der Verbraucher bestellen Kleidung und Schuhe ausschließlich im Internet.

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„Online“ setzt sich auch beim Kleiderkauf mehr und mehr durch. Händler und Hersteller von Kleidung, Schuhen und anderen Textilien verzeichnen seit einigen Jahren bei den Verbrauchern steigendes Interesse am Onlineangebot: in Deutschland wird ein Fünftel der Textilien via Internet gekauft, zeigen aktuelle Zahlen aus dem Textilpanel der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), in dem knapp 17.000 Personen kontinuierlich über ihre Kleidungs- und Schuh-Käufe berichten.

Die Gruppe der Exklusiv-Onlinekäufer ist mit fünf Prozent zwar noch klein, doch sie holt auf, betont der GfK Verein, der die Daten über den Online-Kaufverhalten im Modesegment ausgewertet hat. Das Internet biete gerade für Fans von Markenkleidung überzeugende Vorteile: Der Durchschnittspreis für Herstellermarken lag online im vergangenen Jahr sechs Prozent unter dem des stationären Handels. Dementsprechend tragen mehr als ein Drittel aller online verkauften Textilien ein Markenlabel.

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Grafik: GfK Verein

Gruppe der reinen „Ladenkäufer“ schrumpft

Von Marken-Schnäppchen im Netz profitiert auch die Käufergruppe, die zuletzt am stärksten gewachsen ist: Konsumenten, die sowohl online als auch im Laden Kleidung kaufen. Während 2008 nur jeder vierte Verbraucher beide Möglichkeiten nutzte, kaufen heute schon 46 Prozent der Befragten sowohl im Internet als auch im stationären Handel Textilien ein – und haben so die Möglichkeit zum direkten Preisvergleich.

Dieser Zuwachs geht zulasten der Gruppe, die nicht im Internet kauft und unter keinen Umständen auf den Bummel durch die Boutique, das Kaufhaus oder andere Geschäfte verzichten möchte. Zu den reinen „Ladenkäufern“ gehört heute nur noch knapp jeder zweite Befragte. Im Jahr 2008 galt dies mit 73 Prozent noch für eine deutliche Mehrheit der Deutschen.

Weiblich kauft online

Glaubt man einem gängigen Geschlechter-Klischee, so sind Männer tendenziell technikinteressierter. Bei Fashion-Shopping generell und Fashion-Onlineshopping im Speziellen haben allerdings die Frauen die Nase vorn: Mehr als zwei Drittel der Onlinekäufer sind Frauen jeden Alters. 46 Prozent der Befragten, die Mode per Mausklick kaufen, wohnen in Städten und Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern; für größere Orten sinkt dieser Wert auf 25 Prozent und weniger.

Kunden des stationären Handels sind dagegen eher männlich: 41 Prozent der Kunden, die für den Kleiderkauf in die Geschäfte gehen, gehören zur Gruppe der Männer. Beim Fashion-Onlinekauf erreicht diese Gruppe einen Anteil von weniger als einem Drittel.

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Grafik: GfK Verein

Service-Apps erfüllen Kundenwünsche

Mit Damenoberbekleidung wird dementsprechend online mehr Umsatz erwirtschaftet als mit Anzügen, Krawatten und anderen Textilien für den Mann. Der Online-Anteil bei Damenmode liegt bei 26 Prozent, bei Herrenmode dagegen bei 23 Prozent. Besonders gerne werden Kleider von Frauen im Netz gekauft; hier liegt der Umsatzanteil online bei 37 Prozent. Blusen dagegen fallen mit 22 Prozent weniger ins Gewicht und werden häufiger im stationären Handel erworben. Auch Männer verlassen sich beim Business-Klassiker gerne auf die Beratung und Anprobe im Laden. Vor allem Anzüge kaufen sie in erster Linie im stationären Handel; 88 Prozent des Umsatzes mit diesen Textilien werden stationär generiert.

Die Textilbranche setzt inzwischen nicht nur optisch, sondern auch technisch neue Trends: Apps fürs Smartphone sorgen dafür, dass Konsumenten den Überblick über ihre Kleidungsstücke behalten und sich für gelungene Kombinationen entscheiden. Apps helfen außerdem dabei, neue Mode zu finden. Onlineshops wie Zalando beispielsweise bieten Apps mit Bilderkennungsfunktion an: Wer ein tolles Outfit an jemandem entdeckt und ein Foto hochlädt, dem werden die entsprechenden oder ähnliche Kleidungsstücke im Online-Katalog gezeigt. Mit derartigen Services werden Kundenwünsche schneller als jemals zuvor Wirklichkeit.

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