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Luxusgüterbranche spürt Vermögenseinbußen von Kunden

Die globale Wirtschaftskrise hat laut Informationen der Managementberatung „The Boston Consulting Group“ (BCG) nun auch die Luxusgüterindustrie erreicht. Nach einer gebremsten Umsatzsteigerung im Vorjahr wird es danach erstmals zu einem merklichen Umsatzrückgang kommen. Wann sich diese Industrie wieder stabilisieren wird, sei derzeit noch nicht absehbar.

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„Unsere aktuelle Analyse zeigt, dass es sich bei dieser Entwicklung um ein globales Phänomen handelt, von dem die gesamte Branche betroffen ist“, sagt Dr. Antonella Mei-Pochtler, Senior Partnerin und Mitglied des Executive Committee der BCG. Aus einem internationalen Vergleich gehe hervor, dass besonders die USA, aber auch Europa und Japan mit Umsatzeinbußen von 15 beziehungsweise 10 Prozent massiv zu dieser Entwicklung beitragen. Vom weltweiten Luxusumsatz würden diese drei Märkte 75 Prozent ausmachen. Da das leichte Wachstum in China von sieben Prozent und im nahen Osten von zwei Prozent diesen Trend kaum aufwiegen könne, seien Umsätze auf Vor-Krisen-Niveau frühestens in vier bis fünf Jahren wieder zu erwarten.

Dabei sei der Markt für „Hard luxury goods“, zu dem vor allem Uhren und Schmuck gehören, wesentlich stärker von der Wirtschaftskrise betroffen als der fünf Mal größere Markt für Textilartikel und Accessoires, so genannte „Soft luxury goods“. Grund dafür sei, dass die Hauptzielgruppe des wohlhabenden Topeinkommensquintils seit Jahren stetigen Einkommenswachstums erstmals unter einem rückläufigen verfügbaren Einkommen leide. Daher sank die Trading-Up-Bereitschaft in der EU um 30 auf 18 Prozent und in den USA um 20 auf 43 Prozent. Um die Krise zu meistern, empfiehlt BCG Unternehmen, die Hebel bei der Portfoliooptimierung, der markensensiblen Positionierung, der Anpassung des Sortiments, der Retail-Produktivität sowie dem Cash-Management, dem Ausprobieren alternativer Vertriebswege und der Optimierung der Marketingausgaben richtig zu setzen.

www.bcg.com

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