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Innovationsentwicklung: Nur wer suchet, erfindet

Wer sich auf die Suche nach einer Lösung oder Verbesserung begibt, findet manchmal die Innovation

„Innovation“ ist zu einem inflationär genutzten Begriff geworden. Sucht man auf Amazon.com nach Büchern mit Innovation im Titel und dem Erscheinungsjahr 2016, erhält man über 1.000 Treffer. Nur hochinnovative Unternehmen können im Wettbewerb bestehen. Die Realität ist aber eine andere: Echte Innovationen sind selten

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Von Gastautor Felix Heimbrecht, Director Innovation bei SapientNitro

Heutzutage muss angeblich jeder ein Innovator sein, nur innovative Produkte und Services lassen sich noch verkaufen. Überall liest man Geschichten über erfolgreiche Start-ups, die mit geringem Kapitaleinsatz, ein paar hellen Köpfen und innovativen Ideen komplette etablierte Märkte auf den Kopf stellen. Doch so einfach ist es nicht. Wirklich wahrhafte Innovationen zu finden, ist allerdings mühsame und harte Arbeit.

Scheitern gehört zum Geschäft

„Finden“ ist dabei wörtlich zu nehmen, weil Versuch und Irrtum nach wie vor elementare Bestandteile des Prozesses sind. Viele der 1.000 Bücher versprechen zwar einen effizienteren Weg – aber schon die Existenz so vieler Herangehensweisen zeigt deutlich, dass es keine etablierte und akzeptierte Methodologie gibt. Eins ist aber sicher: Scheitern gehört im Innovationsumfeld zum Geschäft. Auf jedes erfolgreiche Start-up oder Produkt, von dem man liest, kommen Dutzende gescheiterte, von denen man niemals hören wird. Um erfolgreich und effektiv Innovationen zu entwickeln, ist also eine „Demystifizierung“ sinnvoll: Wenn man akzeptiert, dass der Innovationsprozess letztendlich eine Suche ist, in der explorativ versucht wird, ein Problem zu lösen, indem in Zyklen Ideen entwickelt, umgesetzt und ausprobiert werden, kann man versuchen, diesen Prozess zu optimieren.

Man kann beispielsweise den „Suchraum“ eingrenzen: Was ist der Status Quo, was wäre das ideale Endresultat und was sind die wirklichen Kernprobleme? Auch in kurzen Iterationen zu arbeiten und sich nicht zu scheuen, frühzeitig abzubrechen („fail early“), sind wichtige Elemente. Und auch eine Klärung des Begriffs ist essenziell. Die Basis für Innovationen ist sicherlich immer eine Idee. Hinzukommen muss, dass diese Idee so in der Realität umgesetzt wird, dass sie funktioniert. Und als dritte Komponente muss eine signifikante Verbesserung gegenüber der Ausgangssituation erreicht werden. Auch eine gut realisierte kreative Idee kann letzten Endes etwas völlig Unnützes sein – und damit keine Innovation.

Hartnäckigkeit und Frustrationstoleranz

Der entscheidende Erfolgsfaktor liegt aber nicht so sehr in der Methodik, sondern in den Eigenschaften der Menschen, die sie anwenden. Wenn es ein Muster gibt, dann hier: Innovatoren sind neugierig und begeisterungsfähig, sie sind Querdenker, fordern den Status Quo heraus und neigen dazu, Dinge einfach auszuprobieren. Noch entscheidender sind aber Fähigkeiten, die man mit Innovation im allgemeinen wenig assoziiert: Hartnäckigkeit und Frustrationstoleranz. Ideen entwickeln, ausprobieren, scheitern, von vorne anfangen. Nicht jeder ist ein Innovator. Nur wer gut suchen kann, wird auch erfinden.

FelixHeimbrecht_SapientNitroZum Autor: Felix Heimbrecht, Director Innovation bei SapientNitro, leitet den Innovationsbereich sowie das Labor „BlackLab“. Der Experte für die Konzeption und Implementierung von digitalen Services hat tiefgreifende Erfahrungen in den Bereichen Mobile und Internet of Things und eine besondere Leidenschaft für Rapid Prototyping.

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