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IAA zeigt Innovationen für den Nahverkehr

Alle zwei Jahre zeichnet die Internationale Automobil-Ausstellung Nutzfahrzeuge (IAA Nutzfahrzeuge) in Hannover ein Stimmungsbild der Transport- und Logistik-Branche. Die Botschaft des Jahres 2010 lautet nach Informationen von Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen, dass die große Krise in der europäischen und amerikanischen Nutzfahrzeugindustrie vorbei ist: Die Märkte schwingen mit weltweit 12,3 Millionen verkauften Produkten auf Wachstumskurs. Und die Branche zeige vom 23. bis 30. September in Hannover mit teilelektrischen und elektrischen Antrieben wichtige Innovationen für den Nahverkehr der Zukunft.

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Im Krisenjahr 2009 sei der Nutzfahrzeugverkauf in Europa einschließlich Russland und Türkei um rund 35 Prozent auf 2,1 Millionen Verkäufe eingebrochen. Seit dem zweiten Quartal 2010 habe eine deutliche Erholung eingesetzt. In Europa werde mit prognostizierten 2,3 Millionen Nutzfahrzeugverkäufen ein Anstieg um knapp neun Prozent erwartet. Auch in Amerika werde mit Nutzfahrzeugen jetzt wieder Geld verdient, über das Gesamtjahr 2010 werde ein Zuwachs von sieben Prozent erreicht.

Gleichzeitig setzt sich nach Dudenhöffers Prognose die dynamische Entwicklung in Asien weiter fort. Nach rund 23 Prozent Wachstum im Krisenjahr 2009 sei in Asien auch im Jahr 2010 mit einem ähnlich hohen Wachstum zu rechnen. Der Weltmarkt für Nutzfahrzeuge werde ganz klar von diesem Kontinent dominiert. Mit Abstand größter Markt für Nutzfahrzeuge sei China mit erwarteten 6,75 Millionen Nutzfahrzeugverkäufen im Jahr 2010 – 55 Prozent aller Verkäufe weltweit. Im Ranking der Länder mit den meisten Nutzfahrzeugverkäufen belegten Japan und Indien die Plätze zwei und drei, die USA liege auf Platz zehn.

Seit dem Jahr 2009 sei Asien nicht nur der größte Markt für Nutzfahrzeuge, sondern es sitze auch der größte Produzent in Asien. Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg stelle China mit dem Unternehmen Beiqi Foton mit 580 000 produzierten Transportern, City-Lastern, Bussen und Lastern den größten Nutzfahrzeughersteller der Welt. An zweiter Stelle habe im Jahr 2009 der bisherige Weltmarktführer Daimler gelegen, doch das Rennen um den ersten Platz werde in diesem Jahr wieder sehr eng. Es entscheide sich erst in den letzten Monaten des Jahres. Daimler sei das einzige Unternehmen unter den fünf größten Nutzfahrzeugherstellern weltweit, das nicht aus Asien komme. Wesentlich schneller als im Pkw-Bereich habe sich damit Asien als neues Zentrum des Nutzfahrzeuggeschäfts herausgebildet.

Neben der Konjunkturentwicklung werden der Untersuchung des CAR-Center Automotive Research zufolge in den nächsten Jahren in der Nutzfahrzeugbranche Produkt-Innovationen einen Wachstumsschub auslösen. Dieselfahrzeuge belasteten in Großstädten wegen ihrer hohen Lärm- und Abgasemissionen die Lebens- und Umweltbedingungen in stärkerem Maße. Deshalb mache es Sinn, dass im städtischen Liefer- und Verteilerverkehr mit Elektrofahrzeugen neue Wege gegangen werden. Elektrotransporter reduzierten bei städtischen Lieferverkehren die Lärmemissionen erheblich und seien abgasfrei. Ferdinand Dudenhöffer: „Mehrere Autohersteller sind deshalb in der Erprobung und Vorserienproduktion von batteriebetriebenen Transportern. Dabei spielen moderne Lithium-Ionen-Stromspeicher eine zentrale Rolle.“

Die Nutzfahrzeughersteller setzten bei der IAA in Hannover Impulse für neue, urbane Transportmittel und zeigten ihre Konzepte für Elektrotransporter. Um die Innovationen schnell zu industrialisieren, sollten deutsche Politiker diese Entwicklung durch entsprechende Rahmenbedingungen forcieren. Dazu würden nicht unbedingt hohe Budgets und Steuergelder benötigt. Verkehrsregelungen, die in Innenstadt-Bezirken elektrischen Nutzfahrzeugen Vorteile gewährten, wirkten stärker und nachhaltiger als die schnelle Verteilung von Steuergeldern. Die deutschen Autobauer Mercedes-Benz und MAN könnten sich beim Thema elektrische Antriebe gut sehen lassen. Im Nutzfahrzeugmarkt sei die deutsche Autoindustrie auf dem Gebiet Elektromobilität besser positioniert als bei den Pkw. Hannover 2010 erzeuge eine doppelt positive Stimmung: Marktaufbruch und Innovationsaufbruch. Eine bessere Botschaft könne man sich nicht wünschen.

www.uni-due.de

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