Suche

Werbeanzeige

Heftige Kritik an Imagekampagne des Ölkonzerns BP

Der Ölkonzern BP hat eine groß angelegte Werbeoffensive angestoßen, um sein schwer angeschlagenes Image wieder zu reparieren. Während das Öl weiterhin aus dem Bohrloch strömt, sollen verschiedene TV-Spots dem Unternehmen dabei helfen, in der Öffentlichkeit wieder an Boden zu gewinnen. In einem ersten Spot entschuldigt sich Konzernchef Tony Hayward persönlich bei allen Betroffenen und verspricht, dass US-Steuerzahler nicht für die Schäden aufkommen müssten. Erste Reaktionen hierauf zeigen jedoch, dass die Kritik an BP weiter zunimmt.

Werbeanzeige

„Die Werbung hat keine nachhaltige Resonanz gefunden“, sagt Ju Young Lee, Wissenschaftlerin bei der Meinungsforschungsfirma Ace Metrix, die eine Konsumentenbefragung zu dem Werbespot durchgeführt hat. Laut dieser Umfrage genießt der BP-Chef aktuell sehr wenig Vertrauen in der Öffentlichkeit. 75 Prozent hätten gesagt, er sei nicht die richtige Person, um BP aus der Katastrophe herauszuführen. Zudem habe eine von fünf befragten Personen angegeben, an der Aufrichtigkeit seiner Aussagen im Zuge des Werbespots zu zweifeln. „Es ist sehr ungünstig, dass Tony Hayward das Gesicht dieser Krise ist“, bestätigt auch James S. O’Rourke, Management-Professor an der Universität Notre Dame. BP habe zu viel Zeit damit vergeudet, hinter Haywards öffentlichen Fehltritten aufzukehren.

Markus Hübner, Geschäftsführer der Agentur Brandflow, verweist auf die eigentliche Intention von Werbung: Aufmerksamkeit für eine Marke generieren. Davon habe BP derzeit mehr als genug, sodass eine Werbeoffensive in der derzeitigen Situation sogar kontraproduktiv sei. „Die Konsumenten erwarten eine rasche Lösung zur Ölkatastrophe und ganz und gar keine werblich transportierten Inhalte.“ Der Konzern habe es leider zu Beginn versäumt, mit einer vorhandenen Strategie zur Krisenkommunikation zeitnah zu reagieren. Zu lange habe es gedauert, bis das Ausmaß dieses Worst-Case-Szenarios wahrgenommen wurde. „Es ist BP zu raten, in Krisenzeiten das Gespräch mit der Öffentlichkeit zu suchen, bevor sich negative Schlagzeilen in den Köpfen manifestieren“, betont Hübner. Vertrauen aufzubauen kann nach Ansicht des Markenexperten dadurch gelingen, dass BP der Öffentlichkeit ein Szenario für die Zukunft gibt, welche Maßnahmen der Konzern langfristig setzt, um derartige Katastrophen zu vermeiden. pte

BP-Werbevideo:
http://bp.concerts.com

Kommunikation

Merkel und die YouTuber bei „#DeineWahl“: die schöne neue Werbewelt für die Kanzlerin

In der Spitze verfolgten etwas über 57.000 Menschen das Live-Interview, das Bundeskanzlerin Angela Merkel vier YouTubern gab. Die jeweils zehnminütigen Gespräche der Kanzlerin mit Itscoleslaw, Alexi Bexi, Ischtar Iksi und MrWissen2go waren unspektakulär. Es ist das Event an sich, das den Gesprächswert schuf und von dem sich alle Beteiligten einen Werbe-Effekt versprechen dürften. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Wechsel des DFB-Sponsoringpartners: Warum Volkswagen noch nicht zum DFB passt

Nach 45 Jahren Partnerschaft zwischen dem Deutschen Fußballbund und Mercedes-Benz und fünf gewonnenen…

Facebook bringt Kleinanzeigen-Plattform Marketplace nach Deutschland

Facebook wird auch in Deutschland ein Stück mehr zum Konkurrenten für Ebay und…

„Adidas erfindet das Marketing neu und macht alles falsch“: Thomas Koch übt Kritik an der Metropolen-Strategie

Adidas setzt im Marketing auf Metropolen und will in sechs Großstädten weltweit Sport-Communitys…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige