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Handys als Triebfeder wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts weltweit

Mobiltelefone sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Dass sie weltweit zum Wirtschaftswachstum beitragen, zeigt die Studie „Mobile Technologien – Digitales Grundgerüst unseres Lebens“, die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) im Auftrag des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation durchgeführt wurde. Doch damit nicht genug: Erstmals konnte gezeigt werden, dass Mobiltelefone auch positive gesellschaftliche Entwicklungen fördern. So unterstützen sie die Demokratisierung, stärken Frauen und erhöhen die Bildungschancen.

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In Deutschland macht die zunehmende Verbreitung von Handys in den Jahren 2010 bis 2012 einen Anteil von 6,3 Prozent des Bruttosozialprodukts (BIP) je Einwohner aus. Das IW Köln hat in der Vodafone-Studie für zehn Länder berechnet, welcher Anteil am Wirtschaftswachstum auf den Handel mit Mobilfunktelefonen zurückgeht. Dabei gingen Industrienationen wie Deutschland, Großbritannien und China ebenso in die Untersuchung mit ein wie einige Schwellenländer; beispielsweise Indien und Ägypten. Deutschland hat unter den Industrieländern den größten Anteil vorzuweisen und laut Autoren der Studie wird die Summe bis 2020 auf rund 752 US-Dollar pro Bundesbürger anwachsen, was einem aktuellen Pro-Kopf-BIP von 1,7 Prozent entspricht. Zudem wird erwartet, dass immer mehr Mobilfunkverträge abgeschlossen werden, so dass im Jahr 2020 auf 100 Bundesbürger schätzungsweise 160 Mobilfunkverträgen kommen werden. Dies entspricht einem Plus von 26 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Damit hat Deutschland unter allen der untersuchten Industrieländer die stärkste Wachstumsprognose für Mobiltelefone.

Mobilfunk-Boom in den Schwellenländern

Durch den vergleichsweise späten Einstieg der Schwellenländern in den Mobiltelefon-Markt erleben die untersuchten Ökonomien nun einen Handy-Boom, der sich positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirkt. In dem Zeitraum zwischen 2010 und 2012 hat der Verkauf von Mobilfunkverträgen allein in Indien und Südafrika rund elf Prozent und in Ägypten sogar fast 20 Prozent zum Wirtschaftswachstum beigetragen. „Bis 2020 ist in allen untersuchten Ländern ein positiver Effekt zu beobachten. Handys bleiben ein signifikanter Wirtschaftsmotor. Nachdem in den vergangenen Jahren jedoch geradezu ein Mobilfunk-Boom zu beobachten war, ist für die Jahre bis 2020 insbesondere in den Entwicklungsländern mit einem Rückgang der Wachstumsbeiträge zu rechnen“, erklärt Dr. Karl Lichtblau, Geschäftsführer des Forschungs- und Beratungsunternehmens IW Consult. „Das ist aber eher ein Normalisierungseffekt, weil die hohen Wachstumsbeiträge in der Einführungsphase des Mobilfunks sich nicht in die Zukunft fortschreiben lassen“, so Lichtblau weiter.

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe

Dass Mobilfunk die Wirtschaft vorantreibt, liegt an mehreren Faktoren: Zum einen eröffnen Mobiltelefone neue Geschäftsfelder und erhöhen die Produktivität von Unternehmen, indem sie die Kommunikation beschleunigen. Gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern führt dies derzeit zu erheblichen Verbesserungen: Bauern können über Mobilfunk aktuelle Marktpreise oder Wetterprognosen abrufen, Bankdienstleistungen können über das Smartphone abgewickelt werden. In Ländern, in denen eine funktionierende Infrastruktur fehlt, verhilft der Mobilfunk so zur wirtschaftlichen Teilhabe. Doch auch die soziale Teilhabe wird durch die Verbreitung von Mobiltelefonen gefördert. So hat die IW Consult diese positiven Auswirkungen erstmals mit ökometrischen Methoden nachgewiesen. Demnach sind Mobiltelefone in Entwicklungsländern häufig die einzige Möglichkeit, sich politisch zu organisieren oder über politische Entwicklungen zu informieren. Neben dem Erleichtern von demokratischen Prozessen, verhelfen Mobiltelefonen Frauen in Entwicklungsländern, sich über Arbeitsmöglichkeiten zu informieren oder medizinischen Rat für ihre Kinder einzuholen. Darüber hinaus wird der emotionale Rückhalt der Frauen durch die vereinfachte Kommunikation über weite Distanzen hinweg gestärkt. Auch zur Verbesserung der Bildungschancen werden Mobiltelefone mittlerweile eingesetzt. So können beispielsweise Mitarbeiter von Entwicklungsprojekten den Bürgern über SMS Informationen zum Ackerbau oder Hygiene zukommen lassen.

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(Vodafone-Institut/vl)

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