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Genuss zuerst Essen und Trinken?

59 Prozent aller befragten Eltern in Deutschland verbinden mit Genuss ganz spontan "Essen und Trinken". Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie befragte bundesweit 1 017 Eltern mit Kindern zum Thema "Genuss".

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„Dass die Befragten `Essen und Trinken´ gegenüber anderen Genussaspekten so überdeutlich herausstellen, ist auf den ersten Blick nicht in Einklang zu bringen mit anderen uns bekannten Untersuchungen“, kommentiert Dr. Rainer Lutz, Psychologe und Genussforscher an der Philipps-Universität Marburg. Dass „Essen und Trinken“ plötzlich so hoch in der Gunst der Befragten rangiere, schreibt Lutz vor allem gegenwärtigen Trends zu: „Noch nie zuvor erfolgte in Deutschland eine vergleichbare Exposition von `Essen und Trinken´ als Genussevent. Allein im Fernsehen jage eine Kochshow die nächste. Man könne von einer zeitgeistgerechten Prägung sprechen, wenn sich Deutsche nach ihren Genussfavoriten befragt mehrheitlich spontan für `Essen und Trinken´ begeistern“, erklärt Lutz.

Problematischer sieht der Forscher und Therapeut die derzeitige gesellschaftliche Diskussion zum Thema „gesunde
Ernährung“, die sich auf rein rationale Komponenten reduziere: „Da redet niemand mehr über das Genießen. Essen wird völlig versachlicht. Ich sage voraus, dass dieser Versuch ins Leere laufen wird. Schließlich wissen wir aus der Psychologie, dass Genussverbote Verstärker für krankhafte Entwicklungen sind.“ Und Essen ohne Emotionen gebe es ohnehin nicht.

Auf die offene Frage: „Was ist für Sie Genuss?“ antwortete lediglich ein Drittel der deutschen Eltern: „Urlaub“. „Ruhe, Entspannung oder nichts tun“ landete mit 14 Prozent auf Platz drei. „Keine Sorgen haben, Wohlbefinden oder Glück“ nannte nur jeder Siebte und „Zeit mit der Familie verbringen“ äußerte nur jeder Zehnte. „Draußen sein“ ist für 7 Prozent der Eltern Genuss, gefolgt von „Lesen“ (6 Prozent), „Freunde treffen“ (5 Prozent), „Etwas besichtigen“ (4 Prozent), „Musik machen oder hören“ (3 Prozent) und „Sport“ mit 2 Prozent.

In einer weiteren Runde mit geschlossenen, stützenden Fragen zeigten sich die Eltern beim Genuss durchaus vielfältiger. Abgefragt wurden zehn verschiedene Statements von: „Ich genieße es, mich zu bewegen oder sportlich zu betätigen“ über „Es ist für mich ein richtiger Genuss, Zeit mit meiner Familie und meinen Kindern zu verbringen“ bis hin zu „Ich genieße es, ein gutes Buch zu lesen“. Abseits von „Essen und Trinken“ nimmt bei den Befragten die „Zeit mit der Familie und den Kindern“ den ersten Platz ein (98 Prozent Zustimmung). Auf Platz zwei rangiert die „Zeit, die die Erwachsenen gern mit ihren Freunden zusammen sind“ (96 Prozent). An dritter Stelle reiht sich „der Genuss einer selbst eingerichteten Ruhepause“ ein (92 Prozent).

Für die Studie befragte TNS Emnid 1 017 Eltern mit Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren. Anlass war die Frage, wie Genuss im Familienverbund gelebt und eingestuft wird. Der definierte Altersausschnitt für Kinder ergibt sich aus der Erkenntnis, dass die Kleinen in der Regel erst ab fünf Jahren in der Lage sind, Genuss klar zu artikulieren und über Genussempfindungen zu sprechen. Die vorliegende Veröffentlichung ist Teil eins von drei Veröffentlichungen des BDSI Genuss-O-Meters 2007.

www.tns-emnid.de

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