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Games werden zunehmend zur Konkurrenz für klassische Medien

Games werden in Sachen Werbung immer mehr zur Konkurrenz für klassische Medien. Wegen der Popularität von Computer- und Konsolenspielen setzen Unternehmen und Agenturen verstärkt auf diese Art den Konsumenten zu erreichen, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Mittwoch.

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Zwar ist der Anteil der Game-Werbung am gesamten Werbekuchen noch sehr klein, der Trend kommt aber für Printmedien und Fernsehen zur denkbar ungünstigsten Zeit. Sie müssen nach wie vor um jeden Werbedollar kämpfen. „Männer zwischen 18 und 35 Jahren sehen weniger fern und spielen mehr, das ist eine Tatsache“, zitiert das WSJ Joel Schlader, Spezialist für interaktives Marketing und Games beim Automobilhersteller Daimler-Chrysler.

Die Effektivität von Game-Werbung sei „schockierend“, so Schlader weiter. Daimler-Chrysler habe bei der Vermarktung des Jeep Wrangler Rubicon äußerst positive Erfahrungen gesammelt. Die Produktion des Games „Jeep 4×4: Trail of Life“ sei relativ kostengünstig gewesen. Innerhalb von sechs Monaten haben sich 250 000 User das Game aus dem Web geladen und ihre Namen und E-Mail-Adressen angegeben. 40 Prozent dieser User haben eine Kauf des Jeeps in Erwägung gezogen. Hunderte Wrangler Rubicons seien an Leute verkauft worden, die das Game gespielt haben. Auch die US Army feiert Erfolge mit dem PC-Game „America’s Army“, das gratis auf CD-ROM verteilt wird.

Unternehmen und Agenturen haben den Trend zum Game erkannt und drängen mit ihren Marken in die Spiele. Die Publicis-Tochter Starcom hat laut WSJ bereits im vergangenen Jahr als erste große Agentur eine eigene Abteilung für Game-Werbung geschaffen. Young & Rubicam, eine Tochter der WPP Group, hat ähnliche Pläne angekündigt. Den Game-Produzenten haben noch vor wenigen Jahren für die Nutzung einer Marke in ihren Spielen bezahlen müssen. Nun ist Werbung eine zusätzliche Einnahmequelle. Electronic Arts, größter Hersteller von Game-Software, erwartet laut WSJ in diesem Jahr rund sieben Mio. Dollar an Werbeeinnahmen, eine Steigerung von 60 Prozent im Vergleich zu 2003.

Activision kommt laut WSJ auf Werbeeinnahmen von rund einer Mio. Dollar. Die Game-Produzenten betrachten ihre neue Einnahmequelle jedoch mit Skepsis. Werbung und das Platzieren von Produkten in einem Game könne nicht beliebig gesteigert werden. Dafür habe der Konsument bei den derzeitigen Preisen für Spiele kein Verständnis. Die Werbung werde nur bis zu einer bestimmten Grenze auch akzeptiert, so die Vertreter der Softwareschmieden. pte

www.wsj.com

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