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Fernsehzuschauer bevorzugen national produzierte Programme

Das Fernsehen baut europaweit seine Rolle als Freizeitmedium aus. Trotz zunehmender Nutzung des Internets steigt die TV-Sehdauer. Während der durchschnittliche Westeuropäer vor zehn Jahren 196 Minuten pro Tag fernsah, waren es im vergangenen Jahr bereits 221, in Deutschland sogar 225 Minuten. Die IP Gesellschaften in Europa und RTL Group veröffentlichen „Television – International Key Facts”.

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Auf mehr als 450 Seiten präsentiert „Television 2005“ Fakten zu rund 900 TV-Kanälen in Europa, Japan und den USA. Der Studie zufolge sind die Spitzenreiter im TV-Konsum Griechenland (256), Italien (250) und Spanien (228). Die Zuwächse in der TV-Nutzung finden vorwiegend in der Access-Prime-Time von 17.00 bis 20.00 Uhr statt. Dabei genießen TV-Serien offenbar weltweit eine Renaissance: Während die Zuschauer jedoch bei Spielfilmen dem Herkunftsland kaum Bedeutung beimessen, bevorzugen sie bei Serien Produktionen aus dem eigenen Land: In über zwanzig Prozent der analysierten Märkte bestehen die Serien-Top-10 ausschließlich aus nationalen Produktionen.

Speziell für Deutschland stellt die Studie fest, dass die steigende Zahl digital verbreiteter Spartenkanäle keine Gefahr für die großen Privatsender darstellt. Deutschland verfügte bereits Mitte der neunziger Jahre mit mehr als dreißig frei empfangbaren Kanälen über eine Angebotsvielfalt, die einige Nachbarländern erst heute erreichen. Wie die Studie weiterhin zeigt, sind die TV-Märkte immer noch kaum fragmentiert: In Norwegen und Portugal vereinen drei TV-Kanäle siebzig Prozent des Zuschauermarkts – und selbst in Deutschland und in den Niederlanden, den Märkten mit der größten Programmauswahl in Europa, erreichen Werbungtreibende über die vier größten Sender mehr als die Hälfte der erwachsenen Zuschauer.

Interessierte können die Studie gegen eine Schutzgebühr von 250 Euro bestellen.

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