Suche

Werbeanzeige

Facebook feuert Yoga-Lehrerin nach Smartphone-Verbot

Facebook hat eine Yoga-Lehrerin gefeuert, weil sie darauf bestanden hatte, dass ihre Schüler während des Yoga-Unterrichts nicht an ihr Handy gehen. Ihre Meinung, das könne eine halbe Stunde warten, wird von Facebook weder geliked noch geteilt.

Werbeanzeige

Von Anne-Kathrin Keller

Seit Jahren begann Alice van Ness ihre Yogaklassen mit der Bitte, dass die Teilnehmer ihr Handy während der Kurse ausschalten sollten. Dieser Regel folgte sie auch, als sie im März begann, für Facebook einmal pro Woche einen Kurs auf dem Unternehmensgelände abzuhalten. Dort kam ihre Regel gar nicht gut an und endete schließlich mit dem Rausschmiss für van Ness im vergangenen Monat. Dies berichtete der San Francisco Chronicle Anfang dieser Woche.

In ihrer Onlineausgabe schildert die Tageszeitung den Vorfall wie folgt: Wie immer bat van Ness zu Beginn der Yogaklasse ihre Teilnehmer, ihr Handy auszuschalten. Dennoch tippte eine Teilnehmerin aus der vordersten Reihe während der Übungen auf ihrem Smartphone. Van Ness warf ihr einen missbilligenden Blick zu. Die Teilnehmerin verließ den Raum, schrieb ihre Mail und beschwerte sich beim Vorgesetzten von Alice van Ness. Das reichte dem Fitnessanbieter, für den van Ness arbeitete, ihr die Kündigung auszusprechen. Schließlich sei einem Facebookmitarbeiter gegenüber Nein zu sagen, ein „No go“, schreibt der San Francisco Chronicle.

„Das ist nur Facebook – kann das nicht warten?“

„Wir wollen unseren Kunden den besten Service bieten. Solange uns ein Kunde nicht darum bittet, ‚Nein‘ zu etwas zu sagen, bevorzugen wir stets ‚Ja‘ zu sagen.“ So heißt es – laut San Francisco Chronicle – im Kündigungsschreiben des Unternehmens Plus One Health Management.

Van Ness verlor nicht nur den Job bei Facebook, sondern auch einen Auftrag von Cisco. Dennoch bleibt sie bei ihrer Einstellung. „Das ist nur Facebook. Wir sprechen hier nicht über die amerikanische Regierung. Wir sprechen über Facebook. Kann das nicht eine halbe Stunde warten?“, wird sie in der Tageszeitung zitiert.

Anscheinend nicht bei Facebook. Hier haben schnelle Posts, Likes und Shares Priorität vor erholten, entspannten und gesunden Mitarbeitern. Sowohl Facebook als auch Plus One Health Management seien für keine Stellungnahme bereit gewesen, schreibt der San Francisco Chronicle. Und das, obwohl Facebook-Mitarbeiter immer erreichbar sind – egal ob am Schreibtisch, in der Yoga-Klasse oder jeder anderen Lebenssituation.

Kommunikation

Agilität in Unternehmen: Echte Strategie oder reine Kosmetik?

Das bloße Streben nach Agilität reicht nicht aus, um Strategien in Unternehmen erfolgreicher umsetzen zu können. Ohne die feste Verwurzelung von Agilität in der Kultur des Unternehmens wird Agilität nicht nur nutzlos, sondern darüber hinaus zur Ausrede für Scheitern, Konfusion und unbedeutende Veränderung. Drei Dinge lassen Agilität zum bloßen Accessoire werden: Der Mangel an Überzeugung, Mut und Fokus. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

„Ohne Vielfalt ziemlich langweilig“: Warum Edeka ausländische Ware aus den Regalen verbannt

Eine Edeka-Filiale in der HafenCity zeigt, warum Rassismus keinen Platz in ihren Filialen…

Die elf wichtigsten Fähigkeiten, die ein Social-Media-Redakteur im Jahr 2017 haben muss

Nicht selten entscheiden mittlerweile Social-Media-Redakteure über Erfolg oder Misserfolg einzelner Stücke. So wichtig…

„Air Berlin wächst wieder“: Die Katastrophenkommunikation der Airline vor der Pleite

Air Berlin in der Krise: Die verlustreiche Gesellschaft musste diese Woche Insolvenz anmelden,…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige