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Discounter legen beim Verkauf von Bioprodukten zu

Wenn deutsche Biokunden auf Qualität achten, geben sie vor allem Lebensmitteln aus dem Naturkostfachhandel den Vorzug. Dennoch kauft die Mehrheit der Verbraucher ihre Bioprodukte eher in Supermärkten und Discountern.

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Dies geht aus dem Ökobarometer 2008 des Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hervor. Danach gibt knapp die Hälfte aller Befragten an, hinsichtlich Qualität und Erfüllung der strengen Kriterien des Ökolandbaus vor allem Lebensmitteln aus Naturkostfachgeschäften (46 Prozent), Reformhäusern (37 Prozent), Biometzgereien (49 Prozent) und Biobäckereien (45 Prozent) zu vertrauen.

Konventionelle Supermärkte (10 Prozent) und Discounter (8 Prozent) belegen hier nur hintere Plätze. Das Kaufverhalten spiegelt diese Einschätzung jedoch nicht wieder. Bei der Frage nach dem bevorzugten Ort für den Kauf von Biolebensmitteln belegen die konventionellen Supermärkte mit 77 Prozent eindeutig den Spitzenplatz. Neu auf Platz zwei mit nun 62 Prozent liegen die Discounter. Sie konnten ihren Wert innerhalb eines Jahres um 8 Prozentpunkte steigern. Die erstmalig spezifisch erfassten Biosupermärkte kommen auf einen Wert von 19 Prozentpunkten.

Die möglichen Gründe für die Diskrepanz zwischen Einschätzung und Einkauf seien vielfältig, erklären die Forscher. Angesichts der insgesamt schlechter werdenden Konsumstimmung würden viele Biokunden offenbar verstärkt zu günstigeren Bioprodukten greifen. Dass viele Supermärkte und Discounter ihre Biosortimente in letzter Zeit deutlich ausgebaut haben, könne ein weiterer Grund sein. Als Folge nähmen offenbar immer mehr Verbraucher die Möglichkeit wahr, konventionell und ökologisch erzeugte Produkte bequem in einem Geschäft zu erwerben.

Für einen Teil der Biokunden spiele darüber hinaus eine Rolle, dass die verbreiteten Supermärkte und Discounter vielfach schneller zu erreichen seien, als Naturkostfachgeschäfte. Hinzu käme, dass die strengen rechtlichen Auflagen für alle in Deutschland angebotenen Biolebensmittel gelten. Wichtigster Aspekt beim Kauf von Biolebensmitteln ist für 66 Prozent der Befragten die Vermeidung von Rückständen chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel. Für 64 Prozent sind die optimale Frische und Qualität der Waren ausschlaggebend.

Für die repräsentative Studie befragte TNS Emnid Ende Oktober 2008 rund 1 000 Bundesbürger ab 14 Jahren zu ihrem Konsumverhalten bei Biolebensmitteln.

www.oekolandbau.de

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