Direktvertrieb will weitere Verkaufskanäle einbeziehen

Vertrieb „Wir sehen den Direktvertrieb als eine ideale Ergänzung zum Internethandel und arbeiten mit unseren Mitgliedern an der Ausgestaltung von neuen, integralen Multi-Channel-Strategien“, sagt Jochen Acker, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD). Laut einer aktuellen Studie des Verbandes in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen TNS Infratest wünschen 640 von 1 000 befragten Konsumenten integrierte Vertriebskonzepte für den persönlichen Einkauf.

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Aus Konsumentensicht verliert der Einzelhandel in Zukunft an Attraktivität. So schätzen der Studie zufolge heute 89 Prozent der befragten Verbraucher ab 14 Jahren die Bedeutung des Einzelhandels als sehr wichtig oder wichtig ein. Zukünftig sind es nur noch 62 Prozent, was einem Bedeutungsverlust in Saldo von 27 Prozent bedeutet. Gewinnen wird Online – sowohl E-Commerce als auch Mobile Commerce. Diese Kanäle schätzen heute 37 Prozent als sehr wichtig und wichtig ein, zukünftig werden es 57 Prozent sein – ein Bedeutungszuwachs von 20 Prozent. Zu den „Gewinnern“ zählen laut BDD auch die Direktvertriebsformen: Der Verkäufer in der Wohnung und Verkaufsveranstaltungen bei Freunden steigen aus Sicht der Verbraucher mit plus 15 und plus 19 Prozent in der Gunst der Konsumenten.

Sehnsucht nach persönlicher Beratung

„Diese Zahlen sind für mich wenig überraschend“, kommentiert Jens Krüger, Geschäftsführer bei TNS Infratest, das Ergebnis. „Bei einer zukünftig weiter zunehmenden Ausdünnung des Einzelhandels insbesondere in ländlichen Regionen bleibt weiterhin die Sehnsucht nach Erlebnis, Beratung und auch Austausch. Dieses Bedürfnis erfüllt der Direktvertrieb.“ Dies belegen auch die von den Befragten vorgenommenen Bewertungen zu den unterschiedlichen Vertriebskanälen. Während das Internet als „zeitsparend“ (66 Prozent), „bequem“ (70 Prozent) und „funktional“ (58 Prozent) eingeschätzt wird, werden direkte Vertriebsformen wie eine Verkaufsparty als „kommunikativ“ (54 Prozent), „persönlich“ (51 Prozent) und „echt“ (53 Prozent) erlebt. Besonders ausgeprägt war diese Wahrnehmung bei der Käuferschicht der unter 40-Jährigen.

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