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Die Mannschaft und Der Chef: Was Manager von Jogi Löw lernen können

Kann gute Führung: Jogi Löw hält sein Team zusammen

Wer ein erfolgreiches Unternehmen führen will, braucht eine Vision – und sollte diese mit den Mitarbeitern teilen. Denn nur durch Teamarbeit und das richtige Maß an Motivation kann eine Vision auch Wirklichkeit werden. Allzu vielen Managern fällt das schwer. Sie könnten sich von Joachim Löw einiges abgucken.

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Ein Kommentar von Franz-Rudolf Esch

Viele Top-Manager hängen ihre Mitarbeiter ab, statt sie zu Mitstreitern für die Sache zu machen. Eine Befragung von Stephen Covey bei 23 000 Mitarbeitern wartet mit ernüchternden Ergebnissen auf: Nur 37 Prozent der Mitarbeiter hatten ein klares Verständnis davon, was die Ziele des Unternehmens sind. Es kommt noch schlimmer. Nur einer von fünf Mitarbeitern zeigte sich begeistert von diesen Zielen, und wiederum nur einer von fünf konnte eine Beziehung zwischen seinen Aufgaben und den Zielen des Unternehmens herstellen. Wo soll da die Motivation herkommen, sich für ein Unternehmen ins Zeug zu legen?

Stellen Sie sich vor, die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft würde ähnliche Ergebnisse aufweisen. Das würde bedeuten, dass nur vier der elf Spieler wüssten, welches Tor ihres ist. Nur zwei von elf Spielern würde das auch tatsächlich interessieren, und wiederum nur zwei der elf Spieler wüssten, auf welcher Position sie spielen sollen. Glauben Sie, dass ein Team unter solchen Umständen ein Spiel gewinnen kann? Wahrscheinlich hätte Jérôme Boateng den Ball ins Tor geschosssen, statt ihn in artistischer Manier auf der Torlinie abzuwehren.

Wie also schafft Jogi Löw das? Wie hält er seine Mannschaft zusammen, auf eine Vision, auf ein Ziel fokussiert? Und was können Manager davon lernen?

  1. Jogi Löw schwört sein Team auf ein großes Ziel ein. Er zeichnet ein klares und lebendiges Bild, wie es sich anfühlt, das Ziel zu erreichen.

  2. Jogi Löw entwickelt einen klaren Schlachtplan. Basis dafür sind die Spieler, die er zur Verfügung stehen hat.

  3. Er schafft bei den Spielern Commitment für das große Ziel. Jeder kennt seinen eigenen Beitrag zum Ziel und weiß, wie wichtig er ist.

  4. Jogi Löw formt ein Team. Er weiß, dass man nur gemeinsam gewinnen kann. Jeder Einzelne reißt sich für das Team ein Bein aus, aber jeder Einzelne tritt auch hinter dem Team zurück. Jeder kennt seine Rolle im Team.

  5. Jogi Löw weiß, was er will, aber er ist nicht dogmatisch. Er hört auf seine Führungsspieler und bezieht diese in den Schlachtplan mit ein.

Löw schafft es, die Spieler und das gesamte Team hinter ein großes Ziel zu bringen und in kürzester Zeit eine schlagkräftige Einheit zu schmieden. Eine gemeinsame Vision hilft dabei. Sie muss in einzelne Ziele und Strategien runtergebrochen werden; verantwortliche Manager und Mitarbeiter müssen von Betroffenen zu Beteiligten werden.

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