Suche

Werbeanzeige

Die digitale Technik verändert die Marketing-Kommunikation

Die besondere Qualtät der digitalen Medien, insbesondere ihre interaktiven Möglichkeiten, führen bei einer wachsenden Zahl von Konsumenten zu einer neuen Einstellung gegenüber Werbebotschaften. Der Gesamtverband der Kommunikationsgenturen (GWA) will mit sieben Thesen die Diskussion anregen.

Werbeanzeige

Wie der Branchenverband in einem aktuellen Thesenpapier erklärt, ändern sich mit der besonderen Eigenart der digitalen Medien auch die Methoden des Marketings, und mit ihnen der Agentur- und Werbemarkt an sich. Je mehr das Internet in die alltägliche Mediennutzung der Verbraucher Einzug halte, desto wichtiger und stärker werde dieser Trend.

Eine aktuelle Umfrage im Sommer 2006 habe gezeigt, dass Werbeagenturen die Notwendigkeit, umzudenken, sehr unterschiedlich einschätzen. Mit sieben Thesen wollen die Autoren Michael Frank, Geschäftsführer Plan.net Gruppe, Andreas Gahlert, Geschäftsführer Neue Digitale, Hans-Werner Klein, Executive Director Publishing MRM Worldwide, Martin Nitsche, CEO Proximity Germany, Thomas Strerath, CEO OgilvyOne worldwide – Germany und Dr. Henning von Vieregge, Hauptgeschäftsführer GWA, die Diskussion anregen:

  1. „Digital“ ist keine Technik, sondern ein Konzept. Oder: Warum es nicht um Technologie geht, sondern um neue Formen der Kommunikation. Bei der digitalen Marketing-Kommunikation steht nicht mehr die Plattform im Vordergrund, sondern mehr und mehr das intelligente, alle Kanäle umfassende Konzept. Eine Aufgabe für Spezialisten mit weitem Horizont.
  2. Der Konsument führt. Oder: Wie interaktive Kommunikation Marken verändert. Interaktives Marketing ist kein Kampagnengeschäft sondern eine permanente Anstrengung, von der der Konsument erwartet, dass sie sich immer noch steigert. Er selber steuert die Auseinandersetzung mit der Marke. Fazit: Die digitalen Kanäle erfordern ein Umdenken bei Unternehmen und Werbeagenturen. Der Konsument wird zum Zentrum der Marketingaktivitäten – von der früher passiven Rolle „übernimmt“ er im Internet die Kontrolle und ildet „Communities“ zum Erfahrungsaustausch. Nur die kontinuierliche Anpassung an aktuelle Entwicklungen und die strenge Überwachung der Einhaltung der Markenwerte stellen sicher, dass eine Marke im Internet und darüber hinaus Erfolg hat.
  3. Das Ende der Kampagne ist nicht der Schluss. Oder: Werbung wandelt sich zu einem Dialog über den ganzen Lebenszyklus hinweg. Interaktives Marketing ist kein Kampagnengeschäft sondern eine permanente Anstrengung, von der der Konsument erwartet, dass sie sich immer noch steigert. Er selber steuert die Auseinandersetzung mit der Marke.
  4. Online killt nicht Klassik. Oder: Das Märchen vom Niedergang der Print-Anzeigen und Fernseh-Spots. An Stelle einer Rivalität zwischen „Klassik“ und „Online“ muss ein gut abgestimmtes Miteinander treten. Mit einer größeren Bandbreite gewinnt Werbekommunikation eine neue Dimension und die Chance zu völlig neuer Qualität.
  5. Die ‚Line’ muss weg! Oder: Warum die alte Rangordnung der Disziplinen obsolet geworden ist. Wer seine Kommunikationsmaßnahmen auf nur einen einzigen Kanal beschränkt, wird in Zukunft einen wachsenden Teil der Konsumenten immer weniger erreichen. Entscheidend ist in vielen Fällen die klug abgestimmte Mischung der Kanäle und die Wahl des richtigen „Führungsmediums“ für Marke und Produkt.
  6. Nicht ohne Kalibrierung! Oder: Warum es kein Patentrezept für interaktives Marketing gibt. Digitale Kommunikation enthält kein Patentrezept und ist keineswegs für alle Marken & Märkte geeignet. Es gewinnt stets die Lösung, die am besten auf den Konsumenten und die Marke über den ganzen Lebenszyklus hinweg angepasst ist.
  7. Die Menge alleine sagt nichts aus. Oder: Warum der Erfolg digitaler Kommunikation nicht nur an quantitativen Ergebnissen gemessen werden sollte. Bei der Beurteilung von Erfolg oder Nicht-Erfolg einer Kommu-nikationsmaßnahme müssen beim Interaktiven Marketing neue Maßstäbe angelegt werden. Noch immer fehlt hier eine allgemein akzeptierte „Währung“. Diese darf nicht alleine in quantitativen Größen liegen, sondern muss Qualität und Nachhaltigkeit des interaktiven Dialogs mit einbeziehen.

Interessierte können das vollständige Thesenpapier unter www.gwa.de abrufen.

Digital

Debatte um Digital-Dominanz: Sollten Amazon, Google und Facebook aufgespalten werden?

Es ist ohne jede Frage die Dekade der digitalen Champions: Die Internet-Platzhirsche Google, Amazon und Facebook beherrschen zusammen mit den beiden Tech-Pionieren Apple und Microsoft die Börsen- und Wirtschaftswelt seit Jahren. Doch die Machtkonzentration führt inzwischen zu Problemen für Wirtschaft und Gesellschaft. Marketing-Professor Scott Galloway eröffnet daher die Debatte über eine Aufspaltung der De-facto-Monopolisten.  mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Die Lufthansa verspottet den FC Bayern auf Twitter, nachdem der deutsche Rekordmeister künftig für Qatar Airways wirbt

Adidas, die Allianz, Audi, die Deutsche Telekom, Lufthansa, Siemens, SAP: Die Werbepartner des…

Editorial zur Jubiläumsausgabe der absatzwirtschaft 03/2018: Halten Sie durch!

Sich nicht ablenken zu lassen und eine Sache erfolgreich zu Ende zu führen,…

Von Philips über die FDP bis hin zur Elbphilharmonie: Das sind die Finalisten des Marken-Award 2018

Die Jury des Marken-Awards 2018 kam zusammen, um die Bewerber zu begutachten und…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige