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„Der Titel ist Provokation, um nicht zu sagen ein wenig dekadent“

GMG Deutschland verfolgt ein ambitioniertes Konzept: Der Veranstalter will Anbieter von Luxusprodukten in München zur "Millionaire Fair" zusammenbringen. absatzwirtschaft-online sprach mit Geschäftsführer Klaas Obma über das Konzept, dessen Eventcharakter, und den Anspruch „The World´s Leading Luxury Fair“ zu sein.

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Herr Obma, sie sind Geschäftsführer bei GMG Deutschland, einem Unternehmen, das in vier Wochen die Millionaire Fair in München veranstaltet. Der Name lässt schon viel Luxus erwarten. Was genau ist Ihr Konzept und wer sind Ihre Zielgruppen?

KLAAS OBMA: Das Konzept ist bereits vor acht Jahren entstanden. Der Initiator ist Yves Gijrath, Eigentümer und Präsident der gleichnamigen niederländischen Verlagsgruppe GMG BV (Gijrath Medien Group). Das von ihm gerade neu auf den Markt gebrachte Luxusmagazin „Miljonair“ war in Holland auf Anhieb so erfolgreich, dass er auf die Idee kam, daraus eine Luxusmesse mit demselben Namen ins Leben zu rufen. 2002 fand dann die erste Messe statt. Man muß sich das vorstellen: so etwas im „Fahrrad fahrenden“ Holland, wo die Leute sehr bodenständig sind. Luxus wird nicht so zur Schau gestellt – eher Understatement ist angesagt. Und wie es manchmal so passiert: Aus einer verrückten Idee war Wirklichkeit geworden und das sogar noch sehr erfolgreich.

So erfolgreich, dass GMG das Konzept exportiert?

KLAAS OBMA: Der Sprung ins Ausland war sozusagen vorprogrammiert. Nach dem Erfolg in Amsterdam wurde dann 2005 – auf Betreiben eines Medienmoguls – in Moskau die erste internationale Messe organisiert. Diese Messe schlug alle Rekorde und machte die Millionaire Fair weltberühmt. Das Konzept ist schnell auf einen Nenner zu bringen: Viele unterschiedliche Anbieter von Luxusprodukten kommen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort zusammen.

Wie wichtig ist der Branchemix?

KLAAS OBMA: Der ist sehr wichtig. Für jeden Besucher muss etwas dabei sein. Die Millionaire Fair ist keine Messe, sie ist ein Event. Stellen Sie sich vor, Sie betreten über den traditionellen roten Teppich eine Atmosphäre, die mit einer nüchternen Messehalle nichts mehr zu tun hat. Alle Wände sind mit schwarzen Stoffen abgehängt. Jeder Stand ist ein visuelles Erlebnis. Sie tauchen ein in eine Scheinwelt voller Glitzer und Glamour, die es in dieser geballten Form nirgendwo sonst zu finden ist.

Ihre Zielgruppen sind offenbar nicht die oberen Zehntausend. Setzen Sie vielleicht eher auf die Zugkraft des Labels „Millionaire Fair“?

KLAAS OBMA: Der Titel ist zunächst „Provokation“, um nicht zu sagen ein wenig dekadent. Aber wenn Sie heute die „Millionaire Fair“ erwähnen, kommt sofort die Assoziation – meist durch Moskau, weil darüber in den Medien so viel berichtet wurde – mit Luxus, Wünschen und auch Träumen. Und, wer wollte nicht gerne mal Millionäre sein. Natürlich ist unsere Zielgruppe damit auch viel breiter gefächert. Mit der Zusammenstellung und Vielfalt der Marken und Produkte spricht die Messe eine große Gruppe von Menschen an, die den Luxus erleben, sehen und fühlen und nicht zuletzt einen Tag in dieser Atmosphäre genießen wollen.

Die Millionaire Fair ist in diesem Jahr auch in Istanbul, in Shanghai, in Moskau und in Amsterdam. Für 2009 sollen weitere Großstädte auf dem Programm stehen. Schöpfen Sie sozusagen die Kaufkraft der Metropolen ab?

KLAAS OBMA: Obwohl unsere Weltwirtschaft in einem – lassen Sie mich es salopp nennen – „tiefen Loch“ steckt, gibt es auf der anderen Seite eine große Nachfrage nach Luxusgütern. Speziell von denjenigen, die es sich nach wie vor oder jetzt erst recht leisten können. Ihre Zahl nimmt sogar immer mehr zu. Für 2009 stehen Großstädte wie beispielsweise New Delhi auf dem Programm und natürlich auch wieder die Millionaire Fair München 2009. Es kommen ständig weitere Anfragen aus allen möglichen Ländern. Entweder, um das Konzept zu übernehmen oder die Messe gemeinsam mit GMG in dem jeweiligen Land zu organisieren.

Bei dem Projekt arbeitet GMG Deutschland mit der Gijrath Media Group in Amsterdam zusammen. Wie sieht Ihre Kooperation aus?

KLAAS OBMA: GMG Deutschland und Gijrath Medien Group sind Partner. Das hat für uns den großen Vorteil, dass wir bei der Zusammenarbeit erheblich von den Erfahrungen und dem Knowhow profitieren, das unsere holländischen Kollegen über die Jahre bei 15 Messen gesammelt haben.

Sie versprechen den Besuchern Edelkarossen wie Aston Martin, Maserati, Lamborghini und Ferrari, High-Tech-Geräte, Luxusreisen, Luxusvillen und Yachten. Sind Sie sicher, dass die Zielgruppe dieser Produkte auch Besucher Ihrer Messe werden? Was unternehmen Sie, um dies sicherzustellen?

KLAAS OBMA: Wie schon angedeutet, sprechen wir nicht nur die Bevölkerungsgruppe an, die sich einen Aston Martin, Ferrari oder Lamborghini kaufen können. Mich würde mal interessieren, wer beim Anblick solcher edlen Autos nicht stehen bleibt oder sich auch mal gerne reinsetzen würde. Wir rechnen mit denjenigen, die es sich leisten können, solch ein Auto zu fahren, aber auch mit anderen Besuchern. Um die Messe für ein breites Publikum attraktiv zu machen, führen wie eine Menge an Werbemaßnahmen vor Ort durch. Allerdings erst nach dem Oktoberfest – ich glaube, erst dann sind die Menschen wieder frei, Neues aufzunehmen.

Mit welchen Aktionen machen Sie auf sich aufmerksam?

KLAAS OBMA: Wir werden zum Beispiel in den nächsten drei Wochen mit „mobilen Plakaten“ durch die Stadt fahren. Oder vier Mädchen, die dem Motiv der diesjährigen Millionaire Fair entsprechend gestylt sind, fahren mit einer Limousine durch München und steigen an bestimmten Orten aus, wo viel Publikum ist, an der Oper, am Schauspielhaus, in der Maximilianstraße, in den Shopping-Arkaden, um Flyer zu verteilen. Feinkost Käfer wird jedem Kunden eine Visitenkarte der Millionaire Fair mitgeben. In vielen Hochglanz-Magazinen wird in den nächsten zwei Wochen über die Millionaire Fair berichtet. Außerdem haben wir Kooperationen mit der Süddeutschen Zeitung und dem Münchener Abendblatt.

Sie positionieren die Ausstellung als „The World’s Leading Luxury Fair“. Ist das nicht sehr ambitioniert?

KLAAS OBMA: Es gibt zwar viele Luxusmessen weltweit, aber keine Messe, die in dieser geballten Form und in dieser Vielfalt die unterschiedlichsten Luxusprodukte präsentiert. Sie finden auf der Millionaire Fair sowohl die großen Motor-Yachten als auch Luxus-Immobilien, Traumreisen, ein Wohnmobil, in dessen Heck ein Kleinwagen passt, Kunst, Skurriles – wie vergoldete Zigarren, Juwelen und Diamanten, und vieles andere. Zur Millionaire Fair gehört natürlich auch ein exklusives Catering: Feinkost Käfer und Caviarhouse sind eine Garantie, für einen schönen Tag auf der Messe. Auch wenn´s für den Ferrari oder die feinen Brillanten von Gassan Diamonds nicht reicht. Das Gespräch führte Irmtrud Munkelt

www.millionaire-fair.de

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