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Der E-Scooter wird zum Elektro-Hype: Wie Sie den Hipster in Ihrer Firma bald direkt erkennen

Bald werden sie auch durch deutsche Stadtgebiete wuseln: E-Scooter. Sie könnten der nächste Mobility-Trend bei jungen Leuten werden – weil sie beim Weg ins Büro etliche Vorteile bieten. Noch haben sie in Deutschland keine Straßenzulassung. Das wird sich im kommenden Jahr ändern. Und etliche Hersteller stehen bereits in Wartestellung.

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Der Hype wird kommen, da sind sich einige deutsche Unternehmer bereits sicher. Nur wie lange er hält, ist fraglich. E-Scooter, elektrobetriebene Tretroller, könnten schon bald deutsche Städte erobern. Die Bundesregierung arbeitet an einer Verordnung, um ihren Betrieb zu erlauben. Insbesondere für junge Geschäftsleute dürfte der Stadtflitzer attraktiv sein – ist er doch erheblich wendiger in den Straßen als ein Auto und weniger schweißtreibend als das Fahrrad. Einmal angestoßen können die Tretroller um die 25 Km/h fahren und das, je nach Tempo, 15 bis 20 Kilometer weit.

Wenn das Fahrrad zu anstrengend wird

In den USA haben Unternehmen wie Bird von dem ehemaligen Uber-Manager Travis VanderZanden bereits ein Geschäftsmodell daraus entwickelt: Sie verleihen die E-Scooter, so wie es hierzulande mit Fahrrädern oder beim Car-Sharing üblich ist. Zehn Minuten mit dem Gefährt kosten rund 2,50 Euro. Abends sammeln Leiharbeiter die Roller wieder ein und laden sie auf. Nachahmer hat das Leihmodell bereits gefunden: mit den Startups Lime, Scoot und Skip. Auch in Paris, Tel Aviv und Brüssel haben sich die E-Scooter ausgebreitet.

In Deutschland bereiten sich Unternehmen auf den erwarteten Mobilitätshype vor, darunter Tier oder GoFlash. Sie hoffen mit den elektrischen Tretrollern vor allem jene Geschäftsleute zu erreichen, denen das Fahrrad zu anstrengend und die Hemmschwelle für Motorroller-Sharing zu groß sind. Nun warten sie nur noch auf die Zulassung per Gesetz.

Zu kaufen gibt es die Tretroller in Deutschland bereits. Einer der wenigen E-Scooter mit Straßenzulassung ist die Premium-Variante des von “Die Höhle der Löwen” bekannten Unternehmens Scuddy. Dieser Tretroller wird im Gegensatz zu den sonst üblichen als Moped eingestuft – ist mit fast 30 Kilo aber auch entsprechend schwer und daher kaum für das Büro geeignet.

Probleme in den USA

Wie stark die Verbreitung der Treter hierzulande sein wird, hängt mit der gesetzlichen Vorgabe des Bundes zusammen, die im nächsten Frühjahr zu erwarten sind. Bislang sieht die entsprechende Novelle vor, die E-Scooter wie Fahrräder zu behandeln, aber mit ein paar Einschränkungen. Nutzer müssen demnach mindestens 15 Jahre alt sein und eine Fahrerlaubnis besitzen. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 20 Km/h dürfen die Tretroller zudem auf Fahrradwegen fahren.

In vielen US-Städten war die Verbreitung der neuen Fahrzeuge zunächst nicht geregelt – wodurch sich vor allem die Leihservices schnell verteilt haben. Spiegel Online berichtet deshalb von Chaos in San Francisco, wo die Startups Lime und Bird gestartet sind: Nutzer ließen die E-Scooter achtlos stehen und versperrten damit Gehwege und Zugänge. Fraglich ist deshalb wie die deutschen Städte auf den möglicherweise bevorstehenden Erfolg dieser Geschäftsmodelle reagieren – wenn die E-Scooter Anspruch auf den sowieso schon geringen Platz auf den Straßen erheben. Und vor allem, wie die Bewohner die Tretroller akzeptieren werden. Schließlich ist nicht ausgeschlossen, dass die schnellen Stadtflitzer dem einen oder anderen Fußgänger oder Fahrradfahrer auf dem morgendlichen Weg ins Büro schnell auf die Nerven gehen.

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