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Deppen am Steuer, Oper im Supermarkt und der Kampf der Königreiche

Nach dem Pilotenstreik bei der Lufthansa scheinen sich viele Kunden noch nicht wieder mit der Airline ausgesöhnt zu haben: Ein Facebook-Posting sorgt für einige Negativkommentare. Ein Kekshersteller macht aus solchen Kommentaren eine Liebesbotschaft. Und HootSuite macht soziale Netzwerke zum Fantasy-Epos.

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Von Johannes Steger

Die Übersetzung der Woche: Flieg mit den Deppen

Letzte Woche ging bei Deutschlands größter Fluggesellschaft bekanntlich wenig. Die Piloten befanden sich drei Tage lang im Streik. Tausende stornierte Flüge, leere Abflughallen und reichlich genervte Kunden waren die Folge. Kein Wunder also, dass viele auf die Kranich-Airline derzeit nicht so gut zu sprechen sind. Das bekam die Marketingabteilung in dieser Woche zu spüren. Auslöser war die Kampagne „Join the Muppets. Mit Lufthansa.“ Zum Start des neuen Kinofilms der Puppentruppe hatte sich Lufthansa eine Kampagne in Zusammenarbeit mit dem Verleiher überlegt. Leider hatten sie da die Rechnung ohne einige sprachbewanderte Kunden gemacht, denn „Muppets“ heißt im umgangssprachlichen Englisch auch Depp oder Vollidiot. Und so sammelten sich unter dem passenden Facebook-Post auch einige Negativkommentare. Ärgerlich für die Airline. Was es sich mit der Image-Kampagne auf sich hat, berichtet „Handelsblatt Online“.

Die Kampagne der Woche: Mit Liebe gegen Hass

Der Shitstorm gehört wahrscheinlich zu den Zeiten, in denen Unternehmen sich fragen, warum sie das mit den sozialen Netzwerken eigentlich gemacht haben. Denn rollt die Welle der Empörung einmal, ist es für betreffende Konzerne schwierig, die Lage wieder unter Kontrolle zu bekommen. Vorbildlich hat das jetzt der Kekshersteller Honey Maid aus den USA gelöst. Denn der warb für seine Snacks unter anderem mit gleichgeschlechtlichen und gemischt-ethnischen Paaren. Wer jetzt denken sollte, dass das in aufgeklärten Zeiten niemand mehr empört, der irrt. Denn auf Twitter löste der Spot zahlreiche Hassbekundungen aus. Honey Maid ließ sich von seiner Botschaft nicht abbringen und engagierte zwei Künstlerinnen, die diese Negativ-Botschaften in Liebe verwandelten. Und so wurde aus einem Shitstorm ein Liebesbrief.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

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Der Spot der Woche: Kampf der Giganten

Wenn am Montag vergangener Woche Teile des Freundeskreises telefonisch nicht erreichbar waren, hatte das vermutlich einen Grund. Der Bezahlsender Sky strahlte die erste Folge des US-Serienhits „Game of Thrones“ aus. Die Fantasy-Reihe erfreut sich nicht nur in den USA großer Beliebtheit (die Sender-App brach kurz nach Verfügbarkeit der ersten Folge zusammen) , auch in Deutschland finden sich immer mehr neue Fans. Der Machtkampf zwischen den Königreichen inspirierte jetzt auch den Social-Media-Managementdienst HootSuite. In einem Spot übersetzen sie das Intro der Serie in die Welt der Sozialen Netzwerke: Das Zuckerberg-Imperium gegen die Herrscher vom Zwitscher-Turm.

Die Ankündigung der Woche: Aus für „Wetten, dass…?“

Viele hatten ja bereits darauf gewettet, nun wurde es offiziell: „Wetten, dass…?“ soll nach den nächsten drei Folgen Abschied nehmen. Seit Monaten fallen die Quoten, Kritiker bemängelten, dass das Format nicht mehr zeitgemäß wäre. Am vergangenen Samstag verkündete Moderator Markus Lanz dann das Aus: Ende des Jahres ist Schluss. Spott ließ da nicht lange auf sich warten, wie „Meedia“ berichtet.

Die Aktion der Woche: Oper an der Käsetheke

Dass man mit Flashmobs einige Aufmerksamkeit auf die Marke ziehen kann, weiß mittlerweile wohl jeder Marketingverantwortliche. Revolutionär ist die Idee aber nicht mehr, nachdem zahlreiche Konzerne derartige Aktionen schon für Werbefilme verwendet haben. Wer mit dem Flashmob noch Aufmerksamkeit generieren will, der muss sich schon etwas Besonderes einfallen lassen. Saccla ist das gelungen. Der italienische Nudel- und Saucenhersteller brachte ein bisschen Dolce Vita an eine Londoner Frischetheke – mit gleich mehreren Opernsängern.

Kommunikation

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