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Das Internet verdrängt traditionelle Medien bei Jugendlichen

"Insbesondere im Bereich der Wiedergabe- und Speichermedien kann man bei Jugendlichen mittlerweile eher von einer Verdrängung sprechen als von einer Konvergenz", erklärt Matthias Kießlinger die Ergebnisse der Langzeitstudie "Medienkonvergenz Monitoring" der Universität Leipzig.

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Wie der wissenschaftliche Mitarbeiter der Studie über das Zusammenwachsen von einst getrennten Medienbereichen erklärt, ist von dieser Entwicklung besonders die CD betroffen, die bei jüngeren Nutzern vom MP3-Format bereits zu einem Großteil abgelöst worden sei. „Online-Videos sind unter den Jugendlichen zwar sehr beliebt. Ihre starke Nutzung heißt aber nicht, dass die Jugend nicht mehr fernsieht“, relativiert Kießlinger.

Rund 92 Prozent der Befragten zwölf- bis 19-Jährigen gaben an, schon einmal Online-Videos angesehen zu haben. Fast 40 Prozent tun dies regelmäßig. Der Studie zufolge konsumieren die Jugendlichen auf Videoportalen wie YouTube, Clipfish oder MyVideo nicht nur solche Beiträge, die von Nutzern selbst produziert worden sind, sondern auch Inhalte der „alten“ Massenmedien. So schauen sich rund zwei Drittel der musikinteressierten jüngeren Nutzer Musikvideos im Netz an. Online-Videos zu Filmen nutzt jeder zweite Filminteressierte.

Wichtiger Aspekt hierbei sind die neuen Nutzungsqualitäten des Internets, die es den Jugendlichen erlauben, sich individuell ihr eigenes Programm zusammen zu stellen. Zunehmend gefragt ist auch die im Netz gebotene Mitmach-Möglichkeit. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal selbst ein Video online gestellt zu haben. Bei Bildmaterial sind dies sogar 84 Prozent. Das Projekt Medienkonvergenz Monitoring ist als Langzeituntersuchung angelegt. Die aktuellen Ergebnisse der soeben abgeschlossenen dritten Erhebungswelle basieren auf einer Onlinebefragung von mehr als 5 000 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 19 Jahren.

Die vollständigen aktuellen Ergebnisse sind online unter www.medienkonvergenz-monitoring.de abrufbar. -pte/Foto: pixelio

www.uni-leipzig.de

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