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Commerzbank: Hilfe, meine Bank ist weg

Commerzbank setzt auf ihre Filialen © Screenshot Commerzbank

Wenn Banken werben, dann geht das meist nicht ganz ohne Pathos. Auch die Commerzbank macht da eigentlich keine Ausnahme. Im Netz beweist das Geldinstitut jetzt aber, dass sie auch witzig kann

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Die Finanzkrise 2008 hat nicht nur Vermögen und Sparguthaben vernichtet, sondern auch Vertrauen. Ihren Höhepunkt erreichte dieser Verlust im März 2009: Über die Hälfte der Befragten einer Ipsos-Umfrage sagten aus, dass ihr Vertrauen in die Banken stark gelitten hätten. 2011 landeten die Banker bzgl. des Ansehens für Berufsgruppen in einer Allensbach-Umfrage auf dem vorletzten Platz, sogar noch hinter den Politikern.

Viele Banken setzen auf online

Um das zu ändern, waren vertrauensbildende Maßnahmen nötig – und da hilft natürlich die Werbung. Und so menschelten die Banken in den Werbespots, waren immer an unserer Seite, leisteten aus Leidenschaft oder wollten davon überzeugen, wie Bank heute geht. Das kam meist nicht ohne Pathos daher: Vertrauenserweckende Ansprache, engagierte Angestellte und glückliche Kunden. Was in der Werbung dann schön aussieht, ist in der Realität aber gar nicht immer so einfach zu erreichen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Denn viele Banken setzen lieber auf online, als Beratung vor Ort. Die Commerzbank macht das jetzt in zwei Videoclips zum Thema.

„Wir bleiben an Ihrer Seite“

„Langfristig, das ist unsere Philosophie. So denken wir, so handeln wir. Mit unserer Bank haben Sie einen Partner an Ihrer Seite, auf den Sie sich verlassen können“, sagt der Bankberater zu seiner Kundin und spult noch weitere Worthülsen ab, die aus der Feder eines Werbers stammen könnten. Die Kundin schaut verdutzt, denn neben den beiden Gesprächspartner wird die Filiale von Möbelpackern ausgeräumt. Und während der Banker von Langfristigkeit spricht, verschwinden nach und nach Zimmerpflanzen, PCs und am Ende er selbst. Die Kundin bleibt in einem leeren Raum zurück, nicht ohne vorher ihre Unterschrift unter einen Vertrag gesetzt zu haben. „Ansonsten besuchen Sie uns doch im Internet“, empfiehlt der Angestellte zum Abschied.

„Immer mehr Banken schließen ihre Filialen, aber wir bleiben an Ihrer Seite“, titelt die Commerzbank am Ende. Auf der Seite MeineBankistweg.de verspricht das Geldinstitut auch weiterhin auf die persönliche Beratung zu setzen und sich nicht aus dem Offline-Geschäft zurück zu ziehen. Und beweist damit: Banken können auch witzig.

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