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Coca-Cola gibt sechzehn Agenturen den Laufpass

Die Coca-Cola Company wird die Zahl der beauftragten Werbeagenturen in Europa drastisch kürzen. Das berichtet der britische Guardian. Anstelle von zwanzig Unternehmen, die bislang an der Bewerbung der roten Flagschiffmarke gearbeitet haben, sollen künftig lediglich vier verschiedene europäische Agenturen beschäftigt werden.

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Wie die Zeitung berichtet, sind die geplanten Umstrukturierungen als Teil einer generell neuen Strategie des Megakonzerns zu sehen, die noch in diesem Monat realisiert werden soll. Wesentlichste Veränderung dabei ist die Gründung des sogenannten „Coke Red European Agency Netwoks“, in dem die noch verbleibenden vier Werbeagenturen besser koordiniert zusammenarbeiten sollen.

„Wenn sich mit Coca-Cola einer der neben der Autowirtschaft größten Werbekunden Europas in Zukunft auf deutlich weniger Agenturen konzentrieren will, spiegelt das die gegenwärtige Marktentwicklung sehr gut wider“, erklärt Volker Nickel, Pressesprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). In Zeiten, in denen der europäische Markt zunehmend enger zusammenwachse und es zudem zu einer Rechtsvereinheitlichung komme, mache es für ein global agierendes Unternehmen wie Coca-Cola durchaus Sinn, die Markenführung der eigenen Kommunikationspolitik zu zentralisieren.

„Eine Reduktion der beschäftigten Werbeagenturen erscheint aus betriebswirtschaftlicher Perspektive logisch und kann unter Umständen auch eine Steigerung der Kosteneffizienz bringen“, bestätigt Nickel. Ein Sterben der Agenturen sei deshalb aber nicht zu befürchten. Die Steigerung der Effizienz wird auch in einem aktuellen Guardian-Bericht als einer der ausschlaggebenden Beweggründe für die Strukturveränderung bei den Werbeaktivitäten von Coca-Cola genannt. Aus Insiderkreisen wird aber auch der Wunsch nach einem „stärker ausgeprägten kreativen Denken“ beim US-Softdrinkhersteller als mögliche Ursache für die neue Agenturstrategie angeführt.

„Wir werden auch in Zukunft an der Weiterentwicklung unseres Agenturmodells arbeiten, um die verlockendste, effektivste und anpassungsfähigste Arbeit im Interesse unserer globalen Marken zu gewährleisten“, erklärt ein Sprecher von Coca-Cola Europe gegenüber dem Guardian. Um dieses Ziel zu erreichen, sei es unter Umständen eben auch notwendig, nur einige wenige Werbeagenturen für die Bewerbung der Hauptmarke einzusetzen. „Auf diese Weise wollen wir eine stärkere Zusammenarbeit unter den Agenturen schaffen und eine echte integrierte Marktkommunikation ermöglichen“, betont der Sprecher. -pte

www.thecoca-colacompany.com
www.zaw.de

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