Suche

Werbeanzeige

Big Mac bei Kerzenschein: McDonald’s wirbt mit Candlelight-Dinner

© Das nennt man Marken-Dehnung: McDonald's wirbt jetzt mit Candle-Ligt-Dinner. Kein Witz.

Das Image leidet, Umsätze und Kundenströme schwinden – McDonald's könnte es derzeit besser gehen. Mit einer ungewöhnlichen Aktion versucht eine Filiale im bayrischen Kaufbeuren nun die Fast-Food-Location in ein romantisches Edel-Restaurant zu verwandeln: Für 19,90 gibt es dort Big Mac und Co. bei Rotwein und Kerzenlicht.

Werbeanzeige

Sie wollten ihre/n Liebste/n schon lange mal wieder mit etwas ganz Besonderem überraschen? Oder planen ein erstes Date? Wie wäre es mit einem romantischen Essen, bei Kerzenschein, in einer gemütlichen Hinterecke eines Restaurants, extra für Sie reserviert? Dazu gibt es Blumen, schummrige Musik und: Royal TS, Chicken Wings und McSundea Eisbecher. Ja, Sie haben richtig gelesen.

McDonald’s macht auf romantisch. In Kaufbeuren, eine kleine Stadt im Allgäu, wirbt eine Filiale der Fast-Food-Kette mit einem Candlelight-Dinner für Verliebte. Für 19,90 Euro pro Person verwandelt sich das Restaurant in einen sinnlichen Ort der Begegnung. „Erstmalig am Mittwoch, 25. März 2015“ heißt es auf der vermeintlichen Anzeige, auf der das Unternehmen für die Aktion wirbt. Reserviert werden können 2er, 4er und 6er Tische, das Highlight ist ein Séparée für zwei. Neben der üblichen Softdrinks gibt es an diesem Abend natürlich auch Pils, Rot- und Weißwein.

Wie der Stern berichtet, gebe es sogar schon Anmeldungen für das „einzigartige und exklusive Erlebnis“. Im Netz hat die Marketingaktion derweil eine Reihe spöttischer Kommentare hervorgerufen:

Ob die Aktion als Versuch interpretiert werden kann, die eigene Krise zu bewältigen, sei dahingestellt. Fakt ist, dass 80 Prozent der McDonald’s Filialen in Deutschland von selbstständigen Franchise-Nehmern betrieben werden. Die Betreiber des Restaurants in Kaufbeuren konnte absatzwirtschaft für eine Stellungnahme bisher nicht erreichen.

Fakt ist aber auch, dass die Geschäfte des US-Konzerns laut Zeit Online nicht ganz so rund laufen: In den vergangenen Jahren sollen die Umsatzzahlen kontinuierlich gesunken sein, 2013 um rund 4,5 Prozent, 2014 um fast drei Prozent. Denn das Image hat gelitten und ein erhöhtes Ernährungsbewusstsein sorgt für schwindende Kundenzahlen. Hinzu kommt eine wachsende Zahl an kleineren System-Gastronomie-Ketten wie Vapiano oder Burgerläden wie Hans im Glück, die ihr Fast-Food in ein edles Ambiente packen – allein Hans im Glück steigerte seinen Umsatz mit diesem Geschäftsmodell im vergangenen Jahr um 210 Prozent.

Um auf die Sinnkrise zu reagieren, kündigte McDonald’s an, Ende des Monats in Frankfurt neue Konzepte vorzustellen. Sie sollen individueller sein und auf die veränderten Essgewohnheiten der Konsumenten eingehen. Die Marketingaktion in Kaufbeuren könnte ein ernst gemeinter Schritt in diese Richtung sein.

Digital

Debatte um Digital-Dominanz: Sollten Amazon, Google und Facebook aufgespalten werden?

Es ist ohne jede Frage die Dekade der digitalen Champions: Die Internet-Platzhirsche Google, Amazon und Facebook beherrschen zusammen mit den beiden Tech-Pionieren Apple und Microsoft die Börsen- und Wirtschaftswelt seit Jahren. Doch die Machtkonzentration führt inzwischen zu Problemen für Wirtschaft und Gesellschaft. Marketing-Professor Scott Galloway eröffnet daher die Debatte über eine Aufspaltung der De-facto-Monopolisten.  mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Die Lufthansa verspottet den FC Bayern auf Twitter, nachdem der deutsche Rekordmeister künftig für Qatar Airways wirbt

Adidas, die Allianz, Audi, die Deutsche Telekom, Lufthansa, Siemens, SAP: Die Werbepartner des…

Editorial zur Jubiläumsausgabe der absatzwirtschaft 03/2018: Halten Sie durch!

Sich nicht ablenken zu lassen und eine Sache erfolgreich zu Ende zu führen,…

Von Philips über die FDP bis hin zur Elbphilharmonie: Das sind die Finalisten des Marken-Award 2018

Die Jury des Marken-Awards 2018 kam zusammen, um die Bewerber zu begutachten und…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

  1. Ich kann mir sowas als „throwback-dinner“vorstellen, wenn sich ein Pärchen in einem McDonald’s kennengelernt hat… Aber als Werbekampagne finde ich es besonders fragwürdig und zum Image passt es meiner Meinung nach gar nicht!
    LG, Iris.

  2. Iris sie sind zu freundlich.
    ich verbinde das mit einem „throwup-dinner“ sofern bei diesem mist überhaupt von essen gesprochen werden kann – denn junk food übersetzt sich doch mit mist-essen oder dreck-essen. wem es schmeckt der soll doch dorhin auswandern wo diese firma ihren sitz hat. Europa den kontinental Europäern und nicht verlogenen kriegsgewinnlern, die das auch noch finanziert haben und nie abgezogen sind.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige