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Aus dem Teleshopping-Anbieter wird der Multimedia-Versandhändler

Teleshopping hat große Chancen, vom Zusammenwachsen von Fernsehen, Internet und mobilen Anwendungen zu profitieren, zeigt eine neue Studie der Strategieberatung Goldmedia im Auftrag von QVC Deutschland. Ende dieses Jahres werden die Teleshopping-Umsätze in Deutschland gemäß dieser Prognose rund 1,5 Milliarden Euro betragen und damit über den Pay-TV-Umsätzen (laut VPRT-Prognose rund 1,4 Milliarden Euro) liegen. Und bis zum Jahr 2016 soll der Teleshopping-Markt um jährlich sieben Prozent auf rund zwei Milliarden Euro anwachsen.

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Die in Deutschland aktiven Teleshopping-Sender präsentieren sich laut Studie als moderne Multi-Channel-Anbieter. Zwar bleibe der Fernseher weiterhin das wichtigste Teleshopping-Medium, aber Internet, soziale Netzwerke, Hybrid-TV oder mobile Apps würden als Vertriebswege und Kommunikationskanäle immer wichtiger: Bereits 16 Prozent der Teleshopping-Umsätze seien im Jahr 2010 über das Internet generiert worden. Bis 2016 werde sich dieser Anteil nahezu verdoppeln. Neue mobile Absatzkanäle wie Smartphones und Tablets eröffneten weitere Chancen. Der Umsatzanteil wachse hier bis 2016 auf rund sechs Prozent. Durch die immer stärkere Verbreitung von Hybrid-TV-Geräten werde die Bestellung direkt über die TV-Fernbedienung, den sogenannten „Red-Button“, zunehmend genutzt. Dies könne sich zu einem echten Wettbewerbsvorteil des Teleshopping in der Versandhandelsbranche entwickeln.

Laut Goldmedia-Befragung unter 500 Nutzern dieses Vertriebskanals ist der durchschnittliche Teleshopping-Kunde in Deutschland heute 52 Jahre alt, zu rund zwei Dritteln (71 Prozent) sind es weibliche Kunden. Teleshopping-Käufer werden auf Produkte traditionell über das Fernsehprogramm der Sender aufmerksam (88 Prozent der Befragten) und nutzen für den Produktkauf nach wie vor am liebsten das Telefon (89 Prozent). Der Anwendung neuer Plattformen gegenüber sind die Kunden jedoch sehr aufgeschlossen: 76 Prozent der Befragten nutzen zumindest gelegentlich das Internet, 65 Prozent haben allgemein schon einmal Waren online bestellt und 26 Prozent haben das Internet bereits zum Bestellen von Teleshopping-Produkten genutzt.

Soziale Netzwerke werden von den Teleshopping-Anbietern heute schon intensiv für die Kundenkommunikation eingesetzt. 35 Prozent der befragten Teleshopping-Kunden sind bei einem Internetforum oder sozialen Netzwerk registriert oder haben ein solches Angebot bereits genutzt. Für rund zwei Drittel der Onliner unter den Teleshopping-Kunden sind Produkt-Kommentare anderer Nutzer interessant. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) möchte auch selbst aktiv Kommentare verfassen. Auch durch mobiles Internet und Apps eröffnen sich den Teleshopping-Anbietern künftig viele neue Wege für Kundenbindungs- und Marketingmaßnahmen. Rund ein Drittel (36 Prozent) der Teleshopper mit Handy war damit bereits im Internet aktiv. Die Möglichkeit, via Handy informiert zu werden, bewerten 61 Prozent der befragten Teleshopping-Kunden positiv. 56 Prozent der Handybesitzer unter den Teleshoppern würden sich gern mobil Produkte ansehen oder auch direkt bestellen.

Das zentrale Element in den Multi-Channel-Strategien der Teleshopping-Anbieter bleibt das TV-Programm selbst. Umso intensiver sind die Anbieter hier dabei, aktuelle Trends wie HD- oder Hybrid-TV umzusetzen. Die HD-Programme der Teleshopping-Sender, für die sich 65 Prozent der Befragten interessieren, sind frei empfangbar. Shopping-Angebote bestehen bereits auch für internetfähige TV-Geräte, die Kunden einen schnellen Zugriff auf zusätzliche Produkt-Informationen aus dem Internet oder das Einkaufen direkt über die TV-Fernbedienung ermöglichen. Eine solche direkte Bestellmöglichkeit per Knopfdruck wäre für die Mehrzahl der Teleshopping-Nutzer (77 Prozent) attraktiv.

www.goldmedia.com

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