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63 Prozent investieren mehr in Public Affairs

Beziehungen zur Politik gewinnen für deutsche Großunternehmen immer mehr an Bedeutung. Das spiegelt sich in gesteigerten Ausgaben für den Bereich Public Affairs wider.

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Bei einer Befragung der Public-Affairs-Beauftragten von 70 deutschen Großunternehmen durch die PR-Agentur Publicis gaben 63 Prozent an, in diesem Jahr mehr Zeit und Geld in diesen Bereich zu investieren als im Vorjahr. Bei der politischen Arbeit wird also immer öfter dem direkten Lobbying der Vorzug vor Interessenvertretung durch Verbände gegeben.

„Diese Zahlen bestätigen den Trend der letzten Jahre“, so Axel Wallrabenstein von Publicis. „Immer mehr Unternehmen suchen den direkten Draht zur Politik“. Die Vertretung „subjektiver Interessen“ durch Konzerne sei stärker als sie noch in Bonn gewesen sei, so Wallrabenstein im Gespräch mit pte. In der alten Hauptstadt haben Verbände noch mehr Einfluss gehabt. Andererseits seien die großen Unternehmen auch weiterhin Mitglieder bei den Branchenverbänden.

Die politische Arbeit der Konzerne sei dabei naturgemäß vorrangig im Bereich der Wirtschaftspolitik (84 Prozent) angesiedelt, gefolgt von der Steuerpolitik (79 Prozent) sowie Umwelt- und Arbeitsmarktpolitik (jeweils rund 58 Prozent). Knapp vier Fünftel der befragten Unternehmen betreiben eine international abgestimmte Lobbyarbeit in mehreren Ländern. 63 Prozent haben eine eigene Vertretung in Berlin, ebenso viele eine Repräsentanz in Brüssel, 42 Prozent sind auch in Washington vertreten. Die internationale Koordination der politischen Aktivitäten (Public Affairs) ist für 79 Prozent der Befragten wichtig. (pte.at)

www.publicis.de

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