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13 Experten, 13 digitale Marketing-Trends für 2016

CEOs werfen einen Blick in die Zukunft des Marketings

Das Jahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. 13 Experten aus den Bereichen Marketing, digitales Storytelling, E-Commerce und HR erzählen, welche Trends sie für 2016 sehen. Auch nächstes Jahr erwarten uns spannende Entwicklungen im digitalen Personalmanagement, Mobile Commerce und in der Personalisierung im Kundenkontakt

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1. Mobile Commerce wird zur größten Chance für den Einzelhandel seit Erfindung des Internets

Boris Manhart, Managing Partner, Sales & Marketing von Codecheck

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“Bis 2017 werden sich, laut eMarketer, die weltweiten Ausgaben für mobile Werbung verdoppeln. Laut einer Studie von OVUM sind 58 Prozent der amerikanischen Marketers mit den Resultaten ihrer Mobile-Marketing-Aktivitäten zufrieden. Nutzer beginnen gerade im großen Stil über das Smartphone einzukaufen: M-Commerce ist wohl die größte Chance für den Einzelhandel den Umsatz zu steigern, seit der Erfindung des Internets. Durch den mobilen Kanal wird auch lokales Marketing von immer größerer Bedeutung: Händler und Dienstleister erkennen, dass sie mehr tun müssen und es hat sich ein Ökosystem an Anbietern um diese Unternehmen gebildet. Auch Google und Facebook bewegen sich mit Angeboten in diese Richtung und werden weiter investieren. Eine Empfehlung ist, mindestens fünf Prozent des Marketing-Budgets in den Mobile-Kanal zu investieren, zu lernen, zu optimieren und dann vorne dabei zu sein, wenn Mobile zum beliebtesten Kanal überhaupt wird.“

2. Personalisierung in Zeiten des Big Data

Arndt Kühne, Gründer und Geschäftsführer basilicom GmbH

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“Im kommenden Jahr wird es immer wichtiger, eine individuelle Ansprache zu finden und passgenaue Angebote für Kunden bereitzustellen, um aus den tausenden Händlerangeboten heraus zu stechen. Auch der Zeitpunkt spielt eine entscheidende Rolle. Schon einfache Leistungskennzahlen reichen hier aus, um für Kunden zugeschnittene Angebote zu erstellen. Diese lassen sich über Softwarelösungen für die Steuerung von betrieblichen Geschäftsprozessen oder das Customer-Relationship-Management generieren und analysiere, ohne dass in Zeiten des Big Data ziellos Ressourcen verschwendet werden. Was zum Erfolg meist nur noch fehlt, ist ein intelligenter Datenprozess und ein flexibles System, um eine schnelle und personalisierte Kommunikation durchzuführen.“

3. Vertrauen und Zufriedenheit als Schlüssel zum Erfolg im Marketing-Vertriebs-Mix

Jens Rode, CEO Tellja

“AdBlocking und Do-not-Track-Tools werden zur zunehmenden Herausforderung für Marketing und Sales im Wettbewerb um Onlinekäufe. Das Potential zufriedener Kunden als Markenbotschafter und Online-Salesforce wird hier noch nicht hinreichend eingeschätzt beziehungsweise zu wenig in die eigenen Strategien integriert. Dabei lässt sich bereits heute jeder fünfte Online-Kunde über digitale Empfehlungen durch Freunde und Bekannte gewinnen: Vertrauen ist der Schlüssel, mit dem gezielt Kaufimpulse gesetzt werden können. Der Fokus zukünftiger Strategien liegt nunmehr im Aufbau einer stabilen Kundenbeziehung durch maßgeschneiderte Angebote und direkter Kommunikation. So werden aus Kunden zufriedene Bestandskunden sowie Empfehler und aus potentiellen Interessenten Neukunden.“

4. Mehr Verantwortung in Haftung und Transparenz in der Datenverarbeitung nach Ungültigkeit von Safe Harbor

Alexis Renard, CEO Mailjet

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“Die Personalisierung der Inhalte von Marketing-Mails wird auch in 2016 weiterhin zunehmen, insbesondere bei Transaktions-Mails. Allerdings müssen Unternehmen hinsichtlich der Ungültigkeit von Safe Harbor ihre E-Mail-Lösungen dahingehend überprüfen, um die aktuell gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutzvorschriften einzuhalten und auch der von Verbrauchern steigenden Nachfrage an Transparenz über die Nutzung ihrer personenbezogenen Daten nachzukommen. Unternehmen müssen deshalb dringend ihre Haftungsausschlüsse und Opt-in-Verfahren für die Verwendung personenbezogener Daten überarbeiten.“

5. Wie die digitale Transformation das Personalmanagement revolutioniert 

Amin Guellil, Geschäftsführer UCM Hostess

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“Die Digitalisierung bei der Buchung von Personal, wie Hostessen oder Promotern, wird im Jahr 2016 in immer mehr Unternehmen und Agenturen Einzug halten. Ein Teil des Prozesses, wie z.B. Mitarbeiter-Castings, wird auch weiterhin wichtiger Bestandteil und nicht komplett digitalisierbar sein. Für die meisten Schritte innerhalb des Buchungsprozesses wird es aber immer bessere Tools, wie z.B. spezielle Buchungs-, Projekt- und Mitarbeiter-Software geben, die den Kunden, das bereitgestellte Personal und die Agentur unterstützen können. Schließlich wächst auch der Wunsch beim Personalmanagement, nicht an Ort oder Zeit gebunden zu sein, die Bewerber oder den Auftraggeber dabei rechts-konform abzusichern, Daten zu schützen und die Transparenz zu erhöhen.“

6. Digitale Arbeitsplätze werden wettbewerbsentscheidend

Thomas Dehler, Geschäftsführer der GEFTA – Gesellschaft für Telearbeit

“Die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt in Zeiten des digitalen Wandels ändern sich permanent, vor allem in den Bereichen Personalbeschaffung, Flexibilität und Produktivität. Die Virtualisierung im Kundenservice hilft bei der Bewältigung dieser Herausforderungen, vor allem der Einsatz von Work@Home kann im Kundendialog viele standardisierte Prozesse ersetzen. Denn wenn wir mit Work@Home die Arbeit in ländliche Regionen bringen, abseits von Ballungszentren, direkt zu den Menschen nach Hause, können wir neue, bisher vom Arbeitsmarkt nicht berücksichtigte Talente erreichen. Die Vision von flexibleren Arbeitszeitmodellen mit Blick auf die Veränderungen in der heutigen Arbeitswelt kann nur in Ergänzung mit einem dezentralen und somit standortunabhängigen Organisationsansatz geschehen, um grenzenlosen Zugang auf relevantes Know-how zu erhalten. Unternehmen müssen in 2016 mithilfe von IT-gestützten Geschäftsmodellen neue echte Lebensperspektiven schaffen und die Arbeit zu den Menschen bringen und nicht umgekehrt.“

7. Digitale Plattformen bringen Transparenz und Preis-Leistung in den Buchungsmarkt

Julian Jost, Mitgründer und CEO Spacebase GmbH

“Nachdem in den letzten Jahren die Reiserichtlinien für Hotels und Flüge konsequent angepasst worden sind, ist nun der MICE Bereich dran. Besonders bei Meeting- und Workshopräumen ist das Ungleichgewicht zwischen Preis und Leistung hoch. Ähnlich wie im Business-Travel-Bereich können hier durch digitale Sharing-Economy-Konzepte wesentlich bessere Räume zu günstigeren Preisen gefunden und gebucht werden. Der Trend geht deshalb weg von überteuerten und sterilen  Hotelkonferenzräumen und hin zu besonderen Locations, bei denen Preis-Leistung stimmt. Durch die Digitalisierung der Angebote wird die Branche so endlich transparenter.“

8. Verschmelzung von On-, Offline- und Mobile-Kanälen

Gary Lin, CEO glispa

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“2016 stehen im Mobile Marketing vor allem vier Trends im Fokus. Zum einen wird die Monetarisierung von Native Ads in mobilen Applikationen stark zunehmen, wobei besonders die transparente Mediation von Werbe-Netzwerken im Vordergrund steht, um maximale Gewinne zu erzielen. Zum anderen wird das Programmatic Media Buying mit Fokus auf Native Supply auch im nächsten Jahr immer wichtiger. Daneben  geht  es  mehr  und  mehr  um  das  Große  und  Ganze:  Die  Relationen  zwischen  Web-  und Mobile-  sowie  Online-  und  Offline-Aktivitäten  gewinnt  beim  Tracking  immer  mehr  an  Bedeutung. Generell verschmelzen die Kanäle On- und Offline 2016 stärker miteinander und Unternehmen müssen zunehmend darauf setzen, physische Kunden auch online beziehungsweise mobil anzusprechen.“

9. Datensicherheit im digitalen Zeitalter – Safe Harbor war erst der Anfang

István Lám, Gründer und Geschäftsführer tresorit

“Bereits in den letzten Jahren zeichnete sich ab, dass immer mehr Daten gesammelt und verarbeitet werden und Big Data in diesem Zusammenhang ein immer mächtigeres Schlagwort wird. Die enormen Datenströme erfordern ein Höchstmaß an Sicherheit, um die eigenen Informationen vor bösartigen Angriffen zu schützen. Dieses ist jedoch oftmals nicht gegeben. Bestes Beispiel dafür ist der Celebgate, bei dem Hacker an Privataufnahmen von amerikanischen Prominenten gelangten, die ihre Daten in Apples iCloud gesichert haben. Vielen Cloud-Nutzern mangelt es am grundlegenden Know-how, wenn sie im Internet oftmals zu einfache Passwörter verwenden und Hacker daher leichtes Spiel beim Zugriff auf private Daten haben. Unternehmen hingegen haben bereits die Risiken des World-Wide-Webs erkannt, doch wehren sie sich noch oft genug vor komplexen Sicherheitssystemen, daher werden Cloud-Dienste neben ausgereiften Schutzmaßnahmen auch mehr Wert auf einfache Bedienbarkeit setzen. Jüngst erklärte der EuGH das Safe-Harbor-Abkommen für ungültig, die Ausmaße sind bislang noch kaum abzuschätzen. Auch die geplante Datenschutz-Grundverordnung wird dahingehend neue Anforderungen an den Datenverkehr in der EU mit sich bringen. Um Web-Services 2016 noch sicherer zu machen, werden mehr Dienstleister auf diese Art der Verschlüsselung vertrauen und das bestmögliche Sicherheitsniveau garantieren.“

10. Neue Marketingformen für Publisher: Nötige Verknüpfung von Content und Marketing Performance

Florian Werner, CEO von Remintrex

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2016 geht es vor allem darum, endlich neue Marketingformen zu etablieren, um auch in Zeiten der intensiven Nutzung von AdBlockern weiterhin attraktive Werbeformate für Werbetreibende bieten zu können. Der Trend geht dabei vor allem für Publisher weg von den immer gleichen, störenden Display-Ads und hin zu einer sinnvollen Verknüpfung von Content und Marketing Performance, z.B. durch zielgenaue Marketing-Botschaften auch in eher klassischen Kanälen wie der E-Mail oder dem Brief. Das ist heute alles schon möglich – die sinnvolle Verknüpfung von Online-Content auf Publisher-Seite und Ansprache von Zielgruppen über verschiedene Marketing-Kanäle ist kein Problem.

11. Mobile goes first

Sinan Arslan, Leiter Marketing & Kommunikation Neofonie

Sinan_Arslan_Neofonie

“Marketing und Kommunikation befinden sich im Zeitalter von digitaler Kommunikation und Content-Marketing im massiven Wandel. PR, SEO und Online-Kommunikation wachsen mehr und mehr zusammen. Die Technologien und Medien werden zunehmend leistungsfähiger und vielfältiger. Gleichzeitig steigt der Anspruch an die Personalisierung, Echtzeitverfügbarkeit, geräteunabhängige Kompatibilität der Inhalte und User Experience. Insgesamt müssen die Marketing- und Kommunikationsabteilungen eine größere technologische Komplexität überblicken und bedienen, um Marketingprozesse effizienter gestalten, potenzielle Kunden besser verstehen und optimal bedienen zu können. Die semantische Textanalyse wird eine zunehmend wichtigere Rolle spielen, die immensen Datenschätze, die in Unternehmen schlummern, z. B. in Texten in Form von Dokumenten, E-Mails, Websites, Befragungen, Studien oder Social Media Kanälen, automatisiert „verstehen“ zu können.“

12. Digitalisierung rechts- und versicherungsrelevanter Leistungen wächst

Daniel Schlör, Gründer und Geschäftsführer von Mineko GmbH

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“Waren FinTech-Unternehmen vor zwei Jahren noch recht exotisch, hat sich mittlerweile um diesen Bereich ein beachtlicher Pool von Anbietern entwickelt und mit großem Erfolg den Markt unter anderem für digitale Rechts- und Versicherungsberatungen geöffnet. Automatisierte Abfragen von rechtsrelevanten Angeboten oder die orts- und zeitunabhängige Konsultierung diverser Experten wird den Dienstleistungssektor zukünftig entscheidend verändern.“

13. Stories in Serie statt Kampagnen-Blockbuster

Miriam Rupp, CEO Mashup Communications GmbH

Miriam-Rupp_Mashup Communications

“Ob klassische Werbung, Online-Marketing, PR oder Content Marketing – Für Marken wird es immer wichtiger, Formate zu entwickeln, die sich langfristig weitererzählen lassen. Es ist nicht nur ein Phänomen der Unterhaltungsindustrie, dass Serien wie Breaking Bad Kultstatus erlangen und selbst Kinofilme in die siebte Fortsetzung gehen. Ein Big Bang, mit dem auf einen Schlag ein großes Publikum erreicht wird, ist keine Garantie mehr für eine nachhaltige Fangemeinde. Der nächste virale Hype kann sie schnell ablösen. Daher gilt es für Unternehmen, Highlights zu setzen und dann ihre Communities durch kontinuierliches Storytelling weiter zu involvieren.“

										

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Kommentare

  1. Für solche Aussagen brauche ich weder Experten, noch CEOs. Es reicht auch gesunder Menschenverstand und etwas Einblick in die Materie.

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