Suche

Anzeige

Zwei von drei Deutschen würden für keinen Preis ihre Daten an Unternehmen verkaufen – auch nicht an die Lieblingsmarke

Nutzer erwarten von Marken und Unternehmen mehr, um die eigenen personenbezogenen Daten erhalten zu dürfen © Photo by Carl Heyerdahl on Unsplash

In Deutschland ist das Hochhalten personalisierter Erlebnisse ein Marketing-Mythos. So sagt es eine repräsentative Studie aus Deutschland, Großbritannien und den USA. Sie zeigt auch, dass Nutzer selbst ihrer Lieblingsmarke mit personenbezogenen Daten nicht vertrauen. Dazu sind die Befragten der Meinung, es lohne sich nicht personenbezogene Daten abzugeben.

Anzeige

Ein Großteil des modernen Marketings basiert auf der Annahme, dass Personen bereitwillig ihre personenbezogene Daten abgeben, um im Gegenzug kostenlose Dienste oder personalisierte Erlebnisse zu erhalten.

Jetzt, da die EU-Bürger also die Kontrolle über ihre Daten haben, werden sie sich entscheiden, sie für kostenlose oder personalisierte Erlebnisse zu verkaufen? Und wenn ja, für wie
viel? Die Full-Service Agentur für digitale Marketing- und Vertriebslösungen SYZYGY führte im Sommer 2018 eine internationale Umfrage durch, um das herauszufinden.

Nutzer vertrauen Unternehmen wenig

 

So haben 25 Prozent der Deutschen im letzten Jahr aufgehört,  online zu shoppen oder entsprechende Services zu nutzen, weil sie den Unternehmen beim Umgang mit ihren Daten nicht trauen (in USA: 35 Prozent, UK: 36 Prozent). Sechs von zehn Deutschen (56 Prozent) glauben, dass Marken und Dienstleistungen, die sie nutzen, bereits zu viel Daten über sie gesammelt haben (USA: 54 Prozent, UK: 55 Prozent). Mehr als jeder Dritte (38 Prozent) weiß nichts von den neuen Datenschutzbestimmungen.

Selbst die Lieblingsmarke erhält kein Vertrauen

67 Prozent der Deutschen würden ihre personenbezogenen Daten zu keinem Preis der Welt verkaufen – noch nicht mal an ihre Lieblingsmarke (USA: 55 Prozent, UK: 52 Prozent). Nur 16 Prozent der deutschen Verbraucher würden es in Erwägung ziehen, Google zu erlauben, ihre Nutzung auf digitalen Geräten für 20 Euro/Monat zu verfolgen (USA: 33 Prozent, UK: 40Prozent). Vorausgesetzt sie hätten die freie Wahl, ist nur jeder sechste Deutsche (14 Prozent) der Meinung, es lohne sich personenbezogene Daten abzugeben, um online personalisierte Erfahrungen zu machen (USA: 2 Prozent, UK: 24 Prozent).

Lediglich jeder zehnte Deutsche (10 Prozent) ist damit einverstanden, dass Unternehmen Technologien einsetzen, um Nachrichten und Inhalte für sie zu personalisieren (USA: 10 Prozent, UK: 12 Prozent). 17 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, es lohne sich, seine Online-Anonymität für personalisierte Erfahrungen aufzugeben (USA: 18 Prozent, UK: 21 Prozent).

Zur Studie: SYZYGY befragte 3000 Erwachsene (nationale repräsentative Stichproben) in Deutschland (n = 1000), Großbritannien (n = 1000) und den USA (n = 1000) zwischen dem 15. und 18. Mai 2018.

Anzeige

Kommunikation

Instagram

Instagram, Podcasts, Vertrauensfrage: So konsumiert Deutschland digitale News

Nachrichten über das Weltgeschehen erreichen junge Menschen in Deutschland inzwischen häufig über soziale Netzwerke wie Instagram. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese auch vertrauenswürdiger als klassische Medien sind. Eine aktuelle Studie gibt Einblicke in die digitale Mediennutzung. mehr…

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Unter Druck von Amazon, Otto & Co: Zalando will zum Marktplatz werden

Weil der Onlinehändler im Direktkundengeschäft nicht mehr die Wachstumsraten der Vorjahre erreicht, will…

Kauflaune der Bundesbürger sinkt zum zweiten Mal in Folge

Während der Konjunkturoptimismus der Verbraucher anhält, werden sie beim Geldausgeben vorsichtiger. Noch stabilisiert…

Warum investiert die Marke Tchibo in E-Sports?

Tchibo testet im Marketing eine neue Plattform, um junge Zielgruppen anzusprechen: E-Sports. Im…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige