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Zwei Drittel aller Mittelständler nutzen Unternehmensberatungen

Externe Berater gibt es wie Sand am Meer. Aber können die auch was?

Mehr als zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben in den vergangenen zwei Jahren mit Unternehmensberatern zusammengearbeitet, fast die Hälfte sogar mehr als einmal. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die COMATCH, die Online-Plattform für freiberufliche Management-Berater, gemeinsam mit dem MarktforschungsunternehmenInnofact durchgeführt hat

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69 Prozent der befragten Entscheider stufen die Beratungsleistung als gut oder sehr gut ein, nur zwei Prozent sehen sie als mangelhaft oder ungenügend an. Die Bereitschaft, die Unterstützung von Unternehmensberatern in Anspruch zu nehmen, ist dabei auch abhängig von der Unternehmensgröße: Je größer das Unternehmen ist, desto wahrscheinlicher und häufiger arbeitet es mit Unternehmensberatern zusammen.

Je größer das Unternehmen, je öfter gibt es Beratungsunterstützung

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Während unter den Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern 66 Prozent bereits mit Unternehmensberatern gearbeitet haben, sind es unter denen zwischen 250 und 500 Mitarbeitern 75 Prozent und unter denen über 500 Mitarbeitern 79 Prozent. Die Frage, wer bereits mehrfach Beraterunterstützung in Anspruch genommen hat, macht die Unterschiede noch deutlicher: Unter den kleineren Unternehmen sind es nur 39 Prozent, bei größeren dagegen 50 (250 bis 500 Mitarbeiter) oder sogar 58 Prozent (über 500 Mitarbeiter).

Externe Unterstützung gern genutzt

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Sehr ausgeglichen ist der Beraterbedarf mittelständischer Unternehmen, wenn es um die Bereiche geht, in denen externe Unterstützung genutzt wird: Vor allem Finanzen (22 Prozent), Strate-gie(20 Prozent) sowie Marketing und Vertrieb (19 Prozent) waren nachgefragt, aber auch für Themen wie HR und Organisation (14 Prozent) und Operations (12 Prozent) wurden Berater ein-gesetzt. Wachsenden Bedarf sehen die Unternehmen vor allem im Bereich Marketing und Vertrieb: Hier planen 25 Prozent der Befragten für die Zukunft mit der Nutzung von Beratern, bei den Unternehmen über 500 Mitarbeitern sind es sogar 33 Prozent (derzeit 18 Prozent). Bei kleineren Unternehmen besteht das größte Potenzial dagegen im Finanzbereich: Hier sehen 35 Prozent der Entscheider Bedarf (derzeit 26 Prozent).

Wachstumspotenzial bei freiberuflichen Beratern

Bei der Entscheidung für Unternehmensberater setzen Mittelständler vor allem auf mittelgroße Beratungsunternehmen (46 Prozent), gefolgt von kleineren Beratungen (30 Prozent) und den Branchenriesen wie McKinsey (20 Prozent). Freiberufliche Consultants dagegen werden bisher kaum genutzt: Nur drei Prozent der Befragten gaben an, in den letzten zwei Jahren mit einem Freelancer zusammengearbeitet zu haben. Mit sechs Prozent am größten war dabei der Anteil unter den kleineren Unternehmen. Als Hauptgründe, warum es keine Zusammenarbeit mit Frei-beruflern gab, nannten die Befragten zu große Projekte, die ganze Teams erfordern (32 Prozent), Bedenken bezüglich der Qualität (29 Prozent) und mangelnden Zugang zu freiberuflichen Consul-tants (27 Prozent).

„Die Zahlen zeigen, dass der Bedarf an Beratungsleistungen gerade im Mittelstand riesig ist, sich aber viel zu selten in Aufträgen für die zunehmende Zahl freiberuflicher Consultants nieder-schlägt“, so Dr. Christoph Hardt, einer der Gründer und Geschäftsführer von COMATCH: „Fehlender Zugang und mangelnde Transparenz bezüglich der Qualität sind neben dem Wunsch nach mehrköpfigen Beraterteams die größten Hürden, die mittelständische Unternehmen davon abhalten, mit Freelancern zusammenzuarbeiten.”

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Kommentare

  1. Ein wichtiger Aspekt aus unserer Erfahrung ist auch, dass viele gerade kleinere Mittelständler sich nicht vorstellen können, mit Hilfe von erfahrenen freiberuflichen Beratern Ihre Schlagkraft zu erhöhen. Sie nehmen an, dass Beratungsprojekte eher etwas für große Firmen sind. Haben Sie sich erst einmal für einen Versuch entschieden, wollen die Entscheider die Vorteile, einen betriebswirtschaftlichen Berater an Ihrer Seite zu haben oft nicht mehr missen.

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