Zufriedenheit macht sich im Leben der Deutschen breit

Trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise sind 73 Prozent der Deutschen mit ihrem Leben zufrieden, 25 Prozent ist sogar „sehr zufrieden“. Das ermittelte das Marktforschungsunternehmen Ipsos GmbH kürzlich in Kooperation mit der beruflichen Medienfachschule Hamburg. Danach besteht die größte Zufriedenheit hinsichtlich der Wohnsituation, worauf die in der Partnerschaft und in der familiären Situation folgen. Am wichtigsten sei jedoch über alle Alters-, Bildungs- und Einkommensgruppen hinweg die Gesundheit.

Die Studie zeigt außerdem, dass die Deutschen eigentlich in keinem Bereich so richtig unzufrieden sind. Am schlechtesten schnitten noch die „finanzielle Situation“ (16 Prozent), das „Liebesleben“ (12 Prozent) und die „Gesundheit“ (12 Prozent) ab, wobei nur gut jeder Zehnte hier angegeben hätte, „unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“ zu sein. Bei den beiden letztgenannten Aspekten zeige sich ein deutlicher Zusammenhang zum Bildungsstand. Je niedriger die Schulbildung, desto größer werde die Unzufriedenheit. Etwa jeder fünfte Hauptschulabgänger aber nur zirka jeder zehnte Abiturient beziehungsweise Hochschulabsolvent sei mit seiner finanzieller Situation oder seinem Liebesleben unzufrieden.

Insgesamt stellen die Ipsosforscher und die Berufsschüler fest, dass Männer mit ihrem Leben signifikant zufriedener sind als Frauen (76 Prozent gegenüber 69 Prozent). Frauen seien vor allem mit ihrer finanziellen Situation unzufriedener als Männer (19 Prozent gegenüber 12 Prozent). Auch beim Alter ergäben sich deutliche Unterschiede: So seien junge Menschen insgesamt zufriedener als ältere. Interessant sei auch, dass 75 Prozent der Westdeutschen zufrieden mit ihrem Leben sind, während diese Meinung nur 63 Prozent der Ostdeutschen teilen. Dabei seien es vor allem die finanzielle Situation aber auch die Wohnsituation, die im Westen deutlich positiver bewertet würden als im Osten.

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