Zeitschriften gewinnen junge Leser eher online

Anlässlich der VDZ Zeitschriftentage 2005 fordert Karl Dietrich Seikel, Vorstandsvorsitzender der Publikumszeitschriften im VDZ, stärker als bisher junge Leser über das Internet und Mobilangebote an Zeitschriften heranzuführen. Die Allensbacher Medien- und Werbeträger-Analyse (AWA 2005) mache deutlich, dass sich heute 67 Prozent der unter 20-Jährigen des Internets als erste Informationsquelle bedienen.

„Der Medienmarkt ist letztendlich ein Markt der Inhalte, und die Zeitschriften haben durch ihr breites Themenangebot die redaktionelle und inhaltliche Kompetenz,“ betont Seikel. Schon heute haben die Publikumszeitschriften von den klassischen Medien mit 11,3 Millionen Unique Usern (AGOF internet facts II/2005) die höchste Reichweite der Online-Angebote im Netz hinter den reinen Online-Portalen mit 17,8 Millionen Unique Usern.

Die Prognose der Zeitschriftenverlage für die nächsten zwölf Monate ist verhalten optimistisch. Im Vertriebsgeschäft erwarten sie in der zweiten Jahreshälfte 2005 positive Impulse durch die Einführungen neuer Titel. Ein starkes viertes Quartal im Anzeigengeschäft dürfte die Verluste aus dem 1. Halbjahr 2005 in Teilen kompensieren. Für 2006 gehen die Verlage von einer Stabilisierung der Umsatzentwicklung mit leichten Wachstumsimpulsen aus.

Mit einem nachhaltigen Plus im Anzeigengeschäft rechnen die Verlage erst dann, wenn die Gesamtkonjunktur und die Binnennachfrage wieder in Fahrt kommen. Positiv entwickelt sich der Online-Werbemarkt, an dessen starkem Wachstum die Zeitschriften mit einem Zuwachs von 32 Prozent (1. Halbjahr 2005) überproportional profitieren. Weitere zusätzliche Einnahmen fließen den Verlagen aus Nebengeschäften wie der Edition von Büchern, CD-ROMs oder DVDs zu.

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