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Wohlstandsbilanz: Große Geldsorgen und Zukunftsängste

Die Wohlstands-Statistik zeigt: Zukunftsangst herrscht vor

Der deutschen Wirklichkeit gegenübergestellt, zeigen sich in dieser ökonomischen Dimension eklatante Defizite. Nur 37 Prozent der Befragten geben an, tatsächlich finanziell sorgenfrei zu leben, jeder Zweite sieht sein Einkommen nicht sicher, ebenso Wenige besitzen Eigentum. Materielle Wünsche kann sich nicht einmal jeder Dritte erfüllen.

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Das Markt- und Sozialforschungsinstitut Ipsos befragt in Zusammenarbeit mit Zukunftsforscher Opaschowski im Rahmen des Nationalen Wohlstandsindex für Deutschland (NAWI-D) bereits seit 2012 die Bundesbürger kontinuierlich, was sie unter Wohlstand und gutem Leben verstehen und wie sie ihre eigene Lebenslage derzeit einschätzen.

In erster Linie werden erwartungsgemäß mit Wohlstand und gutem Leben materielle Werte verbunden, wie keine finanziellen Sorgen (75%), ein sicheres Einkommen (68%) haben, Eigentum besitzen (63%) und der Wunsch, sich materielle Wünsche erfüllen zu können (63%). „Da mag es der Wirtschaft noch so gut gehen: Gut und sicher leben können die meisten Bundesbürger derzeit nicht. Sie haben große Zukunftssorgen“, so Professor Horst Opaschowski. Die nachweisbaren Geldsorgen und Zukunftsängste der Bevölkerung deuteten darauf hin, dass die Balance zwischen der Wirtschaftsstärke des Landes und dem Wohlergehen der Menschen gefährdet sei.

Gesundheitsversorgung ist wichtig

Neben den ökonomischen Belangen heißt „Gut leben“ und Wohlstand für über die Hälfte der Deutschen aber auch „sich eine gute medizinische Versorgung leisten können“ (55%), „sich gesund fühlen“ (54%) oder „keine Angst vor der Zukunft haben“ (54%). Auch hier zeigt sich ein Ungleichgewicht zur erlebten Realität. So können sich nur 44 Prozent der Bundesbürger nach eigener Aussage eine gute medizinische Versorgung leisten. Nur 39 Prozent der Befragten behaupten von sich, keine Angst vor der Zukunft zu haben.

Familie, Freunde, Freiheit und Frieden – eine sichere Hypothek

Bild von Louis 'Lui' Padberg(17)

Es macht Hoffnung, dass die Bundesbürger im Bereich des gesellschaftlichen Wohlbefindens eine positive Bilanz aufweisen. Zwei Drittel wissen den Wert guter Kontakte zur Familie (67%) und zu den Freunden (63%) zu schätzen. Hier finden sie soziale Geborgenheit. Auch Meinungsfreiheit (61%) und das friedliche Zusammenleben mit den Mitmenschen (67%) sind Realität, tragen zur Lebensqualität und Lebenszufriedenheit der Bevölkerung bei und helfen, manche finanziellen Nöte wenigstens teilweise auszugleichen.

Seit Frühjahr 2012 konzipiert Ipsos Observer gemeinsam mit Zukunftsforscher Prof. Dr. Horst W. Opaschowski ein neues Wohlstandsbarometer als Basis für einen umfassenden Nationalen WohlstandsIndex für Deutschland (NAWI-D). 

Basis: 20.000 Personen ab 14 Jahren, Persönliche Omnibusbefragung mit CAPI – Computer Assisted Personal Interviewing. Feldzeit: 2012 bis Ende 2014.

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