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Wie funktioniert Marketing für KI – mit KI?

Nomi ist zumindest kommunikativ ein "großartiger KI-Freund" in einem ­"In-Car-AI-System" vom Elek­tro-Start-up NIO. © Haas

Künstliche Intelligenz ist schon eine feine Sache: Nicht nur jene, bei denen es mit dem natürlichen Pendant nicht ganz so weit her ist, setzen große Hoffnungen in diese Techno­logie. Auch Produktdesigner spendieren schon heute gern ein Quäntchen davon.

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Ein Algorithmus hier, etwas Deep Learning da – und fertig ist: Ja, was eigentlich? Das dürfte im Moment noch die Wahrnehmung der meisten Konsumenten und vieler Entscheider sein. “Alexa, erkläre künstliche Intelligenz!” – “Es gibt Dinge, die auch ich nicht beantworten kann.” Danke fürs Gespräch.

Am anderen Ende des Spektrums steht KI als omnipräsente Bedrohung im ­Sinne einer Weltmacht, deren auto­matisierte Entscheidungs- und Kriegsführungsmaschinerie im Selbstoptimierungsprozess gelernt hat, den eigenen Ausschalter zu deaktivieren. Dass das kein Hirngespinst ist, zeigt ein Manifest von führenden Wissenschaftlern der Welt, die für den Umgang mit KI klare Ethikregeln fordern, um genau das nicht Wirklichkeit werden zu lassen.

Prinzip KI verändert ganze Organisationen

Die Realität wird irgendwo dazwischen liegen. Und irgendwo dazwischen sitzt auch das Marketing – gefangen zwischen Produktpolitik, Preis und Platzierung. Verdammt dazu, Orientierung zu bieten und den Mehrwert zu kommunizieren. Denn letztlich ist weder ein Produkt noch dessen Unterstützung durch KI ein Selbstzweck, sondern Mittel zum Profit.

Doch wie kommuniziert man den Mehrwert eines Algorithmus? Versuchen Sie mal, das Ding auf einer Messe auszustellen. Bitte stellen Sie sich solche Fragen, denn klar ist: Zukunft ist KI! Das geht weit über das hinaus, was wir heute mit “Digitalisierung” verbinden – vom ­cleveren Brotbackautomaten beim Discounter, der die Eigenheiten der Filiale lernt, bis zur voll unterstützten Medizin. Das Prinzip KI wird ganze Organisationen verändern, und man tut gut daran, Gestalter dieser Veränderung zu sein.

Was bereits heute technisch geht, sieht man bei der Überwachungstechnik. Das Prinzip geht fließend über in die ­Interwachung, bei der Individuen oder ­Maschinen durch aktiven Beitrag Daten generieren und dafür sorgen, dass ­Sys­teme bessere Entscheidungen treffen. So lernt das Internet der Dinge, so wird das autonome Fahrzeug sinnvoll möglich.

Elon Musk lässt an der Gehirn-Computer-Schnittstelle forschen

Momentan vielleicht noch etwas ­ab­strakt, wäre doch auch eine Art ­Algokratie denkbar: Beherrschung ­gesellschaftlicher Prozesse auf Basis von Algorithmen, die sich ständig selbst verbessern und mehr Parameter in ihre Entscheidungen einfließen lassen, als es das menschliche Hirn rational im Stande oder willens wäre zu tun. Der Politiker wäre dann quasi nur das “Gesicht” der Maschine. Die Top-Ebene wäre die Anthropogenisierung, bei der wir ­Menschen in unserem Sein und Denken von künstlichen Intelligenzen unmittelbar unterstützt werden. Stichwort: Gehirn-Computer-Schnittstelle. Schütteln Sie nicht den Kopf, sondern fragen Sie beispielsweise Elon Musk – der lässt ­daran bereits seit Jahren forschen.

Entscheidend für die Akzeptanz von KI wird ihr Nutzen sein – und wie dieser kommuniziert, platziert und bepreist wird. Letztlich müssen die Systeme und Ökosysteme mitsamt ihren Algorithmen so gestaltet werden, dass Produkte und Dienstleistungen auch verkäuflich sind. Unterstützung tut also not! Wird demnach nicht auch zusätzliches Wissen ­nötig? Irgendwo zwischen Intelligenz und Marketing, zwischen KI im Produkt und KI in der Kommunikation?

Deshalb: Machen Sie sich schlau! Spielen Sie ­Alexa ans Limit, gehen Sie zur World ­Artificial Intelligence Conference und lernen Sie, wie beim Cybathlon mo­dernste technische Assistenzsysteme unbefangen kommuniziert werden. ­Setzen Sie die Zukunft auf Ihre Agenda und ­lassen Sie uns rebellisch – mit Freiheit und Vollgas – die Welt prägen!

absatzwirtschaft+

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