Suche

Anzeige

Wie der Einzelhandel im Internet-Zeitalter den Kunden zurückerobert

Der deutsche Einzelhandel bleibt auf Wachstumskurs. © dpa

Leerstehende Ladenlokale, insolvente Händler - wenn man den Einzelhandelsverbänden glauben kann, ist das Internet die größte Gefahr der lokalen Geschäfte. Zwar betreiben vor allem große Ketten auch Webshops, eine offensichtliche Chance liegt jedoch vor allem in der Konvergenz zwischen Ladenlokal und Online-Shop.

Anzeige

“Wenn man den Feind nicht besiegen kann, bleibt nur, ihm die Freundschaft anzubieten”, sagt Unternehmer Eric Jankowfsky. Seit 20 Jahren ist er einer der Vordenker im E-Commerce und betreut mit seinem Team Kunden bei der Umsetzung von innovativen Shopkonzepten. “Selbst die deutsche Bahn ist innovativer als die meisten Einzelhändler, schließlich steht in jedem Bahnhof ein Fahrkartenautomat. Nur wenige Einzelhändler haben bisher begriffen, dass ein Internet-Terminal mit Zugriff auf den eigenen Webshop viele zusätzliche Möglichkeiten im eigenen Laden bieten kann”, so Jankowfsky. Sein Unternehmen bietet die Implementierung von Shopsystemen sowie die Betreuung von Shops im laufenden Betrieb mit Content-Produktion, Fulfillment und Marketingaktionen an.

Erste Pilotversuche erfolgreich gestartet

Einzelhandelsverbände bekräftigen stets, die Beratung im Laden vor Ort sei durch das Internet nicht zu ersetzen: “Das ist auch eines der entscheidenden Argumente. Allerdings müssen dazu nicht volle Läger in der teuren Innenstadt bereitgehalten werden, sondern es genügt, auf kleiner Fläche eine Musterkollektion anzubieten. Zum Anprobieren reicht das völlig, die nagelneue Ware kann gemeinsam mit Kunden online bestellt werden. Der Versand erfolgt nach Hause – ohne Tütenschleppen – oder zur Abholung in das Geschäft”, so das Konvergenz-Szenario von Jankowfsky.

Shoppen ohne Öffnungszeiten als Chance

Anders als im Geschäft gibt es die volle Auswahl, und sogar nach Ladenschluss kann ein Touch-Terminal, in das Schaufenster integriert, den Geschäftsbetrieb für späte Bummler aufrechterhalten. “Letztlich ist das Internet eine große Chance. Es gibt keine Öffnungszeiten, und die Lagerlogistik ist vereinfacht”, so der E-Commerce-Profi. Neben der Beratungskompetenz des Einzelhandels gebe es zudem ein schlagkräftiges Argument für die Verschmelzung von On- und Offline-Shopping am Point of Sale: Den Stadtbummel.

Anzeige

Kommunikation

Clubhouse

Was ist Clubhouse? Hintergründe zur Hype App

Die Social-Media-App Clubhouse ist gefühlt über Nacht an die Spitze der Download-Bestenliste gestürmt. Was hat es mit dem Hype auf sich – und wird Clubhouse sich langfristig als App etablieren? mehr…



Newsticker

Top-Talente im Marketing: Anton Knoblach von Adobe

Die absatzwirtschaft hat 20 Top-Talente im Marketing entdeckt, die zu führenden Köpfen dieser…

Neue Regeln fürs Homeoffice – Angst vor “Bürokratiemonster”

Wegen Corona sollen Unternehmen noch mehr Homeoffice möglich machen. Die Bundesregierung erhöht nun…

Amazon im Gesundheitssektor: Alarm für Europa

Amazon will den Gesundheitssektor erobern – der nächste Schritt des Online-Riesen in einen…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

  1. Nicht nur über Touch-Terminals können Kunden nach Ladenschluss einkaufen gehen. Mittlerweile gibt es Systeme, bei denen neben den Artikeln nur einfache QR-Codes aufgedruckt werden müssen. Der Kunde scannt den Code dann mit dem Handy und bezahlt z.B. per PayPal. Super Sache, leider noch kaum zu sehen in Deustchland! Aber das Mobile Shopping wird sicher kommen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige