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„Westfälische Rundschau“ schließt Redaktionen, Facebook sucht und spottet

Die Zeitungskrise forderte diese Woche das nächste Opfer. Die WAZ verkündete, dass die Redaktionen der Regionalzeitung „Westfälische Rundschau“ geschlossen werden. Die Mitarbeiter sind entsetzt und zeigten diese Woche, was der Verlust von Zeitungen wirklich bedeutet. Gleichzeitig machte Facebook in den vergangenen Tagen mit einer neuen Suchfunktion und den neuen „Spotted“-Seiten wieder ordentlich von sich reden . Der absatzwirtschaft-Wochenrückblick:

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Neuerung der Woche: Suchfunktion auf Facebook

Am 15. Januar wurde sie vorgestellt: die neue Facebooksuche. Diese heißt nun nicht mehr bloß Suche, sondern Facebook Graph Search. Sie ist keine reine Web-Suche, sondern vielmehr ein umfassender Zugang zu den Facebookdaten. Die Daten werden semantisch durchsucht. Es werden dabei alle Informationen verwendet, für die der Nutzer die Berechtigung erteilt hat. Privatsphärenschutz ist laut Facebook gewährleistet. So funktioniert die Suche: Jemand sucht beispielsweise ein Foto aus Rom. Er gibt ein: „Foto eines Freundes aus Rom“. Prompt werden ihm alle Fotos von seinen Freunden angezeigt, die in Rom leben oder Fotos von Freunden, die mit dem Begriff Rom beschriftet wurden. So können sämtliche Daten durchsucht werden.

Krisenfall der Woche: “Westfälische Rundschau“

Mitte der Woche wurde bekannt: Die Redaktionen der Lokalzeitung „Westfälische Rundschau“ werden geschlossen. 120 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Das Zeitungssterben redet längst keiner mehr schön – erst recht nicht die Betroffenen. So ehrlich und offen wie die Kollegen der Westfälischen Rundschau ging aber bisher kaum eine Redaktion mit ihrer Entlassung um. Sie ließen beispielsweise ihre Glosse am Donnerstag ausfallen und druckten stattdessen: „Heute ist kein Tag für Spaß.“ Eine freie Mitarbeiterin schreibt in einem Artikel auf ruhrbarone.de, worum es wirklich geht bei der Redaktionsschließung: um den Verlust von Existenzen, weniger Meinungsfreiheit und den Verlust von Heimat für Abonnenten und Redakteure der Zeitung. Unser Redakteur Thorsten Garber, ehemals selbst Redakteur der „Westfälischen Rundschau“, blogt zu den Aktionen seiner Kollegen: http://garbersgazette.de/


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Warum Händler Kauferlebnisse statt Produkte anbieten sollten
>>>Der ADAC – kein gelber Engel, aber guter Pannenhelfer und Berater in der Not
>>>Testimonial-Resterampe Dschungelcamp: Gut für Unternehmen, schlecht für Teilnehmer
>>>Canon im Markenranking vor Ritter Sport und Nivea


Facebook-Phänomen der Woche: Spottet-Seiten

Die Traumfrau gesehen – doch zu feige gewesen, um sie anzusprechen? Facebook will da jetzt helfen. Sogenannte Spottet-Seiten schießen aus dem Social-Media-Boden. Das Prinzip: Anhänger der Gruppe können nach Personen suchen, die sie gerne angesprochen hätte. Der Suchende schickt seine Nachricht an die Seitenbetreiber, diese veröffentlichen die Nachricht anonym auf der Pinnwand. Andere Nutzer können bei der Suche helfen und Tipps abgeben, wer die beschriebene Person sein könnte. Großteils gibt es die Seiten für Universitäten. Doch die Seiten sind längst mehr als nur Hilfestellung bei zu großer Schüchternheit: Über sie werden Witze erzählt, Gerüchte verbreitet und Veranstaltungen verbreitet. Eine interessantes Phänomen für Werbende.

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