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Weniger TV, mehr digital: Adidas will seinen E-Commerce-Gewinn vervierfachen

Adidas will künftig weniger in TV-Werbung investieren. Stattdessen möchte der Sportartikelhersteller sein digitales Engagement vorantreiben, um die Einkünfte im E-Commerce zu steigern.

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Adidas kehrt TV-Werbung den Rücken, um seine E-Commerce-Einnahmen bis 2020 zu vervierfachen. Das sagte Adidas- Vorstandschef Kasper Rørsted gegenüber CNBC. Mit dem neuen Kurs wolle der Sportartikelhersteller vor allem die jüngere Zielgruppe ansprechen, die grundsätzlich nur noch über mobile Endgeräte erreichbar sei. “Digitales Engagement ist der Schlüssel für uns, niemand schaut noch TV-Werbung“, sagt Rørsted gegenüber CNBC.

Vorstandsvorsitzender will Gewinn vervierfachen

Rørsted war noch bis April vergangenen Jahres Vorstandsvorsitzender des deutschen Chemie- und Konsumgüterunternehmens Henkel und übernahm im Oktober 2016 den Vorstandsvorsitz von Adidas, wo er den E-Commerce von Beginn ins Zentrum seiner Strategie stellte. Mit der digitalen Strategie will der gebürtige Däne den Gewinn von Adidas vervierfachen. Im Jahr 2016 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 19 Milliarden Euro, sowie einen Gewinn von eine Milliarde Euro. Im Jahr 2020 soll der Gewinn dann bei vier Milliarden Euro liegen. Adidas hatte bereits vergangene Woche angekündigt, stark in den Digitalisierungsprozess investieren zu wollen, darunter unter anderem in 3-D-Druck und intelligente Fertigungsmethoden.

Wirklich “gar kein” TV mehr?

Laut der amerikanischen Nachrichtenseite Business Insider dürfe man die Aussagen Rørsteds aber nicht zu ernst nehmen. So würden Daten von iSpotTV zeigen, dass Adidas im Jahr 2017 eine Reihe von TV-Spots ausgestrahlt hat, darunter der Spot “Original is Never Finished” mit Snoop Dogg. Allerdings sei der TV-Aufwand im Vergleich zu anderen Werbetreibenden in den USA relativ gering. Unter ihnen schaffe es Adidas in einem iSpotT-Ranking, dass die Ausgaben für TV-Spots der letzten 30 Tage vergleicht, aktuell nur auf Platz 511.

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