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Weg von Siri, Alexa und Co.: Sollten Unternehmen einen eigenen Sprachassistenten bauen?

Jascha Stein von Omnibot

Alexa oder Siri mit den Daten der eigenen Kunden füttern? Das muss nicht sein, wenn ein Unternehmen einen Chatbot oder Sprachassistenten nutzen will. Eine Alternative zu den US-Giganten bietet das Start-up Omnibot. Mit der Plattform der Oldenburger können Firmen selbst einen Sprachassistenten oder Chatbot entwickeln. Omnibot-Gründer und Geschäftsführer Jascha Stein erklärt im Interview mit der absatzwirtschaft wie sein Unternehmen mit den großen Playern mithalten will.

Von Peter Ringel, Pressebüro Ringel

Herr Stein, was ist der direkte Vorteil, wenn ein Unternehmen einen eigenen Sprachassistenten baut?

JASCHA STEIN: Die Effizienz wird erhöht. Wiederkehrende Anfragen lassen sich durch Bots schnell und einfach beantworten, kein Kunde muss mehr in nervigen Warteschleifen hängen. Die monotonen Jobs im Callcenter tun auch den dort Beschäftigten nicht gut, wie die enorme Personalfluktuation zeigt. Statt die immer gleichen Fragen zu beantworten, sollten Mitarbeiter ihre wertvolle Zeit dort einsetzen, wo sie wirklich unverzichtbar sind. Zum Beispiel in der persönlichen Beratung.

Warum besteht Bedarf an Ihrem Produkt?

Sprachsteuerung macht im Alltag vieles komfortabler, wie die rasante Zunahme von Smart Speakern zeigt. Künftig sind hier auch europäische Anbieter zu erwarten. Künstliche Intelligenz kann aber mehr als nur Musik abspielen, den Wetterbericht vorlesen oder Produkte erklären. Integriert in eine komplexe Virtuell-Reality-Software wird ein Bot zum wirklichen Assistenten. Ein einziger Befehl wie ‚erklär mir das‘ kann dreißig oder vierzig Klicks ersetzen. Unsere Plattform ist als Sprachassistent praktisch in jede Hard- oder Software integrierbar und vereinfacht die Bedienung von Maschinen, Computern und Smartphones erheblich.

Wie kam es zu der Idee?

Ursprünglich komme ich aus der IT und habe seit den neunziger Jahren im E-Commerce gearbeitet – ich war ein typischer Nerd, bis ich immer weiter in Richtung Digitalmarketing ging und eine mehrjährige psychologische Ausbildung absolvierte. Jetzt verknüpfe ich die Bereiche Mensch und Technologie und helfe dabei, Verständnis und  Kommunikation mit Hilfe von Sprachinterfaces und menschenzentrierter Künstlicher Intelligenz zu verbessern.

Wie können Sie mit den großen Playern mithalten?

Ein großer Vorteil ist: Mit unserer Plattform behalten Nutzer die volle Kontrolle über ihre Daten. Außerdem lässt sich Omnibot mit geringem Programmieraufwand und in den meisten Fällen ohne spezielle Trainingsdaten einsetzen. Sei es fürs Smart Home oder auf Kanälen wie Chats, Websites und Telefon. Außerdem ist unsere Fehlerrate beim Erkennen von speziellen Sprachinhalten geringer als bei den Standard-Sprachtechnologien der großen Anbieter.

Wie finanzieren Sie sich und wer sind die Investoren?

Wir greifen auf eigene Mittel zurück und sind somit unabhängig. Uns kommt zugute, dass Jeff Adams bei uns eingestiegen ist. Mit seiner Firma Cobalt bringt der einstige Entwicklungsleiter von Amazons Alexa wertvolles Know how und Sprachtechnologien ein.

 

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