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Walmart will TikTok zusammen mit Microsoft übernehmen

Der US-Einzelhändler mischt im Rennen um die Video-App TikTok mit. © Walmart

Der amerikanische Supermarkt-Riese Walmart tut sich mit Microsoft zusammen, um das US-Geschäft der populären chinesischen Video-App Tiktok zu übernehmen. Teil des Plans dabei ist, die App als Plattform für Online-Verkäufe zu nutzen und damit den Konkurrenten Amazon anzugreifen.

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Der US-Supermarktkonzern Walmart erwägt, sich einer Kaufofferte von Microsoft für die beliebte Videoplattform TikTok anzuschließen. Walmart erklärte am Donnerstag, ein Deal mit Microsoft und TikTok könne dem Unternehmen dabei helfen, sein Werbegeschäft auszubauen und mehr Kunden zu erreichen.

Microsoft und Walmart sind bereits Geschäftspartner: Der Softwareentwickler liefert Walmart Cloud-Computing-Dienste, die diesem beim Betreiben seiner Läden und des Online-Shoppings helfen. Beide Firmen unterzeichneten 2018 eine Partnerschaft über fünf Jahre. Sie können damit gemeinsam gegen ihren Konkurrenten Amazon vorgehen.

In Sachen Größe überragt Walmart den Online-Riesen: Der Einzelhandelskonzern hat im Geschäftsjahr 2020 (31. Januar) einen weltweiten Umsatz von 524 Milliarden Dollar erwirtschaftet; Amazon lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 280 Milliarden Dollar. Das 1962 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit 2,2 Millionen Menschen (Amazon: 840.000).

Verbünden sich Walmart und Microsoft gegen Amazon?

Die Integration von E-Commerce und Werbung bei Tiktok sei von Vorteil für Nutzer und Video-Autoren, erklärte Walmart in einer Stellungnahme dem Sender CNBC und dem Finanzdienst Bloomberg. Walmart glaube, dass eine Partnerschaft mit Microsoft rund um Tiktok in den USA dem Konzern einen wichtigen Weg geben könnte, um Verbraucher zu erreichen und auch eine Plattform für andere Händler aufzubauen. Walmart konkurriert im Online-Handel in den USA mit dem Branchenprimus Amazon.

Die Video-App TikTok gehört zum chinesischen Bytedance-Konzern. US-Präsident Donald Trump hatte amerikanischen Firmen und Bürgern Geschäfte mit Tiktok untersagt, das Verbot soll Mitte September greifen. Ohne einen Verkauf droht Tiktok damit das Aus in den USA. Trump bezeichnet Tiktok als Sicherheitsrisiko, weil über die App chinesische Behörden Zugriff auf Daten von Amerikanern bekommen könnten. Tiktok und Bytedance wiesen den Vorwurf zurück und zogen diese Woche vor Gericht.

Offenbar auch Oracle an TikTok interessiert

Microsoft verhandelt derzeit über einen Kauf des Geschäfts von Tiktok in den USA sowie Kanada, Neuseeland und Australien. Auch der Software-Konzern Oracle soll laut Medienberichten gemeinsam mit mehrere prominenten Start-up-Investoren an Tiktok interessiert sein.

Am Donnerstag war auch der Rücktritt von TikTok-Chef Kevin Mayer nach nur wenigen Monaten im Amt bekannt geworden. Das “politische Umfeld” habe sich erheblich verändert und daher habe er diese Entscheidung getroffen, erklärte er in einem Brief an Mitarbeiter. In dem Streit erwarte TikTok bald eine Lösung, sagte Mayer.

tht/dpa

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