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Von Beiersdorf bis Bundesliga: Hilfe in der Corona-Krise

Hoffenheim
TSG Hoffenheim hilft: "Es ist eine Selbstverständlichkeit den Menschen zu helfen, die sich plötzlich einer solchen Notsituation ausgesetzt sehen." © Imago

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie machen der Wirtschaft schwer zu schaffen. Doch die unterschiedlichsten Unternehmen rücken gleichzeitig auch enger zusammen. Drei aktuelle Beispiele für solidarische Hilfeleistungen in Zeiten der Krise.

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Bedingt durch die Ausbreitung des Coronavirus gab es zuletzt bereits diverse Beispiele für Hilfsaktionen aus der Wirtschaft – sei es Facebook mit seinem 100-Millionen-Euro-Programm oder der Luxuskonzern LVMH, der ankündigte, in seinen Parfum- und Kosmetikfabriken in Frankreich große Mengen Desinfektionsmittel produzieren lassen zu wollen.

Nun gehen mit dem Kosmetikkonzern Beiersdorf, dem Fußballbundesligisten TSG Hoffenheim sowie den Automobilherstellern GM und Ford weitere Player beispielhaft voran:

Beiersdorf stellt 500 Tonnen Desinfektionsmittel her

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf startet in der Corona-Krise die Herstellung von medizinischen Desinfektionsmitteln. Im ersten Schritt werden mindestens 500 Tonnen Desinfektionsmittel in den Produktionswerken in Hamburg, Waldheim (Sachsen) und Tres Cantos bei Madrid hergestellt, teilte Beiersdorf am Donnerstag in Hamburg mit. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden sollen die Mittel Institutionen und Berufsgruppen zur Verfügung gestellt werden, die gegen das Coronavirus im Einsatz sind.

TSG Hoffenheim richtet Hilfsfonds ein

Über das eigene Kern-Business hinaus kommt vereinzelt auch Hilfe aus der Fußballbundesliga. So legte jüngst etwa die TSG Hoffenheim einen sogenannten “Corona-Hilfsfonds” auf. Ziel sei es laut den Kraichgauern, “Partner, deren Existenz unmittelbar mit dem Spielbetrieb der Fußballbundesliga zusammenhängt, aber auch wichtige Einrichtungen, Institutionen oder Sportvereinen in der Rhein-Neckar-Region im Bedarfsfall zu unterstützen”.

Der Fördertopf des Bundesligisten speist sich zum einen aus einer Einlage der TSG Hoffenheim. Einen “namhaften Betrag” steuert zudem TSG-Gesellschafter Dietmar Hopp bei, wie der Verein bekannt gab. “Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit den Menschen zu helfen, die sich plötzlich einer solchen Notsituation ausgesetzt sehen und in der Existenz bedroht sind”, sagt Hopp, der die Mittel aus seinem Privatvermögen beisteuern wird. Neben Hopp beteiligen sich laut der TSG auch die Profispieler an dem Hilfstopf. Auch Partner und Sponsoren haben die Möglichkeit, den Fonds aufzustocken.

Neben den finanziellen Mitteln werden die Fachkräfte sowie die Teams der TSG Hoffenheim auch verschiedene Unterstützungsleistungen anbieten. So plant der Bundesligist beispielsweise einen “Aktions-Spieltag”, dessen Einnahmen vor allem den Einrichtungen zugutekommen werden, die in dieser “für alle so bedrohlichen Lage schier Übermenschliches leisten”. “Medizinisches Personal, Pflegekräfte und viele weitere Berufsgruppen gehen in diesen Tagen weit über ihre Grenzen hinaus, um uns allen zu helfen. Diesen Menschen wollen wir unseren Respekt erweisen und unsere Unterstützung zukommen lassen”, sagt TSG-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich.

GM und Ford prüfen Produktion von medizinischen Geräten

Die beiden größten US-Autobauer General Motors (GM) und Ford prüfen im Kampf gegen die Coronavirus-Krise die Herstellung von medizinischen Geräten. Vorstandschefin Mary Barra habe der US-Regierung am Mittwoch signalisiert, dass GM nach Lösungen zur Unterstützung bei der Bewältigung der Krise suche, teilte das Unternehmen mit. Dabei werde etwa untersucht, ob medizinische Ausrüstung wie zum Beispiel Beatmungsgeräte produziert werden könne.

Auch der zweitgrößte US-Autohersteller Ford will prüfen, ob er auf diese Weise helfen kann und hat dazu laut eines Statements in US-Medien bereits Gespräche mit der Regierung in den Vereinigten Staaten und auch in Großbritannien geführt. Zuvor hatten allerdings sowohl GM als auch Ford vorübergehende Produktionsstopps in Nordamerika aufgrund der Corona-Krise angekündigt. Die Bänder sollen in den USA, Kanada und Mexiko zunächst bis zum 30. März stillstehen.

absatzwirtschaft+

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