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Vodafone lässt die Marke Unitymedia verschwinden

Deutschlandchef Hannes Ametsreiter in einem Shop des Telekommunikations-Anbieters © Vodafone

Nach der Übernahme durch Vodafone im vergangenen Jahr gehört der Kabelnetzbetreiber Unitymedia nun endgültig der Vergangenheit an. Und ein weiterer großer Schritt ist geplant.

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Nach der Übernahme durch Vodafone im vergangenen Jahr verschwindet der Kabelnetzbetreiber Unitymedia nun endgültig vom Markt. Die beiden Unternehmen hatten bereits ihre Angebote gebündelt, künftig wird Unitymedia dann auch als Marke nicht mehr präsent sein, wie Vodafone ankündigte. Shops würden umgestaltet und erhielten das deutschlandweit bekannte Vodafone-Logo und die entsprechende Ausstattung.

Für die Kunden soll sich außer dem Namen aber nichts ändern. Seit September vergangenen Jahres verkaufen die Unitymedia-Shops bereits Vodafone Mobilfunk-Produkte. In den kommenden Wochen sollen hier auch die Festnetz- und TV-Angebote vereinheitlicht werden.

Stellenabbau bei beiden Unternehmen

Im Zuge der Zusammenlegung will Vodafone bis zu 135 Millionen Euro an Personalkosten einsparen. Das soll unter anderem durch einen Abbau von rund 1300 der etwa 16.000 Stellen bei beiden Unternehmen erfolgen, wie ein Vodafone-Sprecher bestätigte. Beim Stellenabbau setze Vodafone auf sozialverträgliche Lösungen. Ein entsprechender Sozialplan sei bereits mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart worden.

Unitymedia hat nach eigenen Angaben rund 7,2 Millionen Kabel-, Telefon- und Internetkunden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Die EU-Kommission hatte vergangenen Sommer grünes Licht für die Übernahme gegeben. Dass Unitymedia als Marke nicht erhalten bleiben wird, stand bereits fest.

Zahl der Gigabit-Anschlüsse steigt auf bundesweit 17 Millionen

Vodafone kündigte am Montag zugleich einen weiteren großen Schritt beim Ausbau seiner sehr schnellen Internetverbindungen an. Auf einen Schlag steige die Zahl der Haushalte mit sogenanntem Gigabit-Anschluss von zuletzt knapp zwölf Millionen auf bundesweit 17 Millionen, sagte Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter vor Journalisten in Stuttgart. In den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen würden jetzt auf einen Schlag weitere 5,5 Millionen Kabel-Anschlüsse für Gigabit-Geschwindigkeit freigeschaltet. Bis Ende 2022 sollen es insgesamt 25 Millionen sein. Vodafone rüstet dazu in erster Linie sein bestehendes Kabel-Netz auf. Dieses Netz werde aber auch kontinuierlich erweitert, sagte Ametsreiter.

Vodafone ist der mit weitem Abstand größte Treiber des Gigabit-Ausbaus in Deutschland. Nach Angaben des Unternehmens ist die Technik – andere Anbieter eingerechnet – aktuell in etwa jedem zweiten Haushalt in Deutschland verfügbar. Ein Großteil davon nutzt die Technik laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr bisher aber gar nicht.

dpa/tht

absatzwirtschaft+

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