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Uber verliert Lizenz in London

Etappensieg für das Taxi-Establishment: Ein Londoner Taxifahrer steht 2018 während einer Demonstration gegen Uber auf der Motorhaube seines Black Cabs. © Imago

Aus für Uber in London: Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler darf seine Dienste in der britischen Hauptstadt künftig nicht mehr anbieten. Gerät Uber jetzt auch in Deutschland stärker unter Druck?

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Die Londoner Verkehrsbetriebe verweigern dem Fahrdienstvermittler Uber eine neue Lizenz für die britische Hauptstadt. Als Begründung verwies Transport for London (TfL) am Montag auf mehrere Verstöße, mit denen der Taxi-Konkurrent Passagiere und ihre Sicherheit riskiert habe. Die Lizenz läuft am Montag um Mitternacht aus. Uber kündigte einen Einspruch gegen die Entscheidung an und bezeichnete sie als außergewöhnlich und falsch. Während des laufenden Streits kann der Konzern weiter Fahrten anbieten.

TfL hatte Uber bereits an die kurze Leine genommen. Im September verlängerte die Behörde die Lizenz nur noch um zwei Monate und verhängte strengere Auflagen, weil sie nach eigenen Angaben Sorgen wegen aggressiver Geschäftspraktiken bei Uber und wegen der Sicherheit der Passagiere hatte.

Behörde bemängelt 14.000 unversicherte Fahrten

Einer der Hauptgründe für den jetzigen Schritt sei eine Umstellung im Uber-System, die es unbefugten Fahrern ermöglicht habe, ihre Fotos auf den Konten von Kollegen hochzuladen und an deren Stelle Fahrgäste mitzunehmen, erklärte die Behörde. Dadurch seien mindestens 14.000 Fahrten nicht versichert gewesen. Einige Kunden seien von Fahrern transportiert worden, deren Lizenz widerrufen worden sei.

Uber hat 21 Tage Zeit, gegen den Entzug der Lizenz vorzugehen. Das Unternehmen versicherte, es habe sein Geschäft in den vergangenen beiden Jahren grundlegend geändert und setze Maßstäbe bei der Sicherheit. Erst vor zwei Monaten habe TfL Uber noch für passend und geeignet gehalten und die Lizenz verlängert.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan begrüßte die Entscheidung der Verkehrsbetriebe. In der Stadt gebe es Platz für innovative Unternehmen, aber diese müssten sich zur Sicherheit von Kunden an die Regeln halten. Auch wenn Uber-Nutzer das Vorgehen ablehnten – es gehe um Bedenken für deren Sicherheit.

tht/dpa

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