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Uber fährt nach einem Skandaljahr einen Verlust von 4,5 Milliarden Dollar ein

Es bleibt ein steiniger Weg für Uber an die Börse: Im kommenden Jahr könnte der Fahrdienstleister an der Wall Street debütieren, doch die Geschäftsentwicklung sieht nicht danach aus. Wie das Premium-Techportal The Informationen berichtet, hat das wertvollste privat geführte Start-up der Welt im vergangenen Geschäftsjahr einen happigen Milliardenverlust eingefahren.

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Wie The Information berichtet, hat Uber im abgelaufenen vierten Quartal seine Erlöse um 61 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar steigern können. Gleichzeitig macht der 2009 gegründete Fahrdienstvermittler im Dreimonatszeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember jedoch einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar.

Wie CNBC berichtet, konnte Uber seine Verluste gegenüber dem vorangegangenen Quartal, in dem ein Minus von 1,46 Milliarden verbucht wurde, damit immerhin um 26 Prozent verringern.

Auf Jahressicht bleibt die Bilanz indes tiefrot gefärbt: Nach Angaben von The Information hat der hoch gewettete Fahrdienstvermittler im vergangenen Geschäftsjahr bei Umsätzen von 7,4 Milliarden Dollar happige 4,5 Milliarden verloren. Als privat geführtes Unternehmen muss Uber keine offiziellen Quartalsbilanzen ausweisen. Bis spätestens 2022 will Uber allerdings schwarze Zahlen schreiben.

Dara Khosrowshahi soll Uber 2019 an die Börse führen

Der mit einer Bewertung von 72 Milliarden Dollar wertvollste privat geführte Internetkonzern blickt auf ein wahres Horrorjahr zurück. Uber sorgte 2017 durch ein Führungschaos, Sexismus-Vorwürfe und einen Hackskandal für zahlreiche Negativschlagzeilen. Hacker hatten im Herbst 2016 Daten von 57 Millionen Fahrgästen und Fahrern gestohlen. Im vergangenen Juni hatte die Kulmination der Probleme dann zur Trennung von Gründer Travis Kalanick geführt. Seit Beginn des Jahres haben zudem mehr als ein Dutzend Firmenmanager ihren Posten bei Uber geräumt.

Mit Altlasten von Ex-Chef Kalanick muss sich seit vergangenem August seine Nachfolgerin Dara Khosrowshahi befassen. Der 48-jährige Iraner, der zuvor 12 Jahre lang den Online-Reisekonzern Expedia geleitet hatte, hatte im vergangenen November die lang erwarteten Börsenpläne konkretisiert und dafür einen Zeitrahmen von 18 bis 36 Monaten genannt, dabei aber durchblicken lassen, dass das IPO im Idealfall 2019 erfolgen soll.

Ein Vertrauensbeweis auf dem Weg an die Wall Street erfolgte im Januar aus Japan: Gleich 9,3 Milliarden Dollar investierte der Beteiligungskonzern SoftBank in Uber und sicherte sich dafür 20 Prozent am Internet-Riesen aus San Francisco.

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