Suche

Anzeige

TV-Experiment in den USA will dem Internet Konkurrenz machen

Das US-amerikanische Kabelnetz-Konsortium Canoe Ventures hat mit "Elections `08 On Demand" einen experimentellen TV-Sender an den Start gebracht, der Yahoo und YouTube zum Vorbild hat.

Anzeige

Dabei greift Elections `08 das Prinzip des Videoportals auf. Zuschauer können selbst entscheiden, wann sie welche Sendung ansehen wollen. Abhängig vom Wohnort der Abonnenten können diese mittels Abstimmung zudem darüber bestimmen, ob als nächstes eine Wahlkampfrede oder eine Dokumentation laufen soll.

“Damit wollen wir verhindern, dass noch mehr Werbekunden vom TV ins Internet abwandern”, erläutern die Macher des Senders. Die User können dort auf eine Vielzahl von On-Demand-Beiträgen zurückgreifen. Canoe Ventures verspricht sich von dem Konzept eine ganz neue Form von Werbeplattform. Langfristiges Ziel sei es, dass für jeden Haushalt maßgeschneidert Werbung eingespielt werden könne.

Bei Elections `08 können Werbekunden derzeit nach Region Werbespots schalten. So hat Barack Obama unter anderem in 15 Staaten, in denen er nicht als Favorit gilt, seinen siebenminütigen Werbespot platziert. Mitchell E- Daniels Jr., Gouverneur von Indiana, hat für die Ausstrahlung eines 30-minütigen Wahlkampfvideos, das nur im Raum Chicago laufen soll, 10 000 Dollar bezahlt.

“Aber wahrscheinlich haben die meisten der gut 32 Millionen angeschlossenen Haushalte noch nicht einmal mitbekommen, dass es diesen Sender überhaupt gibt”, zitiert die New York Times einen Fernsehmarktexperten. Denn beim Kabelnetzbetreiber Time Warner befände sich Elections `08 beispielsweise auf Sendeplatz 1 279 und bei Cablevision auf Platz 500. Bisher haben Zuschauer erst 500 000 Sendungen abgerufen.

Eine Zahl, die auch David Porter, Vice President vom Kabelnetzriesen Cox Media, überrascht: “Wöchentlich laufen in den Regionalprogrammen mehr als 100 Werbespots für Elections `08. Von daher ist die Zahl schon recht niedrig.” Zudem bemängeln Kritiker von Elections `08 noch eine zweite Schwachstelle. “Warum sollen Firmen Geld für Werbung ausgeben, wenn sie im Internet auch On-Demand-Angebote finden, in denen sie ihre Werbung oftmals billiger schalten können”, äußert ein Marktexperte. pte

Anzeige

Kommunikation

Clubhouse

Was ist Clubhouse? Hintergründe zur Hype App

Die Social-Media-App Clubhouse ist gefühlt über Nacht an die Spitze der Download-Bestenliste gestürmt. Was hat es mit dem Hype auf sich – und wird Clubhouse sich langfristig als App etablieren? mehr…


 

Newsticker

Messen und Events: Wandel auf die harte Tour

Weil Corona auch die Messe- und Eventbranche umgekrempelt hat, musste diese den Innovationsmotor…

Welche Potenziale Voice in der Markenführung hat

Smart Speaker, Voice-Assistants und -Apps, Voice Search oder V-Commerce: Wie ist der Status…

Krämer wird Chief Commercial Officer von T-Systems

Urs M. Krämer wird zum 1. Januar 2022 neuer Chief Commercial Officer von…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige