Trendstudie: Das ist die European Marketing Agenda 2022

Der Deutsche Marketing Verband (DMV) hat seine Trendstudie European Marketing Agenda 2022 veröffentlicht. Dafür wurden knapp 6000 Marketing- und Vertriebsleiter*innen aus ganz Europa befragt.
Auf Platz eins der Schwerpunktthemen 2022 steht fast überall das Digitalmarketing. ©DMV

Für die aktuelle Ausgabe der Trendstudie European Marketing Agenda 2022 des DMV wurden im Dezember 2021 europäische Marketing- und Vertriebsleiter*innen zu den wichtigsten Themenstellungen sowie ihren größten Herausforderungen für das Jahr 2022 befragt.

Die Ergebnisse: Auf Platz eins der Schwerpunktthemen steht in fast allen Ländern das Digitalmarketing. Daneben beschäftigen die europäische Marketing- und Vertriebsszene vor allem die Bereiche Brand Strategy & Management, Customer Experience Management sowie Content Marketing.

Megatrends Konnektivität und Individualisierung

Der Kern der Ergebnisse spiegelt sich laut DMV in den Megatrends Konnektivität und Individualisierung wider: „Während einzelne Tools und Themen nach wie vor von Bedeutung sind, rückt immer mehr das große Ganze in den Vordergrund: die Orchestrierung sämtlicher Maßnahmen zu einer Gesamtstrategie, über alle Kanäle und Touchpoints hinweg“, teilt der Verband mit.

„Letztendlich muss es das Ziel sein, mit so vielen Kund*innen wie möglich über Content oder verschiedenste Arten von Community-Konzepten in Kontakt zu treten“, sagt DMV-Präsident Dr. Ralf Strauß. „Nur so werden Marketers in der Lage sein, First Party Data einzusammeln, diese weiter anzureichern und schrittweise in Richtung eines CRM-Anwendungs-Szenarios mit personalisierten Daten zu qualifizieren.“

Renaissance der CRM-Konzepte

Auch bei der Frage nach den größten Herausforderungen wird diese Entwicklung deutlich: Hier steht die Customer Experience (CXM) an vorderster Stelle, gefolgt von allen Fragen rund um die Konsolidierung von verteilten Kundendaten zur Ermittlung einer 360-Grad-Kundensicht.

„Knapp ein Drittel der Senior Marketing Executives in Europa beklagt das Fehlen eines adäquaten CRM-Tools im eigenen Unternehmen“, sagt DMV-Präsident Strauß. Weitere drei Viertel würden über ein CRM-Tool verfügen, „halten dieses aber nur für bedingt nutzbar und sinnvoll“. Das breiter gefasste Customer Experience Management werde laut Strauß „mit seinem qualitativen Ansatz dabei helfen, dass viele CRM-Konzepte und Anwendungsszenarien ab 2022 eine Renaissance erleben“.

Corona bleibt Thema, KI auf der „Watchlist

Wenig überraschend wird den Studienergebnissen zufolge zudem auch im Jahr 2022 die Covid-19-Pandemie als „Brandbeschleuniger für die Digitalisierung von Unternehmen im Allgemeinen und dem Marketing im Besonderen wirken“.

Nach Einschätzung der europäischen Marketingleiter*innen sorgt Corona schon heute dafür, dass digitale Kanäle zur Kundeninteraktion sowie der Auf- und Ausbau von Marketing-Tech-Plattformen priorisiert werden und der Aufbau einer Marketing-Operations-Funktion zur Orchestrierung aller Funktionen und Projekte im Fokus steht.

Von eher geringerer Bedeutung zeigten sich in der Studie dagegen Themen wie KI oder Blockchain. Diese stünden eher noch auf der „Watchlist“ für die kommenden Jahre, heißt es vonseiten des DMV.

In einem digitalen Event, das mit hochkarätigen Speaker*innen besetzt ist, präsentiert der DMV die Ergebnisse der „European Marketing Agenda 2022“ am 8. März ab 18 Uhr. Die Veranstaltung wird ohne vorherige Anmeldung live über die Website des Verbands ausgestrahlt und ist kostenlos.

Die European Marketing Agenda 2022 ist mit detaillierten Ausführungen ab sofort hier zum Download verfügbar.

absatzwirtschaft+

Sie wollen tägliche Insights für Ihre Arbeit im Marketing? Dann abonnieren Sie jetzt hier unseren kostenfreien Newsletter.