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Trends im Marketing 2020, Teil 5: Elektro-Scooter und DOOH

E-Scooter stehen seit dem Sommer 2019 in mehreren deutschen Großstädten an jeder Ecke. © Imago

Das Jahr 2019 war randvoll mit Trendthemen rund ums Marketing. Wir haben uns zwölf viel zitierte Schlagworte herausgepickt und geprüft, ob es sich dabei um Hype, Hybris oder Haltbares handelt. Die große Frage ist: Was bleibt uns 2020 und darüber hinaus erhalten?

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E-Scooter

Ist das die Mobilität von Morgen, oder kann das weg? In jedem Fall ist es erstmal ein Trend, der viele Großstädter in der Mitte dieses Jahres in seinen Bann gezogen hat – im Guten wie im Schlechten: E-Scooter. Für die einen, insbesondere junggebliebene Geschäftsleute und Touristen, ist es eine neue, innovative Form der Fortbewegung, doch Pendler sah man nicht Reihenweise von Bus und Bahn oder gar dem Auto für die letzte Meile zum Büro auf die kleinen Roller umsteigen.

Für viele andere Verkehrsteilnehmer, egal ob Fußgänger, Radler oder Autofahrer, sind die Scooter ein großes Ärgernis: Sie stehen oder liegen überall herum, ihre Benutzer halten sich oft nicht an die elementarsten Sicherheitsregeln und am Ende sind die Roller oft schneller Elektroschrott, als die Marketingverantwortlichen der Anbieter „Umweltverträglich“ buchstabieren können. Fraglich, ob der Hype dennoch zum nachhaltigen Geschäftsmodell wird. Unterm Strich sind die Roller zunächst nicht mehr als eine nette Spielerei mit Gefahrenpotenzial.

Digital Out-of-Home

Out-of-Home ist im Grunde das Gegenteil von einem Trend. Außenwerbung gab es zu allen Zeiten, selbst Litfaßsäulen sind nicht tot zu kriegen – ganz im Gegenteil, sie werden sogar digitalisiert. Die Digitalisierung führt sogar dazu, dass Digital Out-of-Home (DOOH) als eine von wenigen Werbeformen konstant Zuwächse erzielt. Außenwerber wie Ströer oder Wall Decaux plakatieren im Auftrag ihrer Kunden fleißig die deutschen Innenstädte.

Aber nicht nur die ganz Großen erweitern ihre Netze: Der Karlsruher Werbevermarkter ISM (Intelligent for Media) hat gerade bekanntgegeben, im kommenden Jahr rund 1000 Shell-Tankstellen mit jeweils zwei Großbildschirmen auszustatten: Neben Werbung für Shell-Produkte und -Dienstleistungen könnten sich auch andere Werbetreibende für die Flächen einbuchen ­– und die programmatische Ansteuerung der Werbeflächen dürfte in Zukunft noch jede Menge Potenzial bieten: „Kaffeewerbung am Morgen und Angebote zur Autowäsche im Herbst: Mit Digital Out-of-Home lässt sich aktuelle und dynamische Werbung passend zur Tageszeit, dem Wochentag und der Wetterlage ausspielen – sowohl national als auch regional“, verspricht der Vermarkter.

absatzwirtschaft+
Trends im Marketing 2020

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