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Top-Studie: Video-on-Demand wird zum Massenmarkt – Umsätze wachsen so schnell wie nie

Amazons Prime Video Service und Netflix sind die Platzhirsche im deutschen VoD-Markt

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Woche.

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Top 1: Boom im deutschen Pay-Video-on-Demand-Markt

Video-on-Demand (VoD) wird zum Massenmarkt: Ende 2017 verfügten bereits 18 Prozent aller deutschen Haushalte über mindestens einen kostenpflichtigen Video-Dienst. Ein Ende des Wachstums ist nicht erkennbar. Deshalb ist der Boom im Pay-VoD-Markt mit einem beachtlichen Umsatzwachstum verbunden: Lagen die Gesamterlöse (brutto) Ende 2017 bei 1,1 Mrd. Euro, werden sie bis 2023 auf 2,5 Mrd. Euro steigen und sich damit innerhalb von nur fünf Jahren mehr als verdoppeln.

Dies sind Ergebnisse der Studie „Pay-VoD in Germany – Forecast 2018-2023“ der Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia. Der Branchenreport enthält aktuelle Marktanalysen und Prognosen zu kostenpflichtigem Video-on-Demand in Deutschland bis zum Jahr 2023.

Aktuell über 30 Anbieter: Amazons Prime Video Service und Netflix sind weiterhin die Platzhirsche im deutschen VoD-Markt. Während Netflix vorwiegend auf S-VoD (Subscription-based VoD) setzt, bindet Amazon sein Videoangebot in den Prime Service ein und bietet zusätzlich auch Titel zum Verleih bzw. Verkauf an (T-VoD=Transactional VoD sowie EST=Electronic-Sell-Through).

Weitere relevante Player im deutschen Pay-VoD-Markt sind Sky, Marktführer im klassischen Pay-TV, Maxdome (eine Tochter der ProSiebenSat.1-Gruppe) sowie Apple mit iTunes und Google mit seinem Playstore. Auch spezielle Sportangebote wie DAZN und der Eurosport Player werden immer stärker genutzt.

Doch ausentwickelt ist der Markt noch lange nicht. Vielmehr ist zu erwarten, dass sich die Wettbewerbsverhältnisse in diesem schnell wachsenden Markt schon bald verschieben werden. So stehen internationale Anbieter mit neuen VoD-Plattformen bereits in den Startlöchern.

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Attraktive Inhalte und bessere Verfügbarkeit sind wichtige Treiber: Abonnements (S-VoD) stehen mit einem Anteil von 74 Prozent (2017) für den mit Abstand höchsten Umsatzanteil im deutschen Pay-VoD-Markt. Bis 2023 wird dieses Segment nach Goldmedia-Prognose sogar einen Anteil von 80 Prozent erreichen. Die marktführenden S-VoD-Anbieter setzen dabei stark auf exklusive Eigenproduktionen, sogenannte Originals. Dennoch sind auch Einzeltitel über T-VoD und EST bei den Nutzern beliebt, zumal viele neue Spielfilme schon wenige Monate nach Kinostart im Einzelabruf erhältlich sin

Neben attraktivem Content gehört zu den wichtigsten Markttreibern die bequemere, zeitunabhängige Verfügbarkeit der Angebote, bspw. über smarte TV-Geräte oder über spezielle Streaming-Geräte wie etwa den Amazon Fire TV Stick. Auch die wachsende Zahl der Haushalte mit schnellen Breitbandanschlüssen kurbelt die technische Reichweite für VoD an. Nachholbedarf und damit großes Potenzial besteht hierbei vor allem im ländlichen Raum. Insgesamt wird laut Goldmedia-Prognose im Jahr 2019 auf jeden zweiten Haushalt mit Breitbandanschluss bereits ein VoD-Abonnement entfallen.

Ringen um Exklusivrechte treibt Preisspirale. Sport immer wichtiger: Die inhaltliche Vielfalt im Video-on-Demand-Markt wächst kontinuierlich. Nischenangebote für Kinder oder Independent-Filme gibt es schon. Zunehmend wichtiger wird das Sportsegment und hier auch das Engagement der VoD-Anbieter für den Erwerb exklusiver Sportrechte. So waren bereits seit Beginn der Saison 2017/2018 erste Spiele der Fußball-Bundesliga nur noch im Internet (über den Eurosport Player) zu empfangen.

Top 2: Die Zukunft der Medienagenturen

Dataxu, ein Softwareunternehmen im Adtech-Bereich, hat eine neue Studie zur Zukunft der Medienbranche in den nächsten fünf Jahren durchgeführt. Gemeinsam mit Sapio Research fragten sie Marken und Medienagenturen in Deutschland und weltweit, welche Neuerungen sie in den nächsten Jahren erwarten. Die Studie zeigt, wie die digitale Transformation und die Vorherrschaft von GAFA die Beziehung zwischen Medienagenturen und Werbern beeinflussen.

Im Angesicht der momentanen Veränderungen in der Medienindustrie glauben Entscheider in Deutschlands Medienagenturen, dass sie ihr Angebot in den nächsten fünf Jahren anpassen müssen, um den sich ändernden Wünschen der Kunden nachzukommen. Sie erwarten einen Wandel weg von direkter Medienplanung und Medienkauf hin zu strategischer Beratung, Segmentierung und kreativer Arbeit. Gefragt, welche Schlüsselfähigkeiten sie so schnell wie möglich verbessern müssen, um auch in der Zukunft als wertvoller Partner in einer Daten-gesteuerten Welt gesehen zu werden, sagten 17 Prozent der Agenturen: „Weiterentwicklung des Fachwissens rund um die Bereiche Connected TV Werbung und andere sich entwickelnde Formate“.

  • 2018: Rund 34 Prozent der Befragten aus den Agenturen glauben, dass der Hauptfokus ihrer Klienten momentan auf dem Medienkauf auf verschiedenen Kanälen liegt
  • 2023: 29 Prozent der Befragten aus den Agenturen glauben, dass sie in fünf Jahren die Daten ihrer Kunden und/oder Dritter verwalten werden
  • 2023: 28 Prozent der Befragten aus den Agenturen erwarten, dass sie in fünf Jahren ihre Klienten bei der Nutzung von Daten zwecks Optimierung von Echtzeit-Kampagnen unterstützen werden
  • 24 Prozent der Befragten aus den Agenturen glauben, dass sie 2023 programmatische Technologieplattformen im Namen ihrer Kunden betreiben werden – momentan bieten allerdings nur 17 Prozent diesen Service an

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Top 3: In Finanzfragen suchen die Bundesbürger online Rat – und bei Freunden

Wo bekommt man attraktive Zinsen für sein Erspartes? Lohnt es sich, in Fonds zu investieren? Und wie kann ich bei Versicherungen sparen? Bei Ratschlägen rund um die eigenen Finanzen vertrauen die Bundesbürger vor allem Freunden und der eigenen Familie – und Online-Portalen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.006 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Die Befragten sollten dazu angeben, wie vertrauenswürdig sie verschiedene Angebote einschätzen. Voraussetzung dafür war, dass sie sich eine Beurteilung selbst zutrauen, weil sie die Angebote entweder kennen oder davon gehört haben. 91 Prozent sagen, dass sie finanziellen Ratschlägen von Freunden und der eigenen Familie vertrauen. Dahinter folgen mit jeweils 70 Prozent Online-Verbraucherportale wie finanzen.net oder finanztip.de sowie Online-Vergleichsportale wie verivox.de oder check24.de. Dahinter folgen Ratschläge von klassischen Medien wie Zeitungen oder Fernsehen, ihnen vertrauen 42 Prozent. „Online-Portale bieten die Möglichkeit, sich sehr einfach einen breiten Überblick über verschiedene Angebote zu verschaffen. Sie können die Mündigkeit des Verbrauchers sehr viel besser unterstützen, als dies früher den wenigen Instanzen gelang, die Ratschläge in Finanzfragen boten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Nicht ganz so stark wie auf klassische Medien setzen die Bürger auf andere Online-Angebote zu Finanzthemen wie etwa Fachforen, Blogs oder Podcasts, die 37 Prozent für vertrauenswürdig halten. Ihren Kontakten in sozialen Netzwerken glauben in Geldfragen dagegen nur 24 Prozent. Eher geringes Vertrauen wird auch der Finanzbranche selbst entgegengebracht. Gerade einmal jeder Dritte (32 Prozent) hat bei Ratschlägen zu seinen Finanzen Vertrauen in Bankberater, nur jeder Vierte (23 Prozent) in Versicherungsvertreter.

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